Der Spaß ließ sich nicht verhindern

Alles geht ja mal zu Ende. Auch eine aufregende und für mich perfekte Triathlonsaison.
Aber einer ging noch. Einer musste noch sein 😀

Zum Abschluss der Saison wollte ich wieder in meiner Heimatstadt Zwickau starten. Letztes Jahr war ich dort zusammen mit Karina am Start und wir hatten (was ein Wunder) Spaß vom Feinsten.
Nach meinem magen-technischem Absturz letzte Woche stand aber die Frage, ob ich denn nun wirklich starten würde. Weil Spaß macht sowas ja nur, wenn man gesund ist. Seit Mittwoch fühlte ich mich schon wieder gut, aber am Donnerstag wollte ich beim Schwimmen entscheiden, ob es mir wirklich gut genug geht.
Donnerstag also, nach 5 Tagen extrem-Relaxing zum Schwimmen und ganz locker 1500 m schwimmen. Nur mal schauen. Nach 1500 m bin ich wieder raus, obwohl ich einfach hätte weiter schwimmen können. Nicht die kleinste Spur von müde, schlapp, kraftlos. OK, dann kann ich auch zum Familienbesuch in die sächsische Metropole Zwickau fahren und wenn ich schon mal da bin, na dann geht auch ein Triathlon 😆

Schwimmen fand im Schwimmbad (50 m Becken) statt. Der Anfang war schon mal lustig. Es fing damit an, das ein anderer auf meiner Bahn sich die orangefarbene Badekappe schnappte 😯
Also wählte ich pink. Ganz einfach weil ich hoffte, das mir Karina’s Lieblingsfarbe durchs Wasser helfen würde. Karina war ja leider nicht dabei.
Wir waren 7 Leute auf der Bahn und auf Nachfrage lies ich den anderen 6 den Vortritt beim Start. Die wollten ja alle viel schneller schwimmen als ich.
Dann gab es eine Lautsprecherdurchsage: „Wenn der Start gleich erfolgt, dann werde ich sagen — Auf die Plätze – Fertig –  und dann erfolgt ein Ton … „. Dann wurde dieser Startton abgespielt und plötzlich sprinteten alle los :roll:
Ich natürlich nicht. Weil ich hatte ja ausnahmsweise mal zugehört. Ungefähr 10 % der Starter warteten geduldig, während die anderen wie bekloppt losrasten und sich ansonsten etwas Ratlosigkeit bei Veranstalter und Zuschauern breit machte. Dann wurden die verbliebenen Starter aufgefordert, die anderen Starter bitte aufzuhalten. Ich hielt also die Anderen auf meiner Bahn wieder an und nachdem sich alles wieder beruhigt hatte, gab es dann auch noch den „richtigen“  Start :-)
Ich also als Letzte auf der Bahn. Allerdings schon 2. nach den ersten 50 Metern. Irgendwie hatten die anderen doch wohl eher nur eine Traumschwimmzeit angegeben? Anders kann ich es mir nicht erklären. Ich fühlte mich locker und frisch und genoss das Schwimmen richtig. Meine ganze Familie saß am Schwimmbeckenrand und beobachtete mich. Das spornt an. Ich überrundete einige der anderen 2 bzw. 3 mal. Und wurde 5 mal vom Schnellsten auf der Bahn überrundet. Der schwamm nicht, der flog durchs Wasser 😀
Das Schwimmen war schnell vorbei und ich rannte aus dem Schwimmbad zur Wechselzone. Ich war ohne Uhr unterwegs. Ich wollte mir keinen Zeitstress machen. So ein letzter Triathlon im Jahr ist ausschließlich zum Genießen und ich wollte nicht durch Blicke auf die Uhr angespornt oder gebremst werden. Als ich in die Wechselzone lief rief Andi mir zu: Sag mal, warst du noch in der Cafeteria? 😯
Das sagt gerade der Richtige 😀
Na warte, wenn er mal wieder im Wasser ist …
Meine Schwimmzeit war am Ende mit 28:47 auf 1500m sehr zufriedenstellend. Man schwimmt ja nicht nur, man muss ja auch noch aus dem Becken, dem Schwimmbad und in die Wechselzone …. Das dauert halt alles ein bisschen :-)

