Das Ende

Letzte Woche ging es bei mir in vielerlei Hinsicht um ein Ende.

Das fing an mit dem Ende der Sport-Zwangspause.
Am Dienstag konnte mir Karina als meine Zahnärztin bescheinigen, dass meine körperliche Gesundheit wieder Sport zulässt. Nicht das ich vorher krank war, nur hatte man mir den Zahn, der schon im Juli kurz vor Roth für Ärger sorgte, endlich komplett entrissen. Und sowas macht ja nun wirklich keinen Spaß. Ein Grund für mich ein paar Tage zu jammern. Und Sportverbot hatte ich ja auch (nicht das mir nach Sport zumute war, aber trotzdem darf man ja wohl mal rumjammern :grin: )
Rauchen und Trinken darf man leider auch nicht  :lol: und Essen geht schon gar nicht, also bleibt ja nur Jammern. Und Shoppen. Shoppen kann so tröstend sein. Ein orangefarbener Badeanzug und eine Hose in Orange. Und neue Schuhe. :shock:
Aber Dienstagabend erklärte Karina die Jammer-Zeit für beendet.
Wurde auch Zeit. Das Konto war leer.

Dann beschäftigte mich das Ende meiner sportlichen Laufbahn.
Nein, ich bin nicht verletzt. Völlig gesund (zumindest körperlich). Aber eben bald nicht mehr in der Lage mich selbst fort zu bewegen. 300 Kg Menschen können das nun mal nicht. Und die machen auch keinen Sport.
Mein Untergang: Die neue Sorte Schokolade von Lindt. Vollmilchschokolade mit einer Creme Brulee Füllung. Das ist Folter. Folter von der allerfeinsten Art.
Ich kann nur hoffen, dass ich mich in ein paar Monaten an dieser Schokolade “überfressen” habe. Ansonsten werde ich demnächst hier über das Leben mit Fettleibigkeit berichten.

Und ganz am Schluss kam dann letzte Woche noch das Ende der Wettkampfpause :-)
Am Samstag ging sie los: Die Crosslaufsaison. Und Karina, Kassandra und ich standen in Gladbach bei Wittlich am Start der 7 Km Strecke. Eine wunderbare Strecke. Über die Wiese in den Wald, den Berg hoch und wieder runter und noch mal hoch und wieder runter, über die Wiese und ins Ziel. Genial. Trotz Trainingspause und körperlicher Unzurechnungsfähigkeit war ich doch fast 2 Minuten schneller als letztes Jahr. Und Karina kam kurz nach mir und war auch viel schneller als gedacht. Und Kassandra kam kurz nach Karina und sah noch total locker aus.
Alle glücklich. Alle zufrieden.
Das Leben kann so einfach sein :grin:
Nur das mit den Fotos haben wir vor lauter Freude total vergessen. :roll:

Moselsteig – die Zweite

Diese Trainingswoche begann am Dienstag. Da ich dienstags immer lange Mittagspause habe, beschloss ich nochmal die Strecke des Konzer Wurzelweges zu laufen. Diesmal nicht so zurückhaltend wie beim ersten Mal, aber auch nicht mit “Vollgas”. Es klappte schon viel besser und ich war 5min schneller. Da noch kein offizielles Schwimmtraining ist, bin ich Mittwoch Morgen ins Stadtbad, um ein paar Bahnen zu ziehen. Donnerstag Mittag war das Wetter so toll, dass ich kurzerhand beschloss in der Mittagspause ein Stündchen laufen zu gehen. Diesen Lauf habe ich dann aber ganz langsam und mit möglichst niedrigem Puls absolviert, quasi zur Regeneration mit einem Durchschnittstempo von etwa 8:30min/km. Es fiel zwar schwer sich zurück zu halten, aber ich weiss wie wichtig diese ganz langsamen Läufe zwischendurch sind. Freitag war im Prinzip dann Ruhetag, wenn man mal vom Bogentraining absieht ;-) . Samstag Morgen hiess es wieder früh aufstehen, da das Kind Schwimmtraining hatte. Wir sind natürlich mitgegangen, denn wann hat man schon mal eine Bahn für sich alleine. Das wird sich aber ab November wieder ändern, wenn das Vereinsschwimmtraining wieder beginnt. Zu Hause dann einen schnellen Snack eingeworfen und dann machte ich mich auf, um eine weitere Strecke des Moselsteiges zu erkunden. Diesmal bin ich in Wasserliesch gestartet und in Richtung Nittel gelaufen. Das Blöde war nur, dass zu Beginn gleich mal ein 1,5km-Anstieg mit 200HM bewältigt werden musste. Vielleicht sollte ich mich doch vorher im Flachen warmlaufen. An hochlaufen war nicht wirklich zu denken, da manche Abschnitte doch relativ steil und rutschig waren. Zwischendurch gab es aber kurze Abschnitte, die ich laufen konnte. Kalt war mir jedenfalls nicht ;-). Oben angekommen sah es so aus.

Jetzt ging es 3km bergab. Dabei dachte ich die ganze Zeit, oh man auf dem Rückweg bedeutet das 3km wieder berghoch. Allerdings war es nicht so steil, wie beim Einstieg. Im Wald sah es durch den Nebel schon faszinierend aus, aber etwas gruselig war es auch.

Zumal ich wieder keinen einzigen Menschen getroffen habe. Na gut es war Mittagszeit. Wahrscheinlich haben die ganzen Wanderer bis zum Nachmittag gewartet. Denn die Sonne kam nur sehr langsam durch. Nach einer Stunde bin ich dann wieder umgedreht. Die 3km Anstieg habe ich mit kleinen Pausen auch irgendwie hinter mich gebracht. Aber anstrengender war das letzte steile Stück bergab.

Die Schuhe mussten ganze Arbeit leisten, um nicht den Halt zu verlieren. Nach 12km – 450Hm – 1:52h war ich wieder am Ausgangspunkt.                                                         Der heutige Sonntag war dann wieder Familientag. Direkt nach dem Frühstück stiegen GöGa und ich aufs Rad. Um uns herum wieder dichter Nebel. Also machten wir uns direkt auf den Weg in die Höhe auf der Suche nach der Sonne. Wir mussten nicht weit aber hoch fahren ;-) .

Knapp 2 Stunden lies es sich in der Sonne prima fahren. Als wir zurück waren, war auch der Nebel im Tal verschwunden. Den Nachmittag verbrachten wir bei T-Shirt Wetter in der City, da das Kind im Kino war. Als Belohnung für das sportreiche Wochenende gab es lecker Kaffee, Kuchen und später noch ´ne Viezlimo ( der Film dauerte echt lange oder die haben wieder endlos Werbung vorher gebracht ).

Schade, dass das Wetter ab Morgen schlechter werden soll. Aber an diesem Wochenende haben wir es ja ausgiebig ausgenutzt. Da kann ich nächste Woche auch ruhiger machen, zumal am Samstag der 1. Crosslauf der Mosel-Cross-Serie auf dem Programm steht.

Ugly Destinations?

Vor einiger Zeit rief Christian alle auf, ihre Ugly Destinations zu zeigen. Tja, bis heute habe ich tatsächlich Keine gefunden. Das liegt aber wohl daran, dass wir direkt am Wald wohnen und ich nicht durch irgendwelche Stadtteile oder Industriegebiete laufen muss um in eine Laufrevier zu gelangen. Aber ich suche weiter :-) .  Diese Woche versuchte ich mich zum ersten Mal an einem Teilstück des Moselsteiges.

IMG_4879 Direkt als es hell genug war, machte ich mich auf den Weg. Da ich nicht die Zeit hatte die komplette Strecke von Konz nach Trier zu laufen, beschloss ich nach 1 Stunde umzudrehen und den gleichen Weg wieder zurück zu laufen. Die Ausschilderung ist optimal. Ich hatte mir vorher noch eine Karte besorgt und auf die Garmin geladen. War aber überhaupt nicht nötig. Einen kleinen Schreckmoment gab es, als ein Bussard ziemlich nah über mir kreiste. Ich suchte mir im Unterholz einen langen Stock, wartete bis er weg war und lief mit dem Stock in der Hand ein Stück weiter. An sonsten war ich ziemlich alleine unterwegs. Ok. Es war auch mitten in der Woche morgens um 8 Uhr.

Ich denke ich werde sicher noch andere Abschnitte des Steiges testen. Es ließ sich sehr angenehm laufen und in diesem Bereich waren keine Kletterteile enthalten. Unangenehm waren allerdings die Abschnitte, wo der Weg aus grobem Schotter bestand. Trotz der etwas härteren Sohlen meiner Salomon Schuhe, war es wie eine Fussmassage.

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Am Samstag morgen hatten die Kids wieder Schwimmtraining und Göga und ich sind mit. Offizielles Schwimmtraining ist ja erst wieder ab November. Am Ende standen 2000m lockeres Schwimmen zu Buche. Am Anfang waren noch so langer Schwimmpause die Arme doch ganz schön schwer und das Wassergefühl war natürlich auch noch nicht wieder da. Aber Ende hat es sich schon viel viel besser angefühlt. Nachmittags waren wir mit Freunden verabredet und da nochmal die Sonne rauskommen sollte, beschloss ich, den Weg dorthin zu laufen. So kam ich noch zu einem schönen ruhigen langsamen 12km Lauf.

Fast zeitgleich mit dem selbstgemachte Pizza in den Ofen schieben, erfolgte der Start beim Ironman Hawaii. Wir waren schon den ganzen Tag ganz aufgeregt, den unser Freund Peter startet dort zu ersten Mal. Ganz ungastlich ließ ich den Livestream auf dem Tablet mitlaufen. Ohne Ton natürlich. So und jetzt sitze ich seit 6 Uhr vor dem PC und versuche ihn beim Zieleinlauf zu erwischen. Aber irgendwie hakt das Livetracking und ich verpasse ihn. Nach 12:09:57h hat er es geschafft. Platz 14 in seiner Altersklasse. Alles richtig gemacht. Nicht überpaced und an den Zeitplan gehalten. Vermute ich mal. Offizielle Rückmeldung habe ich natürlich noch nicht. Er hatte gehofft unter den ersten 15 zu sein. Perfekt. Auch Rebecca, die mit uns auf Gran Canaria war, ist inzwischen im Ziel. Jetzt ist auch Zeit für Frühstück und wenn das Wetter heute nochmal mitspielt, gibt es noch eine schöne Radrunde mit der Family.

 

 

 

Off Season?

Ich hatte ja unser Bogensporttrainerin mal versprochen, wenn ich die Langdistanz gemacht habe, komme ich wieder zum Schießen :-) . Damals hatte ich nicht im Traum daran gedacht, das ich jemals mehr als 500m schwimme, 20km Rad fahre und 5km laufe. Naja, Versprechen müssen ja gehalten werden. Also habe ich meinen Bogen wieder ausgepackt, zusammengebaut und bin zum Training gefahren. Im Moment habe ich ja Zeit, ist ja Off Season :-) . Aber da unsere Tochter im Sommer auch mit dem Bogensport begonnen hat und ich sie eh zum Training fahren “muss”, kann ich auch da bleiben und mittrainieren. Tja und heute stand dann schon der erste Wettkampf für Julia und der Erste für mich nach der 4jährigen Pause auf dem Programm.

IMG_4863Und die Ergebnisse? 2 weitere Pokale für die Sammlung :-) . Denn wir haben beide jeweils den dritten Platz in unserer Klasse belegt.

IMG_4873

Toll für Julia. Erster Wettkampf und gleich aufs Podest.

Gelaufen wurde in dieser Woche natürlich auch noch. Und dass sogar in Kurz Kurz. Wahnsinns Wetter diese Woche. Da konnte Frau gar nicht anderes als heraus und ab in den Wald. Zwischendrin gab es zwar ein paar kleine Hindernisse, die aber werder echte Läufer noch echte Mountainbiker aufhalten können.

Eigentlich eine offizielle MTB Wettkampf- und Trainingsstrecke. Irgendwer mag das wohl aber nicht.

Eigentlich eine offizielle MTB Wettkampf- und Trainingsstrecke. Irgendwer mag das wohl aber nicht.

1000 bewegliche Hindernisse. Da hilft nur warten.

1000 bewegliche Hindernisse. Da hilft nur warten.

Im Moment versuche ich auch so oft wie möglich den MTB-Singletrail hinaufzulaufen. Das sind 200m und 40HM. Ich hoffe nur immer, das kein MTB von oben kommt, weil ausweichen ist nicht ;-) . Und auch den “Wurzelweg” baue ich so oft es geht ein, falls ich im November doch beim Lauf starte.

Der Wurzelweg

Der Wurzelweg

Off Season? Viel zu langweilig :-) Und warum nicht noch ein paar Pokale und Medaillen mitnehmen.

Von der Zicke zum Triathlet (wie alles begann)

“Schatz, du fängst an zickig zu werden! Such dir doch eine Beschäftigung oder mach Sport!”
So sagte er. Der Andi. Irgendwann Ende August 2009.
Was war passiert?
Ich arbeitete seit 1 1/2 Jahren im Homeoffice. Meine Arbeit war (und ist es noch) toll und aufregend, aber das war dann auch schon alles.
Im Homeoffice arbeiten bedeutet sehr viel mehr Zeit als vorher (als ich noch 170 km pro Tag fahren musste) und Kontakt zu Kollegen nur über Telefon und Chats. Es bedeutet auch Haare kämmen und Schlafanzug ausziehen nur noch vor Videokonferenzen :lol:
Außer Arbeit gabs irgendwie nix spannendes in meinem Leben. Erschwerend hinzu kam meine bescheuerte Annahme, das Kopfarbeit viel Zucker benötigt. Sehr viel Zucker. Unmengen an Zucker in Form von Gummibärchen und Schokolade.
Ich mutierte also zu einer fetten (mein Gewicht ging straff auf die 90 Kg zu), langweiligen und zickigen Kuh. :roll:
Ich war unzufrieden, hatte mir gerade die 1. Hose in Größe 44 kaufen müssen, und beneidete den schlanken, gut aussehenden Andi um sein tolles Leben außerhalb des Hauses.
Und dann kommt dieser Kerl einfach mit so einem Spruch um die Ecke :cry:
Und was mache ich nun mit der ausgesprochenen Wahrheit?
Man sagt mir Pragmatismus hinterher, und genau so ging ich dieses Problem an. 2 Tage nach dem die Karten auf dem Tisch lagen, telefonierte ich mit dem damaligem Sportwart des Triathlonvereins in Trier.
2 Wochen später stand ich am Beckenrand des Nordbades zum 1. Schwimmtrainung.
Aber das ist eine andere Geschichte :-)

Es geht weiter…

Nachdem ich mich jetzt lange genug “ausgeruht” habe, bin ich wieder im Trainingsmodus. Allerdings ohne genauen Plan, sondern nur nach Lust und Laune und Wetter. Somit habe ich letzte Woche Freitag das erste Mal seit Roth wieder die Laufschuhe geschnürt. Und zwar die Trailschuhe.

Ganz so sauber sehen die Schuhe jetzt nicht mehr aus ;-)

Ganz so sauber sehen die Schuhe jetzt nicht mehr aus ;-)

Denn die Crosslaufsaison ruft. Fürs Erste sollte es eine kleine kurze Runde zum Eingewöhnen sein. Dass es dann doch eine Stunde wurde, lag einfach an dem perfekten Laufwetter. Es ist sehr interessant die ganzen Strecken mal ohne Matsch zu sehen und zu laufen ;-) .

Ohne Matsch.

Ohne Matsch.

Da musste ich doch am Samstag gleich nochmal raus ins Gelände, hihi.

Ein klitzekleines bisschen Matsch habe ich doch noch gefunden.

Ein klitzekleines bisschen Matsch habe ich doch noch gefunden.

Die Beine fühlten sich nach den ersten Läufen an wie Blei. Aber es gibt von Tag zu Tag und Lauf zu Lauf wieder ein besseres Gefühl. Ich denke mal, dass die Grundausdauer trotz der Pause noch vorhanden ist. Allerdings habe ich wegen der Hüfte und der Langdistanz dieses Jahr keine wirklichen Tempoeinheiten gemacht. Da werde ich die nächsten Wochen noch einiges nachholen. Das MTB ist inzwischen auch wieder geländetauglich gemacht und so nutzte ich meine Mittagspause am Dienstag, um im schönsten Sonnenschein eine kleine Runde zu drehen. Man habe ich bergan geschnauft. Als ob ich noch nie Sport gemacht hätte.

Bei der Sonne, MUSS Frau einfach raus.

Bei der Sonne, MUSS Frau einfach raus.

Im November findet hier wieder der Wurzelweglauf statt. Die letzten Jahre war ich immer zum Anfeuern da. Dieses Jahr hatte ich eigentlich vor, zu starten. Nun ja. Ich bin die Strecke am Wochenende gelaufen. Was soll ich sagen, ich bin zwar nicht Vollgas gelaufen, aber ich war ganze 10min langsamer als der Letzte im Vorjahr. Gut es sind ja noch ein paar Wochen :-) . Ausserdem werde ich in nächster Zeit noch 1 bis 2 mal die Woche zum Bogensporttraining gehen und wohl die Winterwettkampfsaison mitbestreiten. Es gibt also viel zu tun. Naja, Langeweile zu haben ist ja auch doof. Ausserdem habe ich demnächst auch noch meine Abschlussprüfung einer Fortbildung. Und was gibt es besseres als Ausgleich und Entspannung als ein paar Ründchen im Wald. Das mit den Lernkilometern, wie Anna sie beschieb habe ich aber noch nicht ausprobiert :-) .

 

Es geht doch!

Nach Köln letzte Woche war meine Triathlonsaison ja gelaufen.
Dachte ich zumindest bis Montag.
Dann erfagte die charmante Führerin aus Gran Canaria, die ebenfalls auch Mannschaftsleiterin unserer Damenmannschaft ist, meine Teilnahme beim Liga-Saisonabschluss in Remagen.
Die jungen, schönen und schnellen Damen unserer Mannschaft hatten einen guten 4 Platz erkämpft, den es zu verteidigen galt oder, den man sogar noch gegen den 3. Platz tauschen könnte.
Hallo??? Hat mal jemand meine Schwimmzeit und Laufzeit in Köln angeschaut???
Wie um Himmels Willen soll man mit sowas um einen 3. Platz kämpfen? In der Treibholzliga? :?:
Egal, 4 Mädels (jung, schön und schnell – ich will nicht drüber nachdenken welche  dieser Eigenschaften mich ausschließen :lol: ) sollten an den Start gehen und mindestens 3 davon ins Ziel kommen, alles ist besser als keine Punkte und raus aus der Wertung.
Ist ja nur ne Kurzdistanz.
2800 m Schwimmen im Rhein. Klingt viel, aber auch Treibholz wird von dieser Strömung weggetragen. Zum Überleben wird es reichen. Und nach der Schmach von letztem Sonntag und dem Angebot von Scherzkeks Helmut, ich solle doch die Bahn beim Schwimmtraining wechseln weil ich müsste ja erst mal Schwimmen lernen, konnte es ja quasi nicht mehr schlimmer kommen.
44 km Rad auf einer als “sehr anspruchsvollen” ausgeschriebenen Radstrecke. Laut gpsies soll die Strecke 600 HM haben. Laut Scherzkeks Helmut aber gut zu fahren sein. Wir werden sehen …
Und dann 10,5 km Laufen. So ziemlich genau die Hälfte von letztem Sonntag.
Das wird schon.
Gestern dann also mit der Mannschaft (2 Männermannschaften und die Damen) nach Remagen. Inzwischen war auch klar, das wir doch nur 3 am Start der Damenmannschaft hatten. Also Aufgeben, Pannen haben, schlapp machen, all das war nicht. Die Parole war: Ab ins Ziel und zwar so schnell wie möglich.
Schnell ist ja relativ.
Tatjana und Mareike, meine beiden Mitstreiter, gingen das erste mal überhaupt eine Kurzdistanz an. Alle Mannschaftswettkämpfe dieses Jahr waren Sprintdistanzen. Und beide sind noch ziemlich neu im Triathlonzirkus.
Mit dabei in Remagen war auch die weltbeste Physiotherapeutin. Eigentlich auch schon im Offseason Modus, aber wenn der GöGa Ironpeter startet (Peter ist wirklich ein Ironman. Oder besser DER Ironman. Er macht Langdistanzen so regelmäßig wie andere 10 Km Läufe :lol: und bald startet er auf Hawaii. ), dann macht auch Gabi lieber mit, als einfach nur daneben zu stehen.
So standen wir alle zusammen gut gelaunt auf der Rheinfähre und warteten auf den Start. Wie immer durften die Männer vor uns starten (das Beste hebt man sich ja immer für den Schluss auf :grin: ).
Und los gings.
Was soll ich sagen?
Köln, Gummiarme, schlappe Beine und Max Puls als Dauerzustand waren letzten Sonntag.
Und diesen?
Schwimmen: super einfach, gleichmäßig, ruhig und trotzdem gute Zeit.
Rad: was eine traumhafte Helge-Strecke! Lang seicht ansteigend und lang runter rasen. Und das 2 Mal! Herrrrrrlich! Frische Beine und lachendes Herz. Scherzkeks Helmut hatte Recht gehabt (ich gebs aber ungern zu :lol: )
Laufen: Gutes Gefühl, gute Beine. 10,5 Km alles was ich hatte und das waren dann doch noch im Schnitt 5:15. Sowas bin ich seit dem zeitigen Frühjahr nicht mehr gelaufen. Keine Müdigkeit, keine Erschöpfung. Wahnsinn!
Kurz und knapp:
Spaß von Anfang bis Ende!
Nach 2:48 ins Ziel und keiner musste lange warten und der Hammer ….
Wir haben uns doch tatsächlich den 3. Platz gesichert in der Liga Wertung der Damen !!!
So konnte ich doch noch die jungen, schnellen und fleißigen Mädels unterstützen.
Der alte langsame Hase war nicht ganz so langsam wie befürchtet :lol:
Also bin ich doch nicht nur jung und schön ;-)
Tja, so ein Start für eine Mannschaft gibt dann nochmal die extra Portion Motivation.
Toller Tag! Viele liebe Freunde getroffen. Und endlich mal wieder Zeit zum Quatschen und Sporteln mit der weltbesten Physiotherapeutin.
Voll schöööön :-)

Und wieder was zum merken:
Mannschaftstriathlon macht voll die Laune!
Eine Kurzdistanz ist kurz
Zwei Sonntage haben manchmal nur den Namen gemeinsam

Und für den Rest des Jahres werde ich Sport auf 1 – 1 1/2 Stunden am Stück beschränken. Kurz und knackig.

Von schei … Ideen und toten Fischen

Triathlon Weekend in Köln.
Andi und ich das ganze Wochenende in Köln. Samstag war der Andi bei der Olympischen Distanz am Start und Sonntag ich bei der Mittel Distanz.
Mit uns waren noch viele Freunde und Bekannte dort. So zum Beispiel Trainer Jens und DJ Gerd. Beide ebenfalls unterwegs auf der MD. Und Henrik wollte seine erste Langdistanz angehen.
Freitag abend also schon mal gemeinsames Abendessen mit den angereisten Freunden, die ebenfalls auf der OD starten wollten.
Samstag morgen um 7 Uhr raus und erstmal ordentlich frühstücken. Ich hatte eh schon etwas Sorgen wegen meiner Kohlehydratspeicher. Die waren nach ein paar eher stressigen und unhungrigen Tagen wohl eher leer als voll. Aber mir blieb ja noch der Samstag zum Auffüllen :-)
Auf zum Fühlinger See, Andis Rad einchecken, Freunde treffen, die bereits gestarteten Leute anfeuern. Es gab mehrere Startgruppen für die OD und die Sprint. Und überall waren Leute dabei, die wir kannten. Es war ziemlich schwierig, jeden zu sehen. Dann gings zu Andis Start. Mit dabei Daniel und Ronny.

Vor dem Start.

Vor dem Start.

Andi kam so schnell wieder aus dem Wasser, das ich echt sprachlos war. :shock:
Hatte er abgekürzt? Oder übt der heimlich?
Mit DJ Gerd und Jens und der großen lauten Kuhglocke ging es ab zur Radstrecke. Dort mussten alle ziemlich oft vorbei und so konnten wir jeden gut anfeuern. Und inzwischen war auch die nächste Gruppe gestartet und von allen Seiten kamen sie und … puh, was ein Stress.
Dann ab zur Laufstrecke. DJ Gerd zeigte mir noch schnell das Rad, was er sich demnächst zulegen will. Allerdings musste ich bei all den technischen Details passen. Davon versteh ich ja gar nix. :lol:
Aber schick sieht es definitv aus. Und schnell wird es wohl auch sein.
An der Laufstrecke haben wir dann alles gegeben. Inklusive der großen Kuhglocke, die man rund um den See hören konnte, und verwunderten Passanten, die es toll fanden, das wir fast alle Läufer persönlich kannten :grin:
(Wir haben das natürlich aufgeklärt mit den Namen auf der Startnummer.)
Andi kam nach 2:35 ins Ziel und hat seinen Plan, schneller sein als 2012, ohne Schwierigkeiten umgesetzt. 9 Minuten konnte er rausholen. Und 2 davon beim Schwimmen. Und das komplett ohne Schwimmtraining :shock:
Mir gehen langsam die Argumente aus.

Andi strahlt im Ziel

Andi strahlt im Ziel

Als alle im Ziel waren, ging ich mein Rad holen und einchecken für den nächsten Tag. Dann holten wir Andi’s Rad und fuhren zurück nach Köln. Kurz duschen und dann zum Essen. Wir waren WIEDER total ausgehungert. Ich hatte so gut wie nix gegessen diesen langen Tag über. Aber Essen wird ja auch total überbewertet.
Sonntag morgen nach dem Frühstück ab zum Fühlinger See.
Ich fühlte mich total unfit. 7 Wochen waren seit Roth vergangen und ich hatte bis auf eine Radausfahrt komplett auf lange Einheiten verzichtet. Ich hatte ja nur nach Lust und Laune trainiert. Eine MD ist ja auch nur nur halb so lang wie die Langdistanz. Naja, ich hoffte ganz einfach, es würde reichen.
Die Idee – einfach loszulegen, alles was geht. Mal sehen, wie weit man damit kommt.
Schon nach den ersten 100 Metern im Wasser war mir klar, das das Ganze eine Scheiß Idee war. :roll:
Der Start war Mittags um halb 1, das Frühstück war viele Stunden her, ich hatte vorausschauender Weise vergessen, mir IRGEND ETWAS zu essen mitzunehmen und es war kein einziger vernünftiger Riegel mehr aufzutreiben (Andi hat alles versucht). Aber, das kennen wir ja schon, Essen wird total überbewertet.
Aber trotzdem schwamm ich einfach mal mit Vollgas los. Oder? Naja, zumindest fühlte ich mich so, als würde ich mit Vollgas schwimmen :lol:
Schon vor der Wende der 1900 m Strecke war ich gefühlt tot. Fertig!
Bis zum Schwimmausstieg glaubte ich, es nicht mehr zu schaffen.
Ich hab es geschafft, gerade so kurz vor dem Ertrinken aus dem Wasser. Ein Blick auf die Uhr (die ich diesmal tatsächlich bei mir hatte) und ich war geschockt! War ich die Strecke doppelt geschwommen?
Auf dem Rücken?
Oder geht nur die Uhr falsch?
Egal, ab in die Wechselzone und ab auf’s Rad. Es sind ja nur 90 Km.
Die Strecke ist total unerotisch, langweilig, flach und eben nicht mein Ding. Wer hatte nochmal diese scheiß Idee hier zu starten? :???:
Ich blieb bei meinem Konzept einfach loszurasen ohne Rücksicht auf Verluste. Ich hatte einen Puls wie das ganze Jahr noch nicht. Es gab keine Markierungen an der Strecke und ich hatte keinen Tacho. Also hatte ich keine Ahnung wo ich war. Beim zweiten Blick auf meine Uhr las ich nur: Batterie zu schwach. :lol: Wahnsinn. Soll man da lachen oder heulen?
Irgendwann kam Gerd an mir vorbei. Und dann war er auf und davon.
Dann kam auch Patrick, der hier ab und zu mitliest und kommentiert, an mir vorbei gerast. So schnell, das ich fast sprachlos war :lol:
Ich fühlte mich nicht schlecht. Nur eben grotten langsam. Ich holte alles aus meinen Beinen raus. Und hatte das Gefühl nicht vorwärts zu kommen.
Irgendwann sind aber auch 90 Km vorbei. Interessanterweise traf ich Gerd in der Wechselzone. Nanu?! Hatte Gerd nachgelassen? Oder war ich doch gar nicht so langsam?
Ich versuchte mir noch alles essbare zu schnappen, was meine Beutel hergaben und lief los. 21 Km. Die gehen immer.
Schon wieder so ne scheiß Idee. :roll:
Das Laufen fühlte sich noch schlimmer an als das Fahren. Aber ich kam irgendwie vorwärts.
Andi stand an der Strecke und durch die Streckenführung begegnete man auch allen anderen Läufern immer wieder. Ich sah Gerd immer vor jedem Wendepunkt und Tobias, ein Freund, der in Köln wohnt, sah ich immer nach jedem Wendepunkt. Und ich hörte ihn :lol:
Wir begrüßten uns lauthals und ganz ehrlich, es tat gut zu wissen, das die anderen auch litten. Geteiltes Leid ist und bleibt nun mal halbes Leid.
Das Laufen war schlimm. Ganz ehrlich. Es war lustig, wegen der anderen und wegen der vielen Begegnungen, Unterhaltungen und so. Aber es tat wirklich wirklich richtig weh. Mein Körper hatte mir längst den Stinkefinger gezeigt und nur mein Kopf war noch verantwortlich für den aufrechten Gang. Nach 13 km kam ich wieder an Andi vorbei und fiel ihm in die Arme. Und es war so verlockend einfach da stehen zu bleiben. Aber nein! Aufgeben kannste bei der Post! Hier wird gekämpft!
Zwischen km 14 und 15 musste ich gehen. Ich war einfach nur völlig ohne Kraft. Ich wollte mir eine Pause gönnen. Bei dem Gedanken daran, das hier Leute unterwegs waren, die die Langdistanz machten und ja wahrscheinlich viel mehr leiden als ich (ich traf immer wieder Henrik, und er hatte noch einen ganz schön langen Weg vor sich), lief ich wieder an und beschloss, das ich das jetzt durchziehe. Ich kam an der Stelle vorbei, wo ich in Runde 1 gestürzt war. Da stand jetzt eine Pylone. Ich hoffte, die hatten die nicht wegen mir hingestellt. War eh zu spät für mich, ich hatte schon ausreichend Schürfwunden abbekommen :-(
Als ich nach der letzten Wende (Km 17) an Tobi vorbei lief, sagte er mir, er sei am Ende. Ich antwortete ihm, ich sterbe gleich. Daraufhin lief ein Mann neben mir und meinte, er auch, er denkt, wir könnten die verbleibenden 4 km auch zusammen sterben :lol:
Das sind Triathleten :-)
Wir liefen ca. 1,5 km zusammen es war wirklich sehr unterhaltsam. Aber dann musste ich ihm mitteilen, das ich ihn doch ziehen lassen müsste, ich konnte einfach nicht mehr mithalten.
Das zweite mal Wendeltreppe zur Brücke hoch ging ich auf allen vieren. Noch 1 km und ich lief über die Brücke und konnte mich ehrlich kaum auf den Beinen halten, aber ich freute mich wie ein Rookie darauf, endlich ins Ziel zu laufen.
Nach 5:55 wankte ich ins Ziel, fiel Gerd, Jens, Tobi (der kam ein paar Sekunden nach mir) und Andi um den Hals und musste mich sofort ins Gras legen.
Ich wollte einfach nur noch liegen.
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Mein Gott war ich fertig! Und glücklich. Man muss schon ziemlich kaputt im Kopf sein, das man sowas freiwillig macht. Und Spaß dran hat.
Patrick war längst im Ziel. Glückwunsch an dieser Stelle zu seiner 1. gemeisterten Mitteldistanz :-).
Henrik, finishte seine 1. Langdistanz in 11:58 und war überglücklich und ebenfalls völlig fertig im Ziel :-)
Glückwunsch zum Ironman!

Merke:
-
wären der Andi und ich am 7.9.2014 zusammen bei der MD an den Start gegangen, dann wäre Andi wahrscheinlich eher aus dem Wasser gekommen.
- tote Fische hätten mich auch überholt
- Schwimmen wird total überbewertet

- lange Einheiten werden ebenfalls total überbewertet. Zumindest wenn man den Sonntag auf der Couch verbringt
- bei Vorhaben wie MD haben sich Training und lange Einheiten als wichtig erwiesen

- auch eine MD ist lang

- 21 km “gehen” immer. Aber manchmal gerade so.

- “eine Uhr” mit leerer Batterie ist gleichzusetzen mit “keine Uhr”

- leere Kohledydratspeicher sind voll der Mist
- Essen wird NICHT überbewertet

- nicht jeder Helge ist ein Mann!

- jeh härter das Rennen, desto schöner das Finish :-)

Wieder zurück…

Hallo zusammen,

nun bin ich auch wieder da. Nach dem Abenteuer Roth folgte nun das Abenteuer Kenia. Wir sind ziemliche Afrika Fans und waren jetzt zum vierten Mal dort. Nach einer Woche Safari gab es noch 4 Tage Hotel und Strand. Ich bin sogar an 3 Tagen jeweils 1 Stunde im Pool geschwommen. Möchte gerne wissen, was die Leute auf ihren Liegen da so dachten. Obwohl so viele Gäste gab es gar nicht. Leider bleiben seit den Überfällen, Anschlägen und Ebola die Touristen aus. Was sehr schade ist. In einem der Zeltcamps waren wir sogar die einzigen Gäste. Wir fühlten uns die ganze Zeit sicher. Helge und Andi wollten uns ja in eine 4wöchige Ebola-Quarantäne schicken, bevor wir uns wieder treffen. Aber völlig unnötig ihr Lieben, denn zum einen wurden alle Flüge aus Westafrika nach Nairobi gestrichen und zweitens sind wir völlig unbeschadet durch die Kontrolle am Frankfurter Flughafen gekommen :-) .Bis zum Oktober werde ich nur nach Lust und Laune sporteln. Vielleicht werde ich auch an der Wintersaison im Bogenschiessen teilnehmen. Denn vorerst steht nichts Größeres an. Helge hat ja schon geschrieben, dass wir im nächsten Jahr den Inferno Triathon mit Frank und Andi als 2er Teams bestreiten wollen. Also dann. Ich bin zurück. Weiter gehts. Hier gibt es noch ein paar Fotos :-) .

Der himmlische Berglauf

Eine tolle Woche in den schweizer Alpen liegt hinter uns.
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.
Letzten Sonntag machten der Andi und ich uns auf den Weg nach Mürren in der Schweiz. Die Berge! Die Berge sind so wahnsinnig schön, das ich gar nicht aufhören kann, hinzuschauen. Der Andi musste schon einiges aushalten, weil ich eine Woche lang aller 5 Minuten eben genau diese Schönheit der Berge lauthals bekunden musste :lol:
In den letzten Wochen hatten die Berge sehr schlechtes Wetter zu bieten. Regen satt und Kälte. Letzte Woche aber gab es eine Auszeit. Wir reisten im Sonnenschein an.

20140817_180851

Angekommen

Montag: Streckenbegehung der letzten 8 KM des HM. Steil, steiler, und noch steiler gehts da hinauf zum Schilthorn. Das steilste Stück heißt Kanonenrohr und dort komme ich nur mit Anlauf rauf :lol:

Dienstag: besuchten wir Trainer Marc und Tanja auf dem Campingplatz. Marc , der den Inferno Triathlon schon 10 mal gewonnen hat, startete am Samstag beim Inferno Triathlon in der 2er Staffel.

Mittwoch: Ich wollte endlich auf den Kamm. Der Kamm hatte es mir angetan.

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Man sieht diesen Bergkamm von der Seilbahn aus

Also kletterten wir auf 2400 meter hoch, lernten Murmeltiere kennen und hatten unterwegs echt Probleme bei dichtem Nebel den Weg zu finden. Als wir dann oben waren und über diesen Kamm wanderten, musste ich feststellen, das ein Kamm oder Grat eben auch sehr sehr schmal sein kann :roll:
30 cm und auf beiden Seiten Abgrund :shock:
Andi konnte sich nur über den typisch weiblichen Enthusiasmus amüsieren.
“Oh wie schön, ein Grat, wie toll, ich will da hin!”
“Oh Shit, ein Grat! Hilfe, Abgrund! Oh Gott, Hilfe, ein Grat!”
Ich habs überlebt (grad so :lol: ) und bin auf diesem Grat von oben nach unten gelaufen und dann haben wir uns an den Abstieg gemacht.

Donnerstag: Wir hatten uns mit Tanja, der charmanten Bergführerin, verabredet, um Rennrad zu fahren. Halt ganz so wie auf Gran Canaria. Leider wurde Tanja krank und so vereinbarten wir, nur am späten Nachmittag eine kleine Runde zu drehen.
Andi und ich fuhren etwas eher los. Später kam Tanja dann dazu. So legten wir lockere 40 Km bergauf und bergab (was anderes gibt es dort nicht :-) ) zurück und am Abend gab es noch ein Treffen mit meiner Schwester, die mit ein paar Freunden dort angereist war.

über den Wolken

über den Wolken

Freitag: Essen, Seilbahn fahren, Fotos machen, Essen, Schlafen, Fun Triathlon in Mürren anschauen, Freunde treffen, Essen, Schlafen … mehr war an diesem Tag nicht los :grin:

Blick von der Terrasse

Blick von der Terrasse


Samstag
: Wettkampftag. Andi, Heike und ich machten uns auf den Weg ins Tal zum Start des HM. Heike war letztes Jahr schon dabei und hatte sich das ganze Spektakel aus der Nähe angesehen und da Heike schon fast ein alter Marathonhase ist und außerdem auch gerne in den Bergen wandert, wollte sie dann dieses Jahr auch dort starten. Ziel war das Finishershirt.
Ich war ganz guter Dinge, es sollte ein schöner, lockerer (sofern das bei diesem HM möglich ist) Landschaftslauf werden. Ich wollte laufen wie ich mich fühlte, kein Stress, keine Zeit. Das Wetter allerdings sollte zumindest oben auf dem Berg alles andere als schön sein. Nebelig und kalt (bis -5 Grad, wie uns am Start mitgeteilt wurde).
Der Start. Andi war bald nicht mehr zu sehen. Und für mich fühlte sich alles nicht gut an. Vielleicht hätte ich das eine oder andere Zeichen eher deuten müssen, aber es ging mir ja gut, ich vermutete hinter dem leichten Schnupfen der Tage davor oder den leichten Magenproblemen am Morgen nichts Ernstes. Auch ignorierte ich, das ich von Anfang an einen Puls hatte, der definitiv nicht zur Geschwindigkeit passte. Jedenfalls hatte ich nach ca. 6 Km ein Ohr komplett zu. Ein unschönes Gefühlt, aber schlimmer noch ist es wenn beide Ohren zu gehen. So geschehen bei Km 9. Da hat man ja so das Gefühl, das man im eigenen Kopf gefangen ist :shock:
Schrecklich!
Kaugummi und Fruchtgummi kauen half nix, meine Nase, meine Ohren und mein ganzer Kopf waren einfach nur zu. Als ich erste Gleichgewichtsstörungen bemerkte, schickte ich Heike los und ging eine Weile. Irgendwann trabte ich wieder an, es war aber klar, das ich nur bis Mürren, wo meine Schwester wartete, laufen würde. Man muss ja schon ein bisschen bekloppt sein, um so einen Lauf zu machen, aber körperlich sollte man sich doch bester Gesundheit erfreuen um bei Nebel und Kälte noch 8 Km und 1300 HM zu überwinden. Und gesund war ich nun wirklich nicht. Also schnell zur lieben Schwester, ein paar trockene Sachen anziehen und dann gemeinsam mit ihr zur Seilbahn, um die anderen auf dem Schilthorn zu empfangen.

Oben ging ich erstmal meinen Kleiderbeutel holen und zog alles an, was ich dabei hatte. Es war einfach nur ungemütlich windig und kalt. Ich meldete mich dort oben auch ordnungsgemäß ab, nicht das man irgendwann noch ein Rettungsteam losschickt, um mich zu suchen.
Andi hatte letztes Jahr 4:15 gebraucht für die Strecke. Dieses Mal wollte er die 4 Stunden knacken. Er war ohne Uhr unterwegs und irgendwie war mir klar, wenn er mal läuft ohne zu zögern, dann wird das gut :-)
So wartete ich schon nach 3:40 oben an den letzten Stufen. Und siehe da, nach 3:41 kommt der Andi. Stolz wie Oskar, noch total frisch sah er aus, und gefreut hat er sich wie ein Honigkuchenpferd. Und das, obwohl er noch nicht mal die Zeit wusste. Als ich die ihm sagte, wollte er es erst mal nicht glauben. Und irgendwann, nach Realisierung, manifestierte sich ein dickes breites Grinsen in seinem Gesicht. Andi, die alte Bergziege, hat sich selbst so richtig überrascht :grin:
Und nicht viel später kam Heike, anscheinend auch eine Bergziege :lol:
Nach 3:56 kam sie oben an unter unserem Jubel und holte sich das lang ersehnte Finishershirt.
Hammer, die beiden.
Abends waren wir noch alle zusammen essen. Meine Ohren waren immer noch zu und ich fühlte mich auch nicht mehr wirklich gesund, aber alles nur halb so wild.
Trainer Marc gewann an dem Tag mit seiner Teamkollegin die Teamwertung beim Triathlon und zumindest bis Abends hielt das Wetter so, das die ganze Veranstaltung stattfinden konnte. 1 Tag später hätte das Ganze ganz anders ausgesehen.

Sonntag:
Es regnete, und es war kalt ohne Ende. Wenn der dichte Nebel mal den Blick auf die Berge frei gab, dann sah man, das Schnee gefallen war. Das Schilthorn war weiß.
Ich war etwas traurig, weil es wieder heim ging, weg von den Bergen. Aber wenigstens sah ich die Berge nicht, das machte es einfacher :-(
Ich war ein bisschen kränklich, verschnupft und so, aber zumindest den Ohren ging es besser. Und Andi, der noch immer an ein Honigkuchenpferd erinnerte, fühlte sich so wohl, das er mich den ganzen langen Weg nach Hause fuhr.
Es war ein toller Urlaub. Und auch, wenn ich nur 13 km mit 800 HM zurückgelegt habe beim Halbmarathon, die Entscheidung den Lauf zu beenden war keineswegs schwer gefallen. Es gab nämlich keine andere Option. Zumindest keine kluge :-)
Außerdem kommen wir ja wieder. Nächstes Jahr wollen wir uns an die Zweierstaffel des Inferno Triathlons wagen. Da wollen dann auch Karina und Frank wieder mit dabei sein.
Und wenn ich irgendwann ganz den Verstand verloren habe, mache ich den Inferno mal im Ganzen. 2017!. 3,1 Km Schwimmen , 97Km Rennrad mit 2145 HM, 30 Km MTB mit 1180 HM und am Schluss noch den himmlichen Berglauf. Alles am Stück. So ist mal der Plan :lol:
Noch Fragen?