Schnee statt Matsch

So hiess das Motto gestern beim 3. Lauf zur Moselcross-Serie. Das morgendliche Schwimmtraining habe ich deshalb etwas ruhiger gestaltet und den Schwerpunkt auf die Arme und die Technik gelegt, um die Beine für den Nachmittag zu schonen. Nach dem Schwimmen habe ich noch mein Rennrad aus der Werkstatt geholt. Ich habe es für die Schweizer Berge so umbauen lassen, dass ich da auch hinaufkomme. Bitte nicht fragen, was sie gemacht haben. Ich habe keine Ahnung. Ich weiss nur, dass ich jetzt MTB-Komponenten drauf habe :-). Auf den Weg nach Hause fing es dann an zu schneien. So richtig schöne dicke Flocken, dass binnen weniger Minuten eine schöne dichte dicke Schneedecke lag. Interessant ist dann allerdings auch das Phänomen, dass fast Alle anscheined das Autofahren verlernt haben. Fallen hier 3 Schneeflocken , dann geht fast nichts mehr. Zum Haareraufen. Im schönsten Schneetreiben machte ich mich also mit Frank zum Crosslauf nach Wittlich auf. Auf unserer Einlaufrunde entstanden diese Fotos:

IMG_5893 IMG_5894Statt Matsch diesmal reichlich Schnee. Aber es liess sich sehr gut laufen. Während meines Laufes dachte immer mal wieder, schade, dass ich keine Fotokamera dabei habe. Ich wäre tatsächlich ein paar mal stehen geblieben, um zu fotografieren, so schön sah es teilweise im Wald aus. Mit dem Lauf selbst war ich sehr zufrieden, zumal ich an den Anstiegen noch einige überholen konnte. Nur bergab verliere ich immer noch zu viel Zeit. In 4 Wochen ist der letzte Lauf der Serie. Der Schnee wird wohl leider nicht bis dahinliegenbleiben.

Helge war gestern zum MTB Treff des Vereins und stand echt alleine da. Frank und ich waren ja entschuldigt. Andi auch, wegen der Marathonvorbereitung. Aber wo war der Rest. Vielleicht durch den Schnee abgeschreckt. So fuhr Helge ganz alleine auf unberührten Pfaden duch den verschneiten Wald.

IMG_5898Heute Morgen, als Göga Brötchen holen war konnte er diese Fotos machen:

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Meine lügt nicht.

Also meine Garmin. Bisher passen alle Auswertungen zum subjektiven Gefühl.

IMG_5813Das Foto habe ich Dienstag in der Mittagspause gemacht, als ich einen langen langsamen Dauerlauf gmacht habe. Perfektes Wetter. Als ich allerdings aus der Dusche kam, hat es draussen geschüttet, wie aus Kübeln. Perfekt abgepasst. Mittwoch war ich wieder zum Bahntraining im Moselstadion und bin Intervalle gelaufen: 200 – 300 – 500 -800 und dann das Ganze nochmal. Ich war zwar wie immer die Langsamste, aber Spass gemacht hat es trotzdem. Hauptmotivation für mich war, dass ich bei den 500ern und 800ern nicht überrundet werde. Und das hat geklappt, hihi.

Nach dem samstäglichen morgendlichen Schwimmtraining musste man einfach raus. Blauer Himmel, Sonne, milde Temperaturen. Also nix wie ab in den Matsch. Der Konzer Wurzelweg ist im Moment perfekt für Koordinations-, Stabilisations-, Kraft- und Überlebenstraining geeignet. Also: 2 Schritte vor und einen zurück geruscht, gleichzeitig versucht nicht nach links den Hang runterzurutschen und in den Bach zu fallen und das Ganze mit zusätzlichen Schlammgewichten an den Schuhen. Das war aber nicht so schlimm, denn in den folgenden Pfützen, denen man nur selten Ausweichen konnte oder wollte, wurden die Schuhe fast wieder sauber. Aber mein Rumgefuchtel mit den Armen war sicher filmreich. Aber es hat sooooooo Spass gemacht.

Heute Morgen habe ich mich zusammen mit GöGa aufs Rad geschwungen und wir sind zur Mosel geradelt. Bevor einer fragt, natürlich jeder auf sein eigenes Rad ;-) . An der Mosel haben wir dann Andi und Kessie getroffen, die in der Marathonvorbereitung sind und haben sie einige Kilometer mit den Rad begleitet und daruf geachtet, dass sie immer schön ihre vorgegebene Geschwindligkeit einhalten und nicht etwa zu langsam laufen und nicht zu viel quatschen. Hat ganz gut geklappt, aber reden geht anscheinend immer :-) . Und schwupps ist schon wieder eine Woche und ein Wochenende rum.

 

 

Eine lügendes Spielzeug

Ich habe mir ein neues Spielzeug gegönnt. Wobei ich gar nix zum Spielen brauche.
Aber nahezu jeder Sportler, und Triathleten sowieso, hat ja nun inzwischen eine GPS-Multifunktions-Uhr.
Also ihr wisst schon, so eine Uhr die den Weg kennt, deinen Puls, deine Geschwindigkeit, das Wetter verrät, deine Emails vorliest, deine Zeit managen kann, Ratschläge gibt, deine Fitness einschätzt und noch vieles mehr. Und die Zeit weiß die Uhr auch meistens noch. Dinge gibt es, die gibt es gar nicht.
Ich hatte bisher sowas nicht. Ich hatte so eine Wald-und Wiesen Pulsuhr. Völlig ausreichend. Allerdings hat diese Uhr nur die Zeit angesagt. Den Puls hat sie mir nicht verraten, was aber wohl daran lag, das ich irgendwie den Zweck des Pulsgurtes nicht erkannt hatte :roll:
Jetzt hatte ich schon seit einiger Zeit beschlossen, mir die neue Polar V800 zu kaufen. Aber 450 € ist ja jetzt auch kein Kleingeld und so wollte ich mir das genau überlegen. Und dann kam es, das ein guter Freund sich diese tolle V800 gekauft hat und doch tatsächlich seine noch ziemlich neue Garmin Forerunner 910XT für einen mehr als günstigen Preis abgeben wollte. Und da konnte ich nicht nein sagen. Eine neue Uhr und noch reichlich Geld gespart für orangefarbene Laufshirts und Schuhe :lol:
Jetzt hat so eine Uhr ja jede Menge Knöpfe und eine ziemlich große Anzahl von Menüpunkten, Einstellungen etc. So mancher denkt wohl, das ich als Programmierer ja keine Probleme mit sowas haben sollte. Aber weit gefehlt.
Ein Programmierer ist sowas wie das Gegenteil eines Anwenders. Es wäre für mich einfach eine Software für die Uhr zu schreiben, aber diese dann benutzen? Oh Oh :roll:
Glücklicherweise hat Karina die gleiche Uhr. Und Karina ist DER Anwender schlechthin. Ich glaube nicht, das es irgendeine Applikation gibt, die Karine NICHT benutzen kann. So nutzten wir am Silvesterabend eine ruhige Minute, als alle Kinder (Julia und die Männer) mit einem Wii-Spiel beschäftigt waren, um mein neues Spielzeug und mich einander bekannt zu machen. “Hallo! Tach, ich bin Helge”. “Hallo Helge, einen schönen guten Abend, bin bin deine Uhr”. Also so in der Art lief das ab (Karina übernahm dabei die Rolle des Dolmetschers :lol: )
So weit so gut! Den 1. Januar begann ich dann mit dem guten Vorsatz nicht mehr so viel Schokolade und Gummibärchen zu essen und die Vorbereitung auf meinen Marathon etwas ernster zu nehmen als die letzten 3 Wochen im alten Jahr :-)
Ich begann also das Jahr mit einem schönen 10km Lauf im Marathonrenntempo. Obwohl ich mein MRT gar nicht wirklich weiß. Ich laufe halt einfach mal in dem Tempo, welches mir angebracht erscheint für eine lange Strecke :lol:
Und nach einigen Startschwierigkeiten lief dann auch meine Uhr. Und irre!!! … die zeigt mir tatsächlich wie schnell und weit ich laufe. Ein Wunder der Technik. Nur das mit dem Puls war wieder nicht möglich. Eventuell muss man den Pulsgurt anlegen, damit das funktioniert? :???:
Ich beschloss diesem Problem vor dem nächsten Uhreinsatz auf den Grund zu gehen.
Am Sonntag dann stand ein 20km Lauf auf dem Programm. Ein langsamer Lauf im Pulsbereich von so um die 70%. Also Pulsgurt an (Yippey, die Uhr zeigt wirklich den Puls) und los. Andi wollte auch laufen. Also wollten wir ein Stück zusammen laufen. Es war ein toller Lauf. Und ich das erste mal mit kompletter Überwachung durch eine Uhr :grin:
Ich lief 20,4 km und fühlte mich gut und fand, ich hatte alles richtig gemacht.
Zu Hause angekommen bekam ich von Karina folgendes Bild:
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Karina war also auch gelaufen. Da dachte ich mir, das kann ich ja toppen. Schließlich bin ich ja weiter und schneller gelaufen. Also war ich ja fleißiger, darf mehr essen und so Zeugs halt. Endlich kann ich mal auch so ein Zeugnis meiner sportlichen Aktivitäten versenden. Also fand ich raus wie man an diese Ansicht kommt (Karina musste es mir erklären :lol: ) und musste feststellen, das meine Uhr ganz anderer Meinung als ich war :sad:

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Also man halte mal fest: Ich bin weiter und schneller gelaufen als Karina. Wir hatten beide vergleichbar viele HM (ca. 200) und trotzdem hat Karina MEHR Kalorien verbraucht :!: und hat einen hohen Trainingseffekt wobei mein Trainingseffekt sowas bedeutet wie “hat sich nicht gelohnt, hättest auch auf der Couch bleiben können!”  :shock:
Nein, so werden meine Uhr und ich keine guten Freunde. Karina kann ja jetzt einfach mal 1 Schokoriegel mehr essen als ich.
Also nicht, das mich verbrauchte Kalorien jeh interessiert hätten. Auch hab ich mir über einen Trainingseffekt nie Gedanken gemacht. Aber ich bin doch sehr für Gerechtigkeit. Und DAS ist doch nun wirklich sehr ungerecht. Ich fühle mich gemobbt von meiner eigenen Uhr :cry:
Unser gemeinsames Tempotraining am Mittwoch bestätigte dann nur, was ich ja eh schon wußte: meine Uhr lügt! Es gibt zwar Leute die behaupten, das die Uhr nicht lügt, sondern das ich einfach zu langsam laufe, aber das wiederum halte ich für ein bösartiges Gerücht. Schließlich waren wir beim Tempotraining. Da kann man gar nicht langsam laufen. :lol:
Vielleicht brauchen die Uhr und ich nur etwas mehr Zeit zum Kennenlernen. Der Trainer nennt das Laktat- und Max-Pulstest :shock:
Das wiederum klingt furchtbar anstrengend.
Werde ich demnächst machen.
Mal sehen ob meine Uhr mich danach besser versteht.
Bis dahin ist es zumindest für die Jungs der NSA sehr viel einfacher mich zu finden. Immer der Uhr nach. Ich bin der kleine GPS Punkt, der da immer durch die Hunsrück Wälder tanzt :grin: