Freud und Leid …

… liegen oft so nah beieinander.
Leiden muss im Moment Karina. Sie hat ziemliche Probleme mit der Hüfte. So das die eine oder andere Trainingseinheit ersetzt werden muss oder ganz ausfällt. Die weltbeste Physiotherapeutin tut was sie kann, und manchmal gibt es Momente, wo es besser wird. Dennoch ist es nicht gut. Und ein MRT wird Anfang Mai hoffentlich etwas Licht ins Dunkel bringen.
Laufen geht gar nicht, dafür wird im Wasser gejoggt, Radfahren geht, aber ganz schmerzfrei ist es auch nicht.
Karina muss jetzt abwarten und fleißig dehnen und vernünftig sein und wir anderen können nur Daumen drücken, beten oder was eben sonst noch alles hilft.

Das Alles trübt etwas die Freude, die ich gerade beim Radeln, Schwimmen und Laufen verspüre. Nächste Woche fängt mit dem 1. Wettkampf quasi die Saison an. Halbmarathon in St. Wendel. Ein neue Bestzeit ist fällig. Also das hoffe ich zumindest mal. Oder sagen wir mal so, ich werde die Bestzeit einfach mal ganz unverschämt angehen.
Andi wird den Marathon in St. Wendel laufen und möchte ebenso eine neue Bestzeit laufen. Und so, wie er im Moment drauf ist, sollte das klappen :-) .
Diese Woche hatte sportlich wieder einiges zu bieten. Erwähnenswert davon auf jeden Fall meine Niederlage gegen Karinas Tochter Julia im 25m Sprint im Wasser. Und dabei war ich wirklich schnell. Wahrscheinlich schneller als jemals zuvor. Aber trotzdem absolut chancenlos :lol:
Heute gab es dann eine schöne 110 km Tour durch Luxemburg mit TriPost Engel Natalie, Karina und Gerd (und mir). Wir sind Teile der Ironman 70.3 Strecke gefahren, was sehr angenehme Erinnerungen an letztes Jahr weckte.
Irgendwann mussten wir an einem Kaffee anhalten und nach Sicherheitsnadeln fragen. Ich konnte einfach so nicht weiter fahren, meine Hose drohte von den Hüften zu rutschen. :shock: Was ein sehr unangenehmes Gefühl beim Radfahren ist. Einmal aus dem Sattel raus und man hat die Hose auf halb 8 hängen :lol:
Jedenfalls half uns eine sehr nette Luxemburgerin mit zwei überdimensionalen Sicherheitsnadeln und Karina und Natalie klemmten mir die Hose damit fest.
Puh, was für eine Erleichterung.
Die Hose muss nun wohl etwas enger gemacht werden bevor ich diese nochmal anziehe.
Bei der Kaffeepause in Remich lernten wir dann noch einen etwas älteren Radler kennen, der wohl froh über etwas Unterhaltung war :-)
Es war mal wieder eine wunderschöne Tour. Nur wie ich meiner Sonnenbrille auf dem Parkplatz den Todesstoß versetzte, das kann ich keinem erzählen, das wäre ganz einfach zu peinlich :oops:

wohlverdiente Kaffeepause

wohlverdiente Kaffeepause

Gran Canaria Tage 11-13

Endlich wieder Ruhetag ;-) . Der Plan sah für diesen Tag eine Laufanalyse vor und eventuell noch schwimmen, da Stadion und Schwimmbad nebeneinander lagen. Helge und ich wollten allerdings nicht laufen und so fuhren wir (mit dem Rad :-) ) direkt zum Schwimmbad. Wir schwammen einfach so vor uns hin, ohne Plan. Wir wollten nur die Beine lockern und nach 1500m stiegen wir wieder aus dem Becken und legten uns noch ein bisschen in die Sonne. Es gab zwar einige schöne grüne Rasenflächen, allerdings durften wir uns nicht dort hinsetzten :-( . Es war halt ein Sportschwimmbad und kein Spassbad, grrr. Bevor wir uns auf den Rückweg machten, hiess es wieder mal anstehen und den blöden Chip zurückgeben. Diesmal hat es nur 20min gedauert… Am Nachmittag machte ich mich nochmal auf den Weg zum Strand, denn ich wollte unbedingt mal in die Dünen von Maspalomas gehen.

Das Gehen in dem tiefen Sand war ganz schön anstrengend, dabei war doch Ruhetag. Nach einer Stunde sonnen am Strand fühlte ich mich wie ein paniertes Schnitzel. Es war ziemlich stürmisch. Und nachdem der Hotelkaffee für mich nicht geniessbar war, machte ich mich auf die Suche nach einem netten Cafe. Ausserdem hatte keine Lust auf irgendwelche Rettungsaktionen und Reanimationen. Denn obwohl der Strand wegen zu hoher Wellen und zu starker Strömung zum Baden gesperrt war, gab es trotzdem Id…, die sogar mit Kindern ins Wasser sind. Echt unglaublich. Nachdem ich dann die typische Touri-Zone, wo wahrscheinlich das Gesundheitsamt wahre Freude hätte, verlassen hatte und noch etwas weiter gegangen bin, gab es wirklich saubere und einladende Restaurants und Cafes.

IMG_3592So, jetzt war ich optimal vorbereitet für den nächsten Tag – den Tag der “Königsetappe” :-) . Die Tour sollte über ca. 150km und 3400HM gehen und trug den Namen “Tal der Tränen” . Ich machte mich ziemlich zeitig zum Frühstück auf, da ich 15min vor den Anderen losfahren wollte. Wir hatten ausgerechnet, dass sie mich dann ungefähr am Saftpass eingeholt haben müssten. Dort wollte ich dann entscheiden, ob ich zurück fahre oder die ganze Tour mitmache. Denn wenn man am Saftpass weiter fährt, gibt es kein zurück. Danach geht es nämlich ziemlich steil wieder runter bis auf quasi 0m. Unsere Rechnung ging auf. Ich konnte ziemlich entspannt und in meinem Tempo bis zum Saftstand hoch fahren. Die Anderen holten mich kurz vorher ein. Ich beschloss weiter zu fahren, da ich mich ziemlich gut fühlte. Nach einer kleinen Stärkung ging es also erstmal wieder komplett runter. Und dann? Dann ging es 30km einfach nur noch berghoch. Falls mich jemand gefragt hätte, wie ich die Gegend fand, hätte ich nicht antworten konnen. Ich habe einfach nur stumm vor mich auf den Asphalt oder das Vorderrad geschaut und gekurbelt und gekurbelt. Hinter jeder Kurve, von denen gabe es ziemlich viele, hoffte ich, dass es wenigstens ein kurzes gerades Stück gibt. Aber nix da. Immer nur rauf,rauf,rauf – wie Helge sagen würde.

2014-03-24 12.40.37

Foto von Arno gemacht.

Nach endlosen Stunden ;-) kam ich dann oben an. Also dachte ich zumindestens. Aber laut meiner Uhr fehlten immer noch 500HM. An einer kleinen Tankstelle füllten wir erstmal unsere Flaschen und Speicher wieder auf, bevor es nochmal etwas höher ging. Das “Schlimmste” hatten wir hinter uns.

IMG_3603Als krönenden Abschluss wartete dann noch die Asphaltblase, dann war es geschafft. So richtig Kraft hatten wir nicht mehr, um es bergab locker rollen zu lassen. Die Konzentration und Koordination hatte schon ziemlich nachgelassen. So sind wir etwas verhaltener als sonst die letzten Kilometer zurück gefahren. Den Koppellauf haben wir mental absolviert, hihi. Wir sind glaube ich fast geplatzt vor Stolz, die Tour geschafft zu haben. Ich bin glaube ich den ganzen Abend mit einem breiten Grinsen im Gesicht umher gelaufen. 148km , 3400HM und 8:40min reine Fahrzeit.

Tal der TränenTal der Tränen KarteFalls sich jemand wegen den Anfangspunktes wundert. Ich hatte mal wieder vergessen, die Uhr zu starten. Wie einem solch eine Tour zusetzt, habe ich dann beim Abendessen gemerkt. Ich hatte keinen Hunger und musste mich zum Essen zwingen. Vernunftessen sozusagen. Wobei das Essen im Laufe der 2 Wochen eher zur reinen Energieaufnahme wurde, als das es noch was mit Genuss zu tun hatte. Trotzdem bin ich etwa um 3 Uhr nachts aufgewacht und hatte so einen Hunger, dass ich mir einen Energieriegel und einen Snickers einverleibt habe ;-) .  Für den folgenden Tag stand die Abschlusstour für alle gemeinsam auf dem Plan. Da mein Kopf und meine Beine überhaupt gar nicht für Radfahren waren, entschloss ich mich, im Hotel zu bleiben. Denn was für die Anderen lockere 65km mit 1000HM waren, wäre für mich in ihrem Ausrolltempo immer noch zu schnell gewesen. Ich war aber nicht die Einzige, die nicht mit fuhr. Da ich aber den letzten Tag nicht einfach nur so verstreichen lassen wollte, war ich 45min Laufen, ein bisschen im Pool abkühlen und habe auf der Terasse ein  Stretching mit den neuen von Jens gezeigten Übungen absolviert. Bei diesen Verrenkungen wurde ich die ganze Zeit von einem Herren im Bungalow gegenüber beobachtet, der es sich in einemTerassenstuhl gemütlich gemacht hatte. Zumindestens so lange, bis seine Frau auftauchte und er rein musste, hihi. Inzwischen war auch der Rest wieder zurück und wir beschlossen, die Räder abzugeben und noch ein lecker Eis essen zu gehen. Lustig war, dass ich die Einzige war, die mit Helm erschien. Denn die Anderen wollten die Räder schieben statt fahren. Also habe ich den Helm wieder zurück gebracht und wir sind zu Fuss die Rennbikes schiebend die 1,5km zum Verleih. Wobei man uns sofort als Triathleten erkannte. Warum? Tja, als Triathlet hält man sein Bike beim Schieben immer am Sattel und nicht am Lenker. Allerdings weiss ich auch nicht hundertprozentig, ob das bei reinen Rennradfahren anders ist. Aber es war bestimmt ein schönes Bild: Wir zu Fuss mit den Bikes. Ein Foto hat leider keiner gemacht. Danach sind wir ab in die Eisdiele und Helge bekam endlich ihren BananenSplit von dem sie schon seit 2 Tagen geredet hat. Am Abend sind nochmal Einige zum Feiern raus gegangen. Wir waren aber so k.o., dass wir einfach nur noch ins Bett wollten. Da unser Flug zurück erst am Abend des nächsten Tages ging, konnten wir ganz entspannt packen und noch ein bisschen Zeit am Pool verbringen. Dabei stellten wir fest, dass diese ganze Rumliegerei nichts für uns ist :-) . Der Rückflug verlief ohne Besonderheiten. Allerdings wurden ja die Uhren in der Nacht umgestellt, so dass uns letztendlich 2 Stunden fehlten und das hat man in den folgendne Tagen doch gemerkt. Jetzt sind wir gespannt, wie sich das Training auswirken wird. In der Woche danach stand bis Donnerstag nichts im Plan, dann hieß es locker schwimmen, 60min Laufen und am Sonntag locker 90min Rad. Die Radeinheit haben wir einfach zum Familienradausflug gemacht. Diese Woche ist auch noch Ruhewoche mit etwas Schwimmen und am Wochenende Rad und Lauf, aber alles noch entspannt. Richtig weiter geht es wieder ab nächster Woche und dann stehen auch schon erste Vorbereitungswettkämpfe an.

Die Tage 7-10

Mit den Worten: “Ich habe keine Zeit mehr, ich muss wieder trainieren” hat Karina mir die Schreibfeder übergeben :lol:
Also nun mal weiter mit dem “Urlaub” auf Gran Canaria.

Tag 7 – Das hätte nicht sein müssen
Der Pico stand auf dem Programm. Der Pico ist der höchste Berg auf Gran Canaria.
Wir fuhren die “Asphaltblase” mal andersrum. Sprich, wir starteten quasi auf Meereshöhe und fuhren mehr oder weniger ohne große Umwege auf 1950m (na, ihr wißt schon, immer rauf, rauf, rauf …).
Mit von der Party war diesmal auch Christian. Normalerweise eine andere Leistungsklasse als wir, aber wegen kürzlicher Knie-OP etwas angeschlagen. Er begleitete uns bis Ayacata. Er und Karina fuhren dann von dort zusammen zurück. Wir anderen wollten noch die restlichen 500HM bis zum Pico drauf legen.
In Ayacata geht es dann erst mal gut steil los. Dann wird es nach einer Weile eher wellig und es ließ sich wirklich gut fahren. Allerdings wurde es immer kälter, windiger, nebeliger. Und plötzlich auch nass. Auf jeden Fall so, das wir beschlossen umzukehren :-| .
Also zurück nach Ayacata und den gleichen Weg zurück, wie wir hingekommen sind. Also runter, runter, runter … Bis zur Asphaltblase. Und da gabs plötzlich Probleme. Hubschrauber, Sirenen, es wurde unheimlich. Ich fuhr mit Michael, Frank war irgendwo vor uns und Andi und Tanja irgendwo hinter uns.
Dann kamen wir zur Unglücksstelle: Ein schweres Busunglück mitten in der steilsten Kurve der Asphaltblase. Es waren viele Einsatzkräfte vor Ort. Viele Leute standen rum und sahen sehr verzweifelt aus. Die Straße war gesperrt. Ein Polizist kam zu uns und sagte, wir müssten die Felsen hoch klettern um das gesperrte Straßenstück zu umgehen. Also machten Micha und ich uns auf den Weg in Radschuhen den Fels zu erklimmen, und das samt Fahrrad. Meine Knie waren ziemlich zittrig. Wir sahen direkt auf Tote und Verletzte auf der Straße. Die Situation schien mich gerade zu überfordern, als der Polizist kam und mir mein Rad abnahm und mir half.
Frank war schon durch und zusammen warteten wir auf Andi und Tanja.
Die Fahrt zum Hotel war sehr verhalten. Und dort gingen wir auch gleich los um zu schauen, ob Karina und Christian gut angekommen waren.
Ich war noch nie zuvor im Leben über 2000 HM gefahren. Es waren genau 2350 HM und 95km. Aber irgendwie war die Freude verhalten.
Zum Laufen fehlte die Luft. Irgendwie war es so, als hätte man keine Kraft mehr. Es lag aber nicht an der Radtour.

Pause in Ayacata

Pause in Ayacata

Tag 8 – Ruhetag
Tja, so ein Ruhetag kann ganz schön unruhig sein.
Auf dem Plan stand Neoschwimmen im Meer. Nicht für Andi und Karina. Beide hatten in weiser Voraussicht gleich gar keinen Neo mitgenommen :wink:
Zum Neoschwimmen ging es eigentlich mit dem Fahrrad. 10 KM Küstenstraße und dann wieder zurück! Ohne mich! Ich beschloss ein Taxi zu nehmen. Ich wollte wenigstens 1 Tag mal das Rad stehen lassen. Also nahmen ein paar Leute ein Taxi.
Das Schwimmen im Meer war toll. Gegen die Wellen war es ziemlich anstrengend und man schluckt auch den einen oder anderen Schluck sehr sehr salziges Meerwasser. Aber zurück mit den Wellen geht es sehr schnell. Zwischendrin machten wir noch einige Freiwasserschwimmübungen.
Zurück an Land musste man allerdings erstmal viel trinken. Salzwasser macht durstig :-)
Nach einem kurzen Sonnenbad (irgendwie einfach nicht unser Ding so in der Sonne rumzuliegen) gings mit dem Taxi zurück. Und dann gabs nur noch Essen und Ruhe für den Rest des Tages. Na das hatten wir uns auch verdient, oder?

Der Coach und der Andi beim Albern :-)

Der Coach und der Andi beim Albern :-)

So ein Neo ist ganz schön schwierig anzuziehen

So ein Neo ist ganz schön schwierig anzuziehen

Tag 9 – Tauropass-Ayacata
An diesem Tag fuhr Karina etwas eher los, um den Tauropass ohne Druck und in ihrem Tempo hoch fahren zu können. Die Tour führte 30 km die Küstenstraße entlang, dann ins Landesinnere und über den Tauropass hoch und zum Schluss wieder nach Ayacata.
Wie Frank immer so schön sagte: “Die anderen fahren nach Mailand, Paris, London oder Rom. Wir fahren nach Ayacata.” :lol:
Auf der Küstenstraße lief es ziemlich gut, irgendwie fuhr es sich so … leicht und locker und ich fuhr halt einfach drauf los. Tanja, Andi und Micha hinter mir. Irgendwann fragte ich nach hinten: “Und? Seid ihr alle glücklich da hinten?”. Sehr unerwartet kam nur ein 3 faches “NEIN!” zurück :shock:
Na gut, dann fahren wir eben langsamer.
Wahrscheinlich besser so, ich war wohl drauf und dran die ganzen Körner auf den ersten 30 km zu verschießen.
Kurz vor dem Tauropass trafen wir auf Karina und konnten so wieder alle gemeinsam weiter fahren. Oben auf dem Gipfel gibt es wieder so eine Erfrischungsstation. Einfach jemand, der da mit seinem Auto steht, lauter Orangen, Bananen und natürlich Cola und Wasser bei sich hat und die Radfahrer versorgt. Eine perfekte Einrichtung :-).
Und dann gings mit ordentlich Speed weiter nach … Genau! Ayacata.
Dort gabs dann die obligatorische Kaffee/Cola Pause.
Und dann ging es wieder zurück über die schon sehr geliebte Asphaltblase.
Am Ende standen 106 km und 2100 HM (schon wieder über 2000 :shock: ) im Trainingsbuch.

Tanja, Karina, Andi und ich in ... wie hieß das Nest nochmal ???

Tanja, Karina, Andi und ich in … wie hieß das Nest nochmal ???

Tag 10 – Pico, der zweite Versuch
An diesem Tag ging es etwas dezimiert los. Tanja hatte schon am Tag zuvor ziemlich böse Kopfschmerzen und die waren auch nicht besser. Da wir die Tour kannten (nach Ayacata würden wir auch im Schlaf und mit verbundenen Augen finden), gönnten wir der Tanja eine Auszeit. Und Andi wollte laufen gehen und nicht aufs Rad.
Also machten wir uns zu viert, Karina, Frank, Micha und ich, auf den Weg.
Wie gehabt: Immer rauf, rauf, rauf … bis man irgendwann nach 40 km in Ayacata ist. Dort dann wieder Cola/ Kaffee und was sonst noch so hilft.
Karina beschloss, nicht mit auf den Pico zu fahren. Sie wollte in Ayacata warten.
Auch nachdem wir ihr klar machten, das das etwas dauern kann. Es sind zwar nur 10 km, aber auch etwas mehr als 500 HM. Und die muss man ja auch erst mal rauf fahren. Sie wollte warten (wahrscheinlich endlich mal in Ruhe Sonnenbad oder so ;-) )
Frank, Micha und ich nahmen also den Pico nochmals in Angriff. Diesmal war das Wetter wunderbar. Kein Nebel, kein Regen, keine Kälte. Nach dem steilen Stück und dem welligen Stück kam dann doch noch ganz schön viel. Hatten wir beim letzten Mal beim Umdrehen doch das Gefühl, schon ziemlich weit oben zu sein, wurden wir jetzt eines besseren belehrt. Es zog sich. Und noch eine Kurve. Und noch eine, und noch eine. Aber irgendwann ist man oben. Und das ist einfach nur Klasse. Ein wahnsinns Blick. Man kann den Teide von Teneriffa sehen :-)
Und dann habe ich etwas gemacht, was ich auf Gran Canaria noch gar nicht gemacht hatte: Ich kaufte mir eine Cola! Und gleicht noch ein Schokoriegel dazu. Ich hatte das Gefühl, ich hatte es mir verdient. Und außerdem hatten die beiden Herren das gleiche gekauft :lol:
Nach einer kurzen Rast und einem wirklich guten Gefühl da oben (Zuckerschock oder Höhenkoller ? ), ging es zurück nach Ayacata. Wo Karina immer noch wartete. Zum Glück ist man bergab sehr viel schneller.
Und da wir heute keine Lust auf die Asphaltblase hatten, und mal mit Rückenwind fahren wollten, entschieden wir die längere Strecke zurück zu fahren. Das bedeutete noch ein paar HM und auf dem Weg zur Küste für ein paar km böse böse Seitenwind. Der war echt heftig und wir versuchten uns weit genug vom Bordstein fernzuhalten. Weil die nächste Böe konnte einen schon ganz schön weit zur Seite tragen.
Dann mussten wir noch so ca. 200 Kreisverkehre fahren, in einem davon versuchte ein Fahrzeug Karina abzudrängen. Das war mega knapp und die hatten das wirklich mit Absicht gemacht. Ich hätte denen ja so gerne noch nen Spiegel abgetreten oder so, leider hatten die im Auto aber eindeutig die besseren Argumente. Wir hätten das Spiel verloren. Man muß wissen, wann man Vollidioten einfach ziehen läßt. Auch wenn es schwer fiel.
Einmal unten auf der Küstenstraße angekommen und nach rechts abgebogen, hatten wir den Wind auf unserer Seite: Heißt, wir hatten ihn im Rücken. Und wie!
Irre. Gerade Strecke, ohne Treten – 50 Km/h :shock:
Da wird man heim geschoben. Das war einfach nur genial.
Und wieder Rekord: 121 km und 2650 HM
Und das gute Gefühl, das wir die Königsetappe nach dem Ruhetag ganz entspannt angehen können. Wir werden es schaffen :-)
Andi war 18 km im Marathonrenntempo gelaufen und hatte somit auch einen erfolgreichen Tag gehabt.

Meine beiden gut gelaunten Begleiter

Meine beiden gut gelaunten Begleiter

Auf dem Pico (1950 m)

Auf dem Pico (1950 m)

 

Gran Canaria Tag 5 und 6

Und weiter gehts. Weiterhin hoch auch. Den ersten Teil der Strecke kannten wir schon von Tag 2. Nur diesmal fuhren wir kurz vor Soria den Abzweig hinauf Richtung Tauropass. Hoch, höher, steiler. Diesmal gab es zwischendurch mal ein kleines Stück “flach” zur Erholung. Zur Halbzeit trafen wir im Ayacata ein – ein kleines Dorf. Es gibt dort ein kleines “Cafe” – “Restaurante” – wie auch immer, wo sich die meisten Radfahrer treffen und Pause machen.

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Ayacata liegt quasi auf jeder Strecke, die man mit dem Rad auf Cran Canaria fahren kann.  Einen Großteil der Strecke zurück kann man es einfach rollen lassen und bergabfahren üben. Bis auf eine “kleine” Abkürzung. Und so fuhr ich im Zick-Zack, die ganze Strassenbreite nutzend einen 24% Anstieg hoch. Etwa bei der Hälfte gabe es eine Einfahrt zu einem Parkplatz. Die nutze ich, um einmal das Auto vorbei zu lassen, was wohl im ersten Gang hinter mir hoch schlich ;-) und wahrscheinlich Angst hatte, gleich wieder rückwärts runterzurollen. Zum Anderen brauchte ich den Parkplatz ganz dringend um ein bis zwei Runden zu drehen, damit ich wieder zu Atem kommen konnte und um die restlichen Meter in Angriff zu nehmen. Am Abend erfuhren wir dann, dass man wieder durch den Ort fahren kann :-).  Im letzten Jahr war die Durchfahrt gesperrt. Aber ich war stolz wie Oskar. Nun wartete 20km vor dem Ziel nur noch der von Allen liebevoll “Asphaltblase” getaufte Gegenanstieg, der einem dann die allerletzten Kräfte raubt. Wir sind diese “Asphaltblase” in den kommenden Tagen noch öfters gefahren und empfanden sie immer weniger anstrengend. Am Ende: 87km und 1800HM, plus anschliessendem 30minütigen Koppellauf.

Bike 4

Am folgenden Tag war eine etwas kürzere und “flachere” Tour geplant. Die ersten 20km fuhren wir mit der Gruppe um Hans-Peter zusammen. Das hatte den Grund, dass die ersten 20km Küstenstrasse Gegenwind herrschte. Und mit Gegenwind meine ich richtigen echten Gegenwind. Die Windgeschwindigkeit wurde für diesen Tag mit 45km/h angegeben. Dank an die Jungs, die sich vor die Gruppe spannten und wir so trotzdem mit einem Wahnsinnstempo von etwas 15km/h vorran kamen. Ich habe mir noch nie so sehr einen Berg zum hochfahren gewünscht, wie an diesem Morgen. Und wir beschlossen, dass wir diese Strecke auf jeden Fall auch mal mit Rückenwind fahren müssen. Dann durften wir endlich wieder rauf, rauf, rauf… . Wieder ging es bis Ayacata. Päuschen. Und zurück wieder über die  “Asphaltblase”. 72km, 1400HM.

Bike 5Kaum im Hotel, hieß es wieder aufs Rad steigen und ab ins Schwimmbad. Jens wollte uns noch weitere Technikübungen zeigen.  Das Wasser war sehr angenehm, aber durch den Wind wurde es ziemlich ungemütlich und wir flüchteten schon nach kurzer Zeit wieder. Super, dass die Duschen dort nicht wirklich warm wurden. Aber ich hatte vorsorglich Jacke und Mütze eingepackt und so wurde dann halt im Hotel das Auftauprogramm gestartet. Schön eingepackt wurde mir dann erst beim Abendessen wieder war. Ein bisschen Sorge hatten wir, das wir uns erkälten würden oder so. Da durch die Anstrengungen das Immunsystem ja nicht mehr so aktiv ist. Aber es ist alle gut gegangen.

Gran Canaria Tag 3 und 4

Mit der dritten Ausfahrt endete der erste Block. Die Tour führte uns zum Saftpass. Der heisst nicht wirklich so. Aber es gibt dort einen kleinen Stand, wo man seine Wasserflaschen auffüllen kann und frischgepressten Saft aus allerlei Früchten trinken kann. Der war sowas von lecker. Der einzige Nachteil dort ist, dass es furchtbar windig dort oben ist und man alles versucht anzuziehen, was man dabei hat.

Den Saftpass geschafft

Den Saftpass geschafft

Bei der Hochfahrt, habe ich immer gedacht, wann kommt denn der Wind, von dem alle reden. Aber irgendwann kommt man um eine Kurve und hat das Gefühl, man bleibt einfach stehen und kippt mit dem Rad um. Danke an Tanja, die sich hat zurückfallen lassen, damit ich mich hinter sie klemmen konnte. Man sieht den Obststand schon von weitem und denkt, ja gleich geschafft. Und dann? Dann kommt eine Kurve, noch eine Kurve und noch eine usw. Letztendlich zieht es sich noch ewig hin, aber schliesslich lockt der Saft zur Belohnung. Auf unserer Königsetappe sollten wir dort nochmal vorbeikommen. An dieser Stelle muss man sich auch entscheiden, ob man weiterfährt oder wieder zurück. Warum? Dazu dann in dem späteren Bericht zur Königsetappe. Nach 104km, 1700HM und gut 5 Stunden Fahrzeit waren wir wieder zurück.

Bike 3

Für den Nachmittag stand dann noch ein HIT Training auf dem Programm. Das habe ich mal eben ausfallen lassen und einfach nur noch die Beine in den kühlen Pool gehalten. Helge und Andi sahen ganz schön fertig aus, als sie zurückkamen. Ich hätte es definitv nicht mehr geschafft und schliesslich hatte ich ja noch 1 1/2 Wochen Training vor mir. Somit war der erste Block geschafft. Es folgte der erste Ruhetag. Von wegen. Wie Claudi in ihrem Blog ja schon von Teneriffa berichtet hatte, heisst Ruhetag bei Triathleten mal mindestens Schwimmen ;-) . Allerdings mussten wir da mit dem Rad hinfahren :-) incl. kleiner Steigung. Diesmal stand Videoanalyse über und unter Wasser auf dem Programm. Wer nicht gerade gefilmt wurde, machte mit Jens Roth Techniktraining. Blöd war nur, dass das das eine Schwimmbecken dann gesperrt wurde, weil irgendwelche Arena Bademoden oder was auch immer für Aufnahmen gemacht wurden. Somit war das Techniktraining schnell beendet und wir machten nur noch die Videos. Am Ende schwamm Jens nochmal ein paar Bahnen und wir beobachteten und anaylsierten ihn, hihi. Danach sind wir nach einem kleinen Mittagessen an den Strand und haben auch das Wasser im Meer getestet. Es war sehr angenehm und wir haben noch ein Stündchen mit Sonnenbaden verbracht. Hier habe ich wieder festgestellt, Gran Canaria wäre nichts für ausschliesslichen Urlaub für mich. Viel zu viele Menschen. Am Strand, im Hotel… Dabei sind noch nicht mal Ferien. Inselliebhaber mögen es mir verzeihen, aber das ist nichts für mich. Zum Radfahren aber perfekt. Abends sahen wir uns dann die Aufnahmen an und Jens analysierte sie. Und ja, juchu. Er hatte bei Helge und mir nix auszusetzen. Ich solle nur die Beine etwas mehr benutzen und das wars. Naja. Ich würde lieber schlechter schwimmen und dafür schneller laufen. Aber man kann ja nicht alles haben. Tja. Und schwupps war der “Ruhetag” rum.

 

Gran Canaria Tag 1 und 2

So. Dann wollen wir mal beginnen. Da wir ja Ruhewoche extrem haben, bleibt genügend Zeit, Berichte zu schreiben. Tag 1 stand erst mal das Kennenlernen der anderen Teilnehmer auf dem Programm. Ok. Die Hälfte der Leute kannten wir ja schon, da diese entweder aus dem eigenen Verein waren oder aus der Gegend rund um Trier kamen. Nach der Einteilung der Gruppen, ging es schlafen, denn die nächsten Tage sollten uns so einiges abverlangen. Helge und ich fuhren in der letzten Gruppe. Die tauften wir sofort Cappuccino-Gruppe, denn wir wollten zwar gut trainieren, aber auch der Spass sollte nicht zu kurz kommen. Insgesamt gab es 4 Gruppen. Tanja, leitete unsere Gruppe als Guide. Sie ist die letzten Jahre schon mitgefahren und kennt die Insel ganz gut ;-) . Dazu kamen noch Michael und Andi. Zeitweise fuhr auch Frank mit uns, nämlich dann, wenn er mal einen ruhigeren Tag brauchte. Ähm, ruhig nur, was das Tempo anging :-) . Nachdem wir unsere Mieträder abgeholt hatten, machten wir uns auf zur ersten Runde. Und zur Feier des Tages, haben wir uns gleich mal verfahren und ein paar Höhenmeter extra gemacht ;-) . Letztendlich haben wir aber dich noch den richtigen Weg gefunden. Und wenn nicht? Ist ja schliesslich eine Insel, also weit kommt man ja nicht. Dafür aber hoch, sehr hoch…Im Anschluss gab es noch einen kleinen 30minütigen Koppellauf. An diesem Abend haben wir glaube ich noch alle relativ normal Abend gegessen und es genossen. Dies sollte sich im Verlauf der 2 Wochen noch ändern.

Bike 1

Tour 1

Der erste Tag brachte etwa 50km und  900HM – etwa? ,  ich hatte vergessen, die Uhr bei Abfahrt zu starten :-) . Am Abend wurden die Touren des ersten Tages und die des kommenden Tages besprochen. An Tag 2 lernten wir, es lohnt sich eine Viertel Stunde vor der offiziellen Frühstückszeit im Restaurant zu sein. Denn das Auffüllen von Speisen und Getränken zählte nicht gerade zu den Stärken des Hotels. Da musste der Coach schon mal herhalten, um die letzten Reste Vollmilch aus dem Behälter herauszuschütteln. Die Tour an diese Tag sollte schon etwas länger werden, also hieß es, die Speicher nochmal gut zu füllen. Es ging auf Tanjas Lieblingsstrecke nach Soria und wieder zurück – 65km und 1000HM.

IMG_33999km bergauf. Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch, whow. 9km. Ganz schön lang :-) :-) . Oben in Soria angekommen, gab es das obligatorische Cappuccino Päuschen. Auf der Rückfahrt merkten wir, dass wir wohl noch etwas Abfahrtstraining brauchen. Wir fuhren noch sehr gebremst.

Tour 2

Tour 2

Am späten Nachmittag ging es zum Schwimmen ins Schwimmbad. Während man im letzten Jahr einfach 2 Euro am Eingang bezahlt hatte, erlebten wir in diesem Jahr Bürokratie vom Feinsten. Jetzt brauchte man aufladbare Chiparmbänder. Dieses musste auch noch jeder persönlich in einem Büro beantragen. Denn die gute Frau , leider an diesem Tag einzig Anwesende in diesem Büro, musste von jedem ein Foto machen, Namen, Geburtsdatum etc. in einen Computer eingeben und die Bänder aktivieren. Nur waren wir ca. 28 Personen und bei weitem nicht die Einzigen. Nach gefühlten Stunden konnten wir endlich ins Wasser. Es ging nicht darum, viele Meter zu schwimmen, sondern hauptsächlich um Technik. Das Gute am Camp war auch, das wir mit Jens Roth einen Weltklasseschwimmer dabei hatten. Er widmete sich dann auch unseren Videoaufnahmen vom Schwimmen. Aber dazu in den kommenden Berichten mehr. An diesem Abend merkten wir zum ersten Mal, wieviel man so essen kann und wieviel wir wohl noch essen werden…Am Tag 3 stand schliesslich die erste 100km Tour auf dem Plan.

Immer rauf rauf rauf rauf rauf…

Über 900 KM und knapp 19000 HM! Knapp 50 Stunden im Radsattel. Das ist die Bilanz der letzten 2 Wochen :-)
2 Wochen Trainingslager auf Gran Canaria mit Coach Marc Pschebizin waren der Hammer! Hätte man mir vorher erzählt, welche Steigungen und Strecken wir dort bewältigen, ich hätte wohl nur ein amüsiertes Lächeln übrig gehabt. Es ist schon erstaunlich, wie viele persönliche Streckenrekorde man so in 2 Wochen aufstellen und gleich wieder verbessern kann :lol:
Ein typischer Tag sah so aus:
8:00 Uhr – Energieaufnahme: Alles was geht.
10:00 Uhr – Start der Tour. Immer rauf rauf rauf rauf rauf …
ca. 13:00 Uhr – Oben: Energieaufnahme und Fotosession dann …
runter runter runter runter …
ca. 17:00 Uhr – Schwimmen, Laufen oder einfach nur Ruhen
19:00 Uhr – Energieaufnahme: Alles was geht und noch mal das Doppelte in weiser Voraussicht, das es morgen gebraucht wird :grin:
Unsere Königsetappe am Donnerstag war eine 150 km Tour durchs “Tal der Tränen” mit 3400HM :shock:
Und wir haben das alle zusammen geschafft und waren stolz wie Oskar.


Es waren wunderbare Tage mit einer tollen Gruppe. Wir hatten viel Spaß und haben unsere Grenzen ganz schön nach oben (im wahrsten Sinne des Wortes) verschoben. Wir hatten perfektes Wetter und haben neue liebe Menschen kennen gelernt.
Und jetzt haben wir uns ein paar Tage Ruhe verdient (in sportlicher Hinsicht) :-)

Das war erstmal eine Kurzversion. Ausführliches folgt in den nächsten Tagen.

Weiter Fotos gibt es hier. Da werden im Laufe der Woche auch noch einige hinzukommen.

10 Stunden…

…Nein, kein Training am Sonntag, auch wenn das Wetter sowas von genial war. Sonntag war X-Duathlon Tag. Ich hatte ja den Wetterbericht gelesen, aber an Sonnencreme habe ich nicht gedacht. Das Ergebnis nach gut 10 Stunden? Eine schöne Gesichtsfarbe. Total unpassend zu dem restlichen blassen Körper ;-) . Auch Julia und GöGa haben fleissig mitgeholfen. Von Helge und Andi ganz zu schweigen, die ja schon den ganzen Samstag beim Aufbau mitgeholfen haben. Julia und ich standen wieder an der Treppe, die man je nach Rennen dreimal oder sogar viermal hoch musste und wir hatten da mal etwas vorbereitet.

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Ich weiss nicht, ob es am warmen Wetter lag und viele vielleicht etwas dehydriert waren, aber ich habe noch nie so viele mit Krämpfen in den Beinen gesehen. Sogar die Cracks sind am Ende hochgegangen und nicht mehr gelaufen. Die Stimmung war sowas von toll, zumal “unser” Andy Theobald den Sieg im Hauptrennen holte. Knapp dahinter auf Platz 3 kam Coach Marc ins Ziel. Und auch die anderen Teilnehmer des Vereins lieferten ein tolles Rennen ab.

Andy Theobald

Andy Theobald

Coach Marc

Coach Marc

Das Ergebnis war dann eine wahre Medaillenflut bei der Siegerehrung der Rheinland-Pfalz-Meisterschaften. Sogar die Zuschauer waren bis auf ganz wenige Ausnahmen in diesem Jahr sehr umgänglich und verständnisvoll. Anscheinend hatten echt alle gute Laune. Julia fand es wieder total interessant, wieviele Leute man so inzwischen kennt. Und ein Foto mit Anne musste natürlich auch noch gemacht werden.

IMG_3320Mehr Fotos gibt es bei Rainer. Vielleicht starten ja beide im nächsten Jahr im Einzel als Konkurrenten :-) . Einen Bericht, Ergebnisse und jede Menge weitere Fotos gibt es hier im Laufportal.

Fittes Bike

180km Rad. Das sind ein paar Stunden im Sattel. Damit es möglichst bequem ist und trotzdem noch genügend Druck auf dem Pedal ist, war ich heute zum Bikefitting bei Coach Jens. Bei Jens habe ich meinen ersten Triathlonkurs gemacht und er hat mich auch in der Marathonvorbereitung unterstützt. Nachdem er mich also fit gemacht hat, war heute das Bike dran :-) .

IMG_3315 IMG_3314Nach über 2 Stunden und diversen Schraubereien fühlte es sich tatsächlich entspannter beim Fahren an. Wahnsinn, was ein paar Millimeter ausmachen. Ok, der Sattel wurde um fast 3cm erhöht! Wie ein Sofa fühlt es sich zwar nicht an, aber jetzt kann ich mir vorstellen, 180km darauf zu verbringen :-) . Ein paar muskuläre Dysbalancen bestehen noch, aber da gibt es ja Übungen für. Und dehnen, dehnen, dehnen – vor allem den Hüftbeuger. Wäre ja auch langweilig, wenn schon alles super wäre, hihi. Ein kleines Video gibt es hier bei Facebook . Da findet ihr auch ein lustiges Video von Helge beim Wechseltraining :-) . Ansonsten gab es diese Woche viel Schwimmen und sogar 2 Ausfahrten mit dem Rennrad mit anschliessendem Koppellauf. Einfach nur genial. Hoffentlich ist das MTB nicht beleidigt wegen der Nichtbeachtung. Morgen gibt es noch der X-Duathlon in Trier, wo die TriPost Ausrichter ist und wir wieder als Streckenposten fungieren bzw. Helge die Hauptverantwortung der Anmeldung inne hat. Nachdem die letzten Jahre strömender Regen oder eisige Kälte vorherrschten, wird es wohl diesmal ein echtes Vergnügen, für die Teilnehmer UND die Helfer.  Und unsere beiden Coaches Marc und Jens sind auch am Start.

Einfach nur noch raus…

Eigentlich stand gestern ein kurzer Lauf auf dem Plan. Aber bei dem Sonnenschein musste ich einfach das Rennrad abstauben und aus dem Keller holen. Da ich fastnachtsbedingt gestern noch frei hatte, konnte ich nicht widerstehen. Also nix wie raus aufs Rad und los. Nach so vielen MTB-Kilometern war es ein komisches Gefühl einfach nur so dahin zu rollen. Am Ende waren es zwar “nur” 35km. Aber es war einfach nur schön. Am Wochenende bekomme ich noch mein Bikefitting bei Coach Jens und dann kann die Strassensaison richtig beginnen.

IMG_3299IMG_3301Und ich musste noch nicht mal das Rad hinterher sauber machen :-) .