Pink auf der Überholspur

Pink auf der Überholspur

Ab ging es auf die Radstrecke. Die war nicht ganz ohne. Letztes Jahr feierten wir ja auf der Radstrecke eine wahre „Wendeorgie“. 5 Runden a 5 Kehrtwenden (z.T. auf Kopfsteinpflaster). Dem einen oder anderen Sportler hat das sicherlich nicht gefallen. Denn dieses Jahr gab es eine geänderte Radstrecke. Es gab nur noch 1 Kehrtwende pro Runde, dafür aber 8 Runden a 5 km. Mit anderen Worten: den Berg hoch, wenden, den Berg runter, die kurze Rampe über Kopfsteinpflaster hoch ins Stadion, 1 Runde im Stadion, Kopfsteinpflaster wieder runter … und das 8 mal.
Jetzt ist der Berg in Zwickau kein ernstzunehmender Berg. Aber, er ist halt 8 mal zu bewältigen. Da kann man sich ganz schön verschätzen. Pro Runde hat man so knapp 100 HM. Was am Ende nicht ganz 800 HM macht auf 41 km und das wird dann wohl zu Recht als anspruchsvoll deklariert.
Ich fuhr erstmal locker los. Andi, Tochter Kassandra und mein Bruder Lutz hatten sich im Stadion positioniert. Ich rief dem Andi immer die Rundenanzahl zu. Ich hatte ihn gebeten mitzuzählen. Weil ich hatte schon etwas Sorge, das ich das nicht hinbekommen würde. Wir wissen ja, das das mit der Versorgung des Gehirns mit Sauersoff während des Sports nicht immer so funktioniert 😆
Hat aber alles super geklappt. Ab Runde 5 warf ich auch alle Zurückhaltung über Board und trat einfach nur noch in die Pedale. Ich überholte dann auch einige wieder, die in der ersten Runde schon etwas übertrieben hatten. Einige fingen schon ganz schön an zu leiden.
Als ich selbst die Bilder betrachtet, dachte ich nur: hm, scheint echt Spaß gemacht zu haben 😆


Zurück in der Wechselzone wechselte ich in die Laufschuhe und lief los. Angefeuert vom eigenen Fanclub. Das war echt toll. So die ganze Familie inklusive Mama, Tante, Geschwister inklusive Anhang bei einem Triathlon dabei zu haben, das ist nochmal was ganz besonderes. :-)
Laut Ausschreibung gab es 2 Laufrunden a 5,5 km, am Ende waren es aber nur ungefähr 10,5 km. Die Laufstrecke führte dieses Jahr am Muldendamm antlang. Wunderschön bei diesem Wetter. Es war noch mal ein toller Spätsommertag und der Lauf entlang des Flusses hat mir richtig Spaß gemacht. Irgendwie fühlte sich alles so leicht und unbeschwert an :-)
Ich hatte meiner Tochter Kassandra gesagt, das ich 3 Stunden brauchen würde für die Distanz. Nach 2:51 lief ich ins Ziel. Nur 3 Frauen waren schneller als ich und die waren zum Teil noch jünger als meine Töchter.
Ich war überhaupt die älteste Starterin am Start und somit habe ich natürlich auch überlegen die Altersklasse gewonnen 😆
Zur Belohnung gab es im Ziel dann noch ein orangefarbenes Finishershirt. Das entschädigt natürlich für die verpasste Badekappe in der Lieblingsfarbe.

Der Wettkampf war echt toll. Ich bin sehr froh, das ich gestartet bin. Und jetzt?
Ja, jetzt könnte ich quasi ein bisschen traurig sein weil die Triathlonsaison vorbei ist, allerdings gibt es ja noch andere schöne Wettkämpfe. Ich sage nur Crossläufe, Trailläufe und so Sachen. Und außerdem hat Karina mir da ja schon wieder eine andere bekloppte Idee in den Kopf gesetzt :roll:
Ich denke, es wird nicht langweilig 😆
Lassen wir uns mal überraschen

Einfach Urlaub

Es soll ja Leute geben, die einfach in den Urlaub fahren. So ganz ohne sportlichen Hintergedanken. Wir zum Beispiel 😆
Wir haben einfach mal für eine Woche den schönen Bayerischen Wald besucht. Dort waren wir früher schon öfter zum Wandern. In der Gegend um Lahm galten wir vor 16 Jahren (da waren wir das erste Mal dort) noch als Jugendliche, weil wir den Altersdurchschnitt von 101 auf 97 gedrückt hatten. Und jetzt, 16 Jahre später, bezeichnet man uns dort immer noch als ‚junge Leute‘ :-)
Ich liebe es! Weiterlesen

Eine anspruchsvolle Sache oder Achtung! Ein Berg!

Es war mal wieder Zeit für den Saisonabschluss der Rheinlandpfälzischen Triathlon Liga. Dieser findet traditionell bei einem der schönsten Triathlons des Landes in Remagen statt.

Unsere Damenmannschaft hat dieses Jahr ganze Arbeit geleistet: wir sind zwar auf dem 5. und letzten Platz, aber wir waren auch mit Abstand die älteste Mannschaft und wir hatten am meisten Spaß und sahen erwartungsgemäß immer am Besten aus 😀

Foto by Natalie Weides

Maria, Helge, Karina, Heike und ganz rechts haben wir noch unsere weltbeste Physiotherapeutin Gaby erwischt :-) / Foto by Natalie Weides

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