Zirkus Trainingslager

Wir hatten einen grandiosen Start beim Trainingslager auf Malle und ein etwas gedämpftes Ende. Eine bösartige Bronchitis, Diskussionen übers Essen, traumhaftes Wetter, ein singender DJ, wunderschöne Ausblicke und jede Menge Spaß.
Damit wären 2 Wochen Trainingslager ganz gut zusammen gefasst. Es wäre jetzt eh nicht wirklich sinnvoll, dieses Trainingslager in allen Einzelheiten zu erzählen.
Ich versuche daher mal die Kurzform.

Vorhang auf! Manege frei!

Leider ohne Karina, aber dafür mit jeder Menge anderer verrückter Sportler der Tri Post Trier verbrachten wir 2 Wochen in Can Picafor auf Malle. Zum Radfahren natürlich. Und zum Schwimmen und Laufen. Also nicht zum Spaß :lol:
Mit dabei war Bergziege Frank, DJ Gerd (er trainiert gerade für seine 1. Langdistanz in Roth), Tri Post Engel Natalie (stets gut gelaunt) nebst Sportskanone Markus, Windbreaker Jürgen, GöGa Andi und noch einige andere flinke Flitzer. Vok, Maria und Hans-Jörg waren auch ein paar Tage dabei.
Natalie befindet sich noch im Stadium der Rekonvaleszenz und fuhr kleinere Runden mit Jürgen. Sportskanone Markus und einige andere flinken Flitzer fuhren in der Gruppe, wo man eh nur Staubwolken am Ende sieht. Und der Rest fuhr halt mit uns. Und wir fuhren ja alle für DJ Gerd und Gerd sang dafür für uns. “La mer ….”
Außerdem glänzte Gerd durch permanente Unterhaltung. Ob man wollte oder nicht. Und Frank hatte den Plan in der Tasche. Oder hätte gehabt? Oder hatte geplant gehabt zu haben? Manchmal hatte er wohl einfach die Tasche vergessen. Oder den Plan unleserlich geschrieben. Und so stand man mal hier und mal da und suchte den Weg, den Gerd natürlich immer vorher schon gesehen hatte. Wenn man dann auf Gerd hörte, landete man wieder wo ganz anders. Und irgendeiner in der Gruppe sagte dann immer: “Ich hab es euch doch gleich gesagt!” Aber gehört hat halt nie jemand. Wir fanden aber immer dank Frank den Weg. :-)
Maria war komplett damit beschäftig “dran zu bleiben” und steigerte ihre eigenen Rekorde in den paar Tagen um mehrere 100 %. Und Hans-Jörg war stolz wie Oskar auf seine Maria. Andi bewies (mal wieder! ) das Training vollkommen überbewertet ist. Er war den gesamten Winter über exakt 3 mal 1 Stunde Rolle gefahren. Sonst hat er das Radfahren völlig ignoriert. Und trotzdem fuhr er alle Touren mit uns. :shock:
Für mich fuhren wir zu viel flach und zu wenig Berg, was andere allerdings anders sahen. So war ich ganz froh das ich an jedem Berg umdrehen konnte und bis zum Letzten der Gruppe zurückfahren konnte, um dann nochmal nach oben zu fahren. Irgendwie bekommt man die Höhenmeter schon zusammen.
Wir genossen traumhafte Aussichten und wunderschöne Anstiege, tolle Täler, Marktplätze voll mit Radfahrern, guten und weniger guten Kuchen, Milchkaffee ohne Ende, frisch gepressten Orangensaft und jeden Abend Büffet und einen tollen Spaziergang am Meer. Wir irrten durch Städte und suchten Wege, die wir niemals fanden, aber wir kamen immer an ein Ziel und immer wieder zurück.
Gerd und Frank waren wie Pat und Patachon. Es war besser als im Kino wenn man  den beiden lauschen konnte, wie sie sich da so um den Weg, die Taktik, die Geschwindigkeit und einiges andere stritten. Natürlich alles im Guten :-) .
Zwei Kostproben:
Gerd fährt vorne, ich direkt dahinter, Gerd und ich reden und radeln so dahin. Die ganze Truppe hinter uns her. Dann hört man von hinten den Frank schimpfen, wir sollten doch bitte schön treten, nicht im Leerlauf dahin dümpeln. Wer vorne fährt muss immer treten!!!!!!
Gerd’s Antwort: “Eich sin hei de Leader un dau haals de Klapp loa hannen!”

Wir halten an einer Tankstelle, um Getränke aufzufüllen. Frank schimpft mal wieder mit Gerd wegen irgendwas (Frank meckert natürlich nur, um Gerd perfekt auf Roth vorzubereiten ( ;-) ).
Gerd hört sich alles in Ruhe an und sagt dann: “Dau baas dauernd um maulen mit mir! Eich aesen dat falsche, eich foaren am falschen Gang de Berg roap, eich schloafen zu wenig, eich machen alles verkehrt! Aawer eich sin genauso hei wie dau!”
:lol:

So vergingen also zwei sehr amüsante Wochen. Manchmal fuhr auch Natalie ein Stück mit uns. Leider war Markus die 2. Woche krank und wie das eben so ist, wenn so viele Leute zusammen sind, der eine oder andere hat sich dann auch angesteckt. So konnte auch ich die beiden letzten Tage leider nicht mehr mit fahren. Ein mieser fieser Husten hatte sich an mich gehängt. Natalie ging er ähnlich.
Man muss auch nicht lange nachdenken, was man falsch gemacht hat oder nicht, letzten Endes ist man manchmal einfach krank. Da hilft kein Ingwer, kein warm halten, kein Aufpassen.
Also lieber Frank: es kann jeden erwischen. Ich war nur froh, das es so spät im Trainingslager kam. :-)

Ich huste auch eine Woche nach dem Trainingslager immer noch und gestern war ich das erste mal wieder im heimischen Wald spazieren. :shock:
Oh Holy shit war das anstrengend. Unglaublich, was 1 Woche Bronchitis aus einem machen.
So werde ich wohl noch ein paar Tage ganz kurz treten und mich daran erfreuen, das der Husten langsam vergeht und die Luft und die Kraft langsam wieder kommen.
So, und um das Ganze noch etwas zu untermalen, hier die Fotos.
Die sagen ja bekanntlich eh mehr als 1000 Worte.
Und wie du sehen wirst liebe Claudi: es gibt tatsächlich ein Kloster Lluc :lol:

Die Vorstellung ist vorbei. Vorhang zu! :-)

 

 

Premiere

Eine besondere Premiere gab es für mich an Ostern. Es mussten fast 40 Jahre vergehen, bis ich mit meinem Lieblingsbruder eine Runde laufen gehen konnte. Das liegt aber daran, dass wir zu weit auseinander wohnen und es sich an den wenigen Tagen, die wir uns sehen nicht ergeben hat. Aber jetzt zu Ostern hat es endlich geklappt. Nach stundenlangem Staufahren – 9 statt der üblichen 7 Stunden – und Ausschlafen ging es an Karfreitag erstmal für uns ins Schwimmbad. Das war toll. Hatten wir es doch fast für uns alleine. Samstag Morgen war ich “Dank” der inneren Uhr schon sehr früh wach. Der Himmel war blau, die Sonne schien. Das schrie geradezu nach einem kleinen Lauf vor dem Frühstück. Allerdings waren es auch etwa 0 Grad. Gut, dass ich vorsorglich Mütze und Handschuhe eingepackt hatte. So bin ich ein Stündchen durch meine Heimatstadt gelaufen und auch ein bisschen ausser drumherum. Am Ende waren es etwa 9km und sagenhafte 7 Höhenmeter. Wo die herkamen, weiss ich auch nicht wirklich. Wahrscheinlich vom Bordstein rauf und runter. Denn dort sieht es so aus:

IMG_6122IMG_6121Man kann am Morgen sehen, wer am Nachmittag zum Kaffee kommt ;-) . Am Nachmittag sind wir zum Marktplatz, denn dort war großes Motorenanlassen der Biker. Oma und Opa sind mitgefahren. Irgendwann werde ich mir auch nochmal eine kleine Maschine zulegen. Vielleicht, wenn ich dann Rentner bin und mehr Zeit habe, hihi. Als alle losgehfahren sind, hatte ich totale Gänsehaut. Ein Foto von “früher” :-):

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Schon eine Weile her :-)

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Bevor dann am Sonntag das große Osterschlemmen los ging, machte ich mich nochmal auf den Weg in die Schwimmhalle. Mit mir waren noch ganze 3 Schwimmer dort. So konnte ich ganz in Ruhe mein Programm abspulen. Echter Luxus. Als ich zurück kam, war mein Bruder samt Family schon angekommen. Nachdem dann der Osterhase endlich auch bei uns vorbeigekommen war und die Kids sich über die Schokolade her machten, gab es die besagte Premiere. Mein Lieblingsbruder und ich machten uns auf in die “Bürgerheide”. So nennt man das dortige Wäldchen. Hier fanden in meiner Schulzeit immer die Crossläufe statt. Es gibt zwar keine Anstiege, aber der sandige weiche Boden ist doch auch kräfteraubend.

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Trotzdem waren es diesmal sogar ganze 32 Höhenmeter :-) . Es kann natürlich auch sein, dass ich einfach meine Arme zu sehr rauf und runter schwinge ;-) . Am Ende machten wir noch ein kleines Foto vor der höchsten Erhebung des Ortes :-).

IMG_6186Der “Tellerberg” ist glaube ich so 5m hoch :-) . Bewegungstechnisch gut vorbereitet konnten wir uns am Ostermontag auf den Rückweg machen. Diesmal hat es “nur” 7 Stunden gedauert. Und damit ja keine Langeweile aufkommt, habe ich am Dienstag in der Mittagspause die Rennradsaison eröffnet. Natürlich wie immer zu Beginn war ich viel zu warm angezogen ;-). Aber heute, heute bin ich in Kurz-Kurz gefahren und es hat total Spass gemacht. Leider soll ja die Sonne am Wochenende schon wieder verschwinden. Na macht nix. Jetzt ist eh Tapering für Köln angesagt.

Wie ein Glühwürmchen…

 

habe ich mich am letzten Sonntag gefühlt. Wie ich ja schon angedeutet habe, ist es an der Zeit mal was Neues auszuprobieren. Der Start in die Triathlonsaison dauert ja noch. Und in der Zeit bis dahin “nur” an Laufwettbewerben teilzunehmen ist auch “langweilig”. Nein nicht wirklich. Aber ich bin immer für Neues offen. Und so hatte Julias Schwimmtrainerin Janina die irre Idee, wir könnten doch mal an den sogenannten Masters-Schwimmwettkämpfen teilnehmen. Ich schwimme ja total gerne und wie Helge behauptet im Moment sowieso allen anderen davon. Aber Janina musste doch ziemlich viel Überzeugungsarbeit leisten ;-). Sie hat einfach nicht locker gelassen und dafür bedanke ich mich :-) . Den Begriff Masters an sich finde ich ja schon mal toll. Das klingt nicht so sehr nach Senioren- oder Altersklasse, sondern irgendwie schnittiger. Interessanterweise darf man bei den Masters ab dem 20. Lebensjahr starten. Und deshalb komme ich mir jetzt wieder alt vor ;-) .  Die Hauptidee von Janina war es, als Staffel-Team bei den Deutschen Meisterschaften der Masters über die langen Strecken zu starten. Natürlich hat sie es schnell geschafft noch 2 Mitstreiterinnen zu finden :-). Und nun fahren wir tatsächlich nach Köln zur DM. Irre. Dann dachte ich mir, wenn ich schon mal da bin kann ich auch noch die 1500m schwimmen. Denn beim Triathlon fangen wir ja auch erst bei 750 oder 1500m an. Ich behaupte einfach mal so, dass ich das also schwimmen kann. Man muss dazu wissen, dass es sogenannte Pflichtzeiten gibt, die man schwimmen muss. Frau auch. Was passiert, wenn man die nicht schafft? Dann zahlt man ( und Frau ) satte 24 € Strafe. Aber ich bin mir sicher, dass ich die vorgegebene Zeit schaffe. Ansonsten fällt das Shopping in Köln halt etwas kürzer aus. Jetzt ist es natürlich total doof bei der DM zu starten und vorher noch nie einen Schwimmwettkampf absolviert zu haben. Allein zum Start vom Startblock hatte ich schon tausend Fragen :-) . Aber Janina war sehr geduldig und hat mit uns geübt. Wann man auf den Startblock darf, wann und wie man in Position geht, ab wann man nicht mal mehr zittern oder zucken darf und und und. Zwischendurch erzählte sie aus ihrer Jugend-Schwimmzeit  noch “lustige” Anekdoten, damit wir wissen, was alles so schief gehen kann. Super. Das trug jetzt nicht gerade zu meiner Beruhigung bei. Letzten Sonntag bot sich dann Gelegenheit, mal sein Können oder Nichtkönnen in einem Schwimmwettkampf zu testen. In Wittlich fanden die Bezirksmeisterschaften statt. Neben den 5 Kids waren auch 4 Masters ( Klingt gut, gell? ) von uns am Start. Es war super. Eine ganze Schwimmhalle voller Kids und wir Vier.  Neben uns “Alten” waren tatsächlich noch 2 Erwachsene am Start. Klar waren noch mehr ältere Semster in der Halle, aber das waren dann die Kampfrichter oder Trainer ;-) . Und jetzt kommen wir zum Glühwürmchen himself. Es war unglaublich heiß in der Halle. Ich habe geglüht ohne Ende. Voll den roten Kopf. Sehr zur Belustigung der Anderen. Kurz vor meinem ersten Start über 200m Freistil habe ich noch “rumgejammert”, das ich nicht starten kann, weil ich Fieber habe :-) . Aber im nachhinein glaube ich war es neben der Hitze einfach nur die totale Aufregung. Das war so krass. So aufgeregt war ich noch nicht mal beim Schwimmstart in Roth. Sobald ich im Wasser war, war die Aufregung wie verflogen und ich schwamm einfach so vor mich hin. Eine Bahn mal für sich ganz alleine zu haben ist auch ein tolles Gefühl, hihi. Danach hiess es wieder lange warten, da die 400m Freistil erst am Ende der Veranstaltung auf dem Plan standen. In der Zwischenzeit haben wir natürlich unsere anderen Starter lautstark angefeuert. Im “Lauf” über die 400m Freitil passierte leider dass, was ich im Vorfeld schon befürchtet hatte. Julia und ich mussten nebeneinander schwimmen. Mir ist das ja ziemlich egal. Sorgen machte ich mir um Julia, dass sie zu schnell angeht oder so. Wir haben ihr vorher bestimmt hundert mal gesagt, sie soll ihr Rennen schwimmen und nicht nach mir schauen. Das hat sie dann auch hervorragend gemacht. Und was mache ich? Ich schlage doch tatsächlich knapp unter der Pflichtzeit für die DM über 400m an. Und da Janina ihre Pflichtzeit auch schafft, schwimmen wir also in Köln auch noch die 400m. Ich sag doch: Irre. Was den familieninternen “Wettkampf” angeht, habe ich mich revanchiert. Über 50m und 100m hängt mich das Kind ja schon ab, über 400m wird es wohl noch etwas dauerm ;-) . Dafür hat sie noch ein neue Leidenschaft entdeckt – das Schmetterlings-/Delphinschwimmen. Das möchte sie jetzt unbedingt erlernen. Soll sie machen. Dafür bin ich definitiv zu alt :-) .

Fotos folgen sobald ich sie bekommen habe ;-) .