Finishing is your only fucking option

Roth 2016. Ein perfekter Tag sollte es werden. Und ein fast perfekter Tag wurde es.
Vor allem war es auch ein langer Tag, deshalb ist der Post hier auch lang. 😆
Am Freitag die Anreise im Auto. Frank zeigte schwer Nerven und berichtete uns von seiner Daseinskrise in Sachen Sport. Mir standen ständig die Tränen in den Augen. Vor lauter Lachen.
Ich war völlig entspannt. Zumindest größtenteils. Mit uns auf der Reise waren Andi und Christian, der als Staffelschwimmer in Roth starten wollte.


In Roth angekommen wurden Startunterlagen abgeholt und Kohlenhydrate aufgefüllt.
Am Samstag fuhren Frank und ich die 20 Km vom Hotel bis zum Start (Wechselzone) mit dem Rad. Einfach nochmal locker bewegen. Wir bemerkten beide, dass unsere Beine völlig locker und gut drauf waren. Alles im dunkelgrünen Bereich :-)
Wir gaben unsere Räder beim CheckIn ab und nach einer kurzen Mittagspause fuhren wir zur Wettkampfbesprechung. Ob die wichtig ist oder nicht, darüber kann man sich streiten. Aber Pflicht ist sie nun mal. Und für mich war es eine gute Gelegenheit um endlich mal den anderen Frank kennenzulernen, der mit seiner Tochter angereist war.

Da lachen sie noch :-)
Endlich mal persönlich getroffen

 

 

 

Nach der Wettkampfbesprechung, einem kurzen Gespräch und einem Foto ging es dann zurück zum Hotel zum Essen und natürlich zum Schlafen. Bis 11 habe ich mich hin- und hergewälzt und ich befürchtete schon, es würde wieder eine völlig schlaflose Nacht werden. Aber nach Identifizierung und Beseitigung des Problems (die Bettdecke war viel zu warm, die musste raus aus dem Bett 😀 ) fiel ich in einen tiefen und festen Schlaf.

Raceday: Um 3 Uhr klingelt der Wecker und ich frage mich mal wieder, warum man sowas macht. Ich überlege auch, warum die so schrecklich früh anfangen müssen. Warum nicht um 10 Uhr?
Die Antwort fällt mir zum Glück noch selber ein: weil nicht alle so schnell sind wie Jan Frodeno und der Tag ja irgendwann mal zu Ende ist. :roll:
Um 3:30 Uhr bietet unser Hotel Frühstück vom Feinsten an. Hammer. Ich fühle mich ausgeschlafen und gut und esse gut. Inzwischen ist auch DJ Gerd angereist und versüßt uns unseren Tag mit seiner absolut unkomplizierten liebenswerten Art. Für Morgenmuffel Frank ist es schwer, zumal er mal wieder an Allem zweifelt. Sich selbst, der Welt und dem Universum …. Jammern auf ganz ganz ganz hohem Niveau 😆
Andi und Gerd bringen uns zum Start. Die Atmosphäre ist einzigartig. Ich merke erst jetzt, wie wenig ich vor 2 Jahren mitbekommen habe von dem ganzen Spektakel. Meine Nerven müssen völlig blank gelegen haben. Diesmal ist das ganz anders. Ich empfinde eine unbändige Aufregung und Freude. Es ist einfach unglaublich, Teil dieses Wettkampfes zu sein. Ich filme und fotografiere und versuche zumindest ansatzweise die Stimmung digital festzuhalten. Ich treffe Faris Al-Sultan und mache die Erfahrung das auch so große Triathleten ganz nette Typen sind. Und natürlich treffe ich Gabi und „THE Ironman“ Peter. Und den anderen Frank treffe ich auch nochmal.

Peter und Gabi

Peter und Gabi

Wir wünschen uns allen ein gutes Rennen und dann geht es los. Erst Peter, 5 Minuten später Gabi und dann ich. Frank und Frank sind irgendwann später dran.
Ich habe so kurz vor dem Rennen doch nun ganz schön Fracksausen. Spätestens als Gabi ins Wasser geht und ich noch warten muss. Jetzt soll es endlich los gehen.
Und das tut es auch.
Das Schwimmen verläuft völlig unproblematisch. Meine mir selbst vorgegebene Zeit war 1:12.
2014 waren es 1:13:52.  Ich wollte, auf dem Weg nach neuer Bestzeit, natürlich jede der 3 Disziplinen verbessern. Ich konzentriere mich einfach auf gleichmäßiges und ruhiges, kraftvolles Schwimmen. Manchmal wird es etwas unruhig im Wasser wenn entweder ich auf die Langsameren der vorherigen Gruppe aufschwimme, oder aber die Schnellen der nächsten Gruppe vorbei düsen. Aller 5 Minuten starten 200 Starter. Also aller 5 Minuten gibt es mal etwas Geprügel, aber alles völlig harmlos.
Das Schwimmen ist so schnell vorbei, dass ich mich fast erschrecke als ich auch schon wieder aus dem Wasser komme. 😆
Ein Blick auf die Uhr und …… na super Helge! Alles Üben mit der Uhr hat rein gar nix gebracht. Ich hatte die Uhr gestartet aber irgendwas war wieder schief gegangen, sie zeigt mir einfach nur die Uhrzeit :roll:
Geht ja wieder super los 😕
Am Ende hatte ich dann eine Schwimmzeit von 1:12:52. Exakt 1 Minute schneller als 2014. 1. Zwischenziel erreicht, was ich aber zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste.


Was ich auch immer noch nicht kann, trotz das ich mir ehrlich alle Mühe gebe, ist ein schneller Wechsel. Ich brauche halt da so meine Zeit. Neo aus, Toilette aufsuchen, Socken, Radschuhe, Handschuhe, Brille, Helm — muss ja alles angezogen werden und dann muss ich ja auch noch meine Laugenstange essen. Schließlich macht Schwimmen hungrig. Und zu guter Letzt muss die Sonnencreme noch aufgetragen werden. Keine Chance dem Hautkrebs. Soviel Zeit muss sein :-)
180 Km Rad: Das Wetter ist perfekt. Es ist genau so, das man auch morgens auf dem Rad nicht friert (man muss nix zusätzlich überziehen oder so, raus aus dem Neo und rauf auf’s Rad). Ich habe inzwischen meine Uhr neu mit der Disziplin Radfahren gestartet, da ich ja nach Puls fahren will und dafür muss die Uhr halt auch laufen. Ich fühle mich einfach großartig. Ziel ist es in einem Pulsbereich um die 75% zu bleiben. Am Anfang ist es schwer, weil man sich einfach wie Graf Rotz mit Supermanbeinen fühlt und am liebsten losrasen würde. Aber ich bleibe diszipliniert. Nach Km 40 mache ich die erste Pinkelpause. Und ein paar Bissen von der zweiten mitgeführten Laugenstange werden verspeist. Die Strecke ist grandios. Die Zuschauer sind sagenhaft. Den Solarer Berg fahre ich fast alleine hoch. Das ist so laut dort, das mir die Ohren weh tun. Die Zuschauer tragen mich in einer Welle hoch. Ich möchte am liebsten wieder runter und nochmal hoch 😀
Der Puls oben ist dann weit weg von 75%, aber das kann kein Mensch verhindern bei dieser von den Zuschauern gezeigten Begeisterung.
Kurz bevor ich auf die zweite Runde gehe, sehe ich Andi und Gerd am vereinbarten Treffpunkt. Ich kann signalisieren das Alles bestens ist. Alles auf Kurs.
Auf der Strecke kommt etwas Wind auf, was völlig normal für Roth ist. Aber der ist eher verschwindend gering. Ab 120 Km genehmige ich mir aller 20 Km ein Gel. Dafür muss ich zwar kurz anhalten, aber das dauert immer höchstens ein paar Sekunden. Meine Gels haben Schraubverschluss und da ich nicht freihändig fahren kann …
Bei Km 130 kommt die zweite Pinkelpause und die entpuppt sich mal wieder zu einem typischen Helge-Ding. Manchmal befürchte ich, so blöde Sachen kann nur ich.
Ich leg mein Rad am Straßenrand ab und gehe in den Wald. Weil da soviel Grünzeug überall ist und ich keine Lust auf Zecken oder Brennnesseln habe, suche ich mir eine kleine etwas erhöhte Stelle aus, die völlig Grünzeug-frei ist.
Ich hocke mich hin und pinkel halt und plötzlich fühlen meine Beine sich seltsam an … ich schaue dorthin und sehe wie ganze Hundertschaften von großen Waldameisen meine Beine hinaufklettern … 😯
Ich stehe mitten auf einem Ameisenhügel!!! Hat man Worte für so viel Blödheit?
Ach du heilige Schei…. Ich bekomme Panik und renne aus dem Wald, versuche dabei die Ameisen von mir zu schlagen und bemerke auch viel zu spät das ich ja quasi nicht angezogen bin … :roll:
Ich möchte gar nicht drüber nachdenken was die vorbeifahrenden Athleten denken 😆
Egal, scheinbar sind alle Ameisen weg und ich wieder angezogen und nach dem Verspeisen eines Riegels kann ich die Fahrt wieder aufnehmen. Immer wieder mal spüre ich ein Jucken, aber sonst ist alles gut und ich bin froh der Ameisenhölle entkommen zu sein.
Ich bleibe bis zum Ende der Radstrecke voll im Plan. Ich wollte zwischen 6 Stunden und 6:10 Radfahren, und mit 6:02:21 hab ich diesen Plan aber sowas von erfüllt :-)
Und die durchschnittliche Herzfrequenz am Ende der Radstrecke ist 73%. Ich bin schwer beeindruckt von mir selber 😆
2. Zwischenziel erreicht.
Ja und nun wieder das leidige Thema Wechsel …. ich kann es 6 Stunden später am Tag halt immer noch nicht. Toilette, Sonnencreme und dann ordentlich verpflegen bevor es auf die Laufstrecke geht. Dieser zweite Wechsel dauerte noch länger als der erste :roll:
Irgendwas stimmt da nicht mit mir.
Laufen: Ich fühle mich total gut, von Müdigkeit keine Spur. Alles wird gut. Ich starte auf meiner Uhr das Laufen und laufe einfach mal los. Der Plan: 4:35- 4:45 was bedeutet einen Schnitt von ca. 6:30 laufen und aller 2,5 Km ein paar zusätzliche Sekunden für Verpflegung. Toller Plan.
Leben ist das, was passiert, während man etwas ganz anderes plant 😆
Bei KM 1 ist mein erster Gedanke: ICH WILL HEIM!  😯
Es geht irgendwie gar nicht. Ich hab doch Elan und Kraft ohne Ende, aber meine Beine … wo sind die? Noch in der Wechselzone? Hab ich die mit den Radschuhen mit ausgezogen?
Es ist nicht so, das meine Beine weh tun oder Krämpfe haben. Nein. Es ist so, als hätten meine Beine keine Muskeln und könnten sich einfach nicht bewegen.
Mein zweiter Gedanke: gib den Beinen erstmal Zeit. Noch 5 Km bis zu Andi und Gerd und dann haben die Beine sich sicherlich warm gelaufen.
Es ist richtig schwer. Bis eben war ich noch voller Motivation und voller Kraft und plötzlich zieht es mich in den Resignations-Abgrund. 42 Km mit diesen Beinen schaffst du nie. Wie soll das gehen? Du kannst gehen! Nein, ich will laufen! Was ist denn nur los? So trabe ich von Km zu Km mit einem Puls von 70% und zwei Beinen, die wie zwei steife Stöcke unter meinen Bauch gespannt sind. Ich versuche mich mit den Sprüchen, die mich auf der Radstrecke so begeistert haben zu motivieren.
Distanz ist das, was dein Kopf draus macht!
Aber die Krise wird schlimmer. Ich will nicht! Das geht nicht! Du must! Was willste denn als Entschuldigung anbringen? Ich habe aufgegeben weil meine Beine sich komisch anfühlten? Super Ausrede Miss Ponyhof. Ich hätte mich am liebsten selbst geohrfeigt. Ich kämpfe mit mir und meinen Beinen. Als ich bei KM 6 bei Andi und Gerd vorbei komme, gebe ich nichts von meinen Gedanken preis. Ich weiß, die Beiden würden mir eh nur einen ordentlichen Tritt in den Hintern verpassen. Und Recht hätten sie!
Und dann kommt es! Die Rettung! Das große Schild am Wegrand:
„Finishing is your only fucking option!“
Ja klar doch. Das sitzt. Das verstehe ich. Hör auf zu jammern, du läufst doch, was willste denn noch? Die Krise ist mit einem Schlag vorbei. Ich weiß, das wird richtig hart, aber es heißt ja auch Ironman und nicht Waddingman oder Softman. Und wenn’s leicht geht, kann es ja jeder. Man muss auch mal durchhalten wenn es keinen Spaß mehr macht. Hör auf zu jammern und lauf einfach!
Ich schließe Frieden mit meinen Beinen und akzeptiere, das sie eben nur so vor sich hin fallen und halte mich wieder an meinen Plan. Die Zeit spielt nun keine Rolle mehr, wichtig ist der Plan bis mindestens KM 30 zu laufen. Ich konzentriere mich wieder auf den Wettkampf. Genieße die Stimmung an der Strecke. Da ist er wieder, der Spaß. Wer braucht schon funktionierende Beine zum Laufen? 😆 Außerdem muss hier jeder die gleiche Strecke absolvieren und die wenigstens haben gut funktionierende Beine.
Ich treffe Peter. Er scheint ein gutes Rennen zu haben. Ich warte auf Gabi, aber irgendwie kommt sie mir nicht entgegen. Ich walke durch die Verpflegungsstationen und verfalle danach wieder in diesen „unwillige“ Beine Trab. Nach dem ersten Wendepunkt kommt mir Gabi entgegen. Sie geht. Sie müsste eigentlich vor mir sein, aber bei irgendeiner ihrer unfreiwilligen Pausen habe ich sie wohl überholt. Sie geht seit KM 4. Nichts zu machen. Ganz schlechter Tag. Aber von Resignation keine Spur. Sie will den Marathon einfach gehen. Wiederholt möchte ich mich gerne selbst schlagen wegen meiner vorherigen inneren saublöden Diskussion.
Bei Km 21 steht Andi in der Verpflegungsstation und reicht mir Nachschub an Gels. Ich sage Andi, das es mir verdammt schwer fällt und das meine Beine nicht wollen. Jeder Km muss erkämpft werden. Er muntert mich auf und schickt mich weiter. Und ich laufe weiter. Bei Km 29 überholt mich Bergziege Frank. Frank hat den perfekten Tag erwischt. Wir quatschen kurz in der Verpflegungsstation. Er hofft, er kann das Tempo durchhalten und düst davon. Ich laufe bis Km 33. Da kommen die Krämpfe dazu. Ich walke. Und bin fast genau so schnell wie mit tauben Beinen zu laufen. 😯

Nicht halb so locker wie es vielleicht aussieht :-)

Nicht halb so locker wie es vielleicht aussieht :-)

Zuschauern und Andi und Gerd zu Liebe laufe ich immer wieder an, halte das so lange es geht und walke dann wieder. So hangel ich mich relativ gleichmäßig von KM zu KM. Und ich genieße das Rennen wieder. Die Menschen sind einfach der Wahnsinn. Kurz vor dem Marktplatz in Roth laufe ich wieder an und nehme mir vor, die letzten 2 Km jetzt nicht mehr aufzuhören. Komme was da wolle. Ab da sind dann so viele Zuschauer, das man sich eh nicht mehr getraut, aufzuhören zu Laufen. Dann kann ich schon bald den Lärm aus dem Stadion hören und ich nehme mir vor, dieses Mal alles wirklich zu registrieren. Ich hab’s wieder geschafft! :-) . Ich bin mir ziemlich sicher, das ich meine Laufzeit nicht verbessern konnte, aber der Blick auf die Uhr zeigt mir, das ich deutlich unter der Zeit von vor zwei Jahren bin. Also Primär- und Sekundärziel erreicht.
Der Einlauf in das Stadion hat nix von seiner Faszination verloren. Das ist einfach so unglaublich und überwältigend, das einem fast die Luft weg bleibt.
Ich laufe lachend ins Ziel und falle fast um, weil ein Kind mir eine 1,5 t schwere Medaille um den Hals hängt. Ich wundere mich echt, wie dieses zarte Kind die hoch bekommen hat 😆
Und später stelle ich dann noch ganz erstaunt fest, das ich trotzdem noch eine bessere Zeit gelaufen bin als 2014. Mit 4:53:31 war ich zwar NUR 1 Minute und 44 Sekunden schneller, aber auch das ist eben schneller 😀
Mit einer Gesamtzeit von 12:21:02 habe ich meine Zeit von 2014 um gute 25 Minuten getoppt.

die Medaille, die eine Tonne wiegt

die Medaille, die eine Tonne wiegt

Im Ziel: Für die Zeit im Zielbereich hab ich auch einen Plan: ganz anders als 2014, als ich keinen Bissen und keinen Schluck mehr von irgendwas runter bekam, will ich diesmal alles mitnehmen. Auch die Zielverpflegung. Schließlich hat man ja auch dafür bezahlt 😉
Ich treffe Frank. Frank hat einen mordsmäßig guten Marathon hingelegt. 3:51 für 42 km und das nach 180 km Rad 😯
Hammer! Aber das war sein Plan. Vor zwei Jahren lief es bei ihm gar nicht gut. Und das, obwohl er doch ein richtig guter Läufer ist. Frank jedenfalls ist auch sehr glücklich und sieht auch ganz entspannt aus. Endlich :-)
Ich besorge mir was zu essen und zu trinken und setze mich mitten ins Gemänge. Ich lerne ziemlich viele nette Leute kennen und ihre Geschichten. Und ich bin froh, das ich endlich wieder reden darf. Schließlich hab ich mehr als 12 Stunden lang ziemlich wenig geredet. Staffelschwimmer Christian, der auch einen grandiosen Tag hatte, kommt und versorgt mich mit noch mehr essen und trinken. Und später gehe ich selbst noch 3 mal ans Büffet und esse und trinke alles was geht. Und zur Beinmassage gehe ich auch. Und weil es so schön ist, nehme ich gleich noch ne Nackenmassage. Die Physiotherapeutin ist sehr froh endlich mal einen Athleten zu massieren, der nicht stöhnt wenn sie ihn berührt 😆
Ich will noch auf Gabi warten, die immer noch unterwegs ist. Sie ist ein Held dieses Tages. Schon so einige Langdistanzen in den Beinen, und trotzdem wird auch an einem ganz schlechten Tag nicht aufgegeben. Ich glaube, genau das ist es, worum es geht.
Und während ich zwischen Essen, Massage und Dusche hin-und herpendle und auf Gabi warte (die habe ich dann irgendwie doch verpasst, aber sie kam wohlbehalten ins Ziel), vergesse ich ganz die Zeit und das draußen ja noch unsere tapferen Supporter warten.
Die armen abgekämpften Männer. Die müssen jetzt auch noch mit dem Rad zurück zum Schwimmstart, um das zweite Auto zu holen. Frank und ich schicken sie auf die Reise und gehen unsere Räder auschecken und verladen und ich fahre uns zurück zum Hotel, wo dann auch wenig später Andi und Gerd eintreffen.
Wir verabschieden den Tag zu viert im Dunkeln vor dem Hotel mit Bier und Schokolade … Halleluja, was ein Tag, was ein Rennen, was ein Leben 😀

Und eines bleibt noch zu sagen: Gerd und Andi ihr seid so Klasse! Ihr habt gewartet, angereicht, gefragt, motiviert, habt euch einfach gekümmert. Wir müssen unbedingt darauf mal einen trinken gehen. Da habt ihr Beide ne ganze Menge gut bei uns :-)
DANKE

Die offiziellen Fotos sind noch nicht da. Die liefer ich nach.

Prognosen, Superkompensation und andere unnütze Gedanken

Jetzt ist es also bald soweit. Nur noch 7 Tage. Um 6:55 Uhr am nächsten Sonntag fällt für mich schon zum zweiten Mal der Startschuss zum längsten Tag des Jahres.
Ich bin total entspannt. Das rede ich mir zumindest pausenlos ein. Meine abgekauten Fingernägel, meine auf Hochglanz polierten Gartenmöbel und das neu gekaufte Sudokubuch erzählen etwas anderes. Wenn meine Nerven flattern wird mein Hirn zur logischen Maschine. Meine Arbeit, das Programmieren von Software, und Sudokus für Meister sind plötzlich keine Herrausforderung mehr. Schon verrückt, wie der Mensch so funktioniert. Weiterlesen

Das bekommen wir hin.

Das war die Aussage des Arztes nach meinem Untersuchungsmarathon am Freitag. Jetzt beginnt die Planung, wann und wie er sich meinem Rückenproblem widmen kann. Deshalb gibt es auch keine Urlaubsplanungen für uns in diesem Jahr. Aber wenn die Beschwerden dann endgültig weg sind, verzichte ich gerne auf den Urlaub. Wir werden dann einfach Oma und Opa eine Weile „belästigen“ ;-). Die Beschwerden hatten schon vor Roth angefangen. Bis jetzt hieß es immer, solange es nicht schlimmer wird kann ich alles machen. Nun ja, schlimmer wurde es nie. Es war immer gleich schlimm :-). Da ich aber meinen Beruf und mein Hobby noch eine Weile ausüben möchte, muss jetzt was geschehen. Also gehe ich es diesen Sommer an. Die ersten Behandlungsansätzte haben schon den ersten Erfolg gezeigt. Also bin ich optimistisch und werde dann berichten.