Ausgeliehen…

…habe wir uns den Bericht ( natürlich mit ausdrücklicher Genehmigung des Autoren ), den unsere Bergziege Frank über seinen Start beim Moret Triathlon für die Tri Post Webseite geschrieben hat. Mit Frank haben wir 2014 unsere erste Langdistanz in Roth absolviert und viel zusammen trainiert. Jetzt bereitet er sich mit Helge zusammen auf einen weiteren Roth-Start vor. Los gehts ( von unseren Kommentaren bleibt der Bericht natürlich nicht verschont ):

„Uppps, da war doch noch was – richtig, die Mitteldistanz in Münster. Vor lauter langen Trainingseinheiten und Gedanken an Roth wäre der Wettkampf doch fast unter gegangen. Also dann doch mal drüber nachdenken, was man für einen Wettkampf so alles braucht, noch schnell das Rad nach der letzten Regenfahrt auf Vorderman gebracht, Tasche gepackt, Verpflegung parat gelegt und dann ab ins Bett. 4:00 Uhr klingelt der Wecker. Als er dann wirklich klingelt, kommen so im Halbschlaf doch noch Zweifel. Dank einer PastaParty Einladung von Claudi und dem Zeugwart konnten wir ganz entspannt anreisen, sogar fast ausschlafen und in aller Ruhe frühstücken. Im Hotel gab es sogar schon ab 6:30 Uhr Frühstück. Das ist nicht überall möglich. Das Treffen mit Claudi und den Zeugwart war sehr kurzweilig und lustig. Es war schön zu sehen, dass wir nicht die Einzigen Verrückten sind, hihi. Das Essen war superlecker und ich war noch am Morgen so satt, dass das Frühstück etwas von Vernunftessen hatte :-). Dank des Zeugwartes bekamen wir noch eine Wettkampfvorbesprechung samt Streckenbeschreibung. Vor dem Berg hatte man uns ja schon gewarnt. Aber dazu später mehr. Jedenfalls verbrachten wir einen sehr schönen Abend.
Einen richtig coolen Abend :-) . Und das Essen hat mir richtig gut geschmeckt. Vielen Dank nochmal für die Einladung

Will man wirklich ? So sch….  früh ! Aber es nützt ja nix. Ich mache das ja schliesslich freiwillig ( zahlt auch noch Geld dafür ) und mit Spaß an der Freude und wenn man mal auf ist und den ersten Kaffee hat kommt dann auch die Vorfreude. Aber gleich auch schon wieder Zweifel.Jetzt echt ? Mitteldistanz ? So aus der hohlen Hand ?
Aus der hohlen Hand? Frank, in 4 Wochen steht die Langdistanz an, da macht man so ne Mitteldistanz doch im Halbschlaf :lol:.  Aber dann sage ich mir – letzten Samstag 4km Freiwasser geschwommen, nicht ertrunken (aber verschwommen 😆 ). Was sind da 1900 Meterchen. 82 km Radfahren. Letzten Sonntag 155km gefahren, ohne anschließend vom Rad zu fallen. Was sind da 82 Kilometerchen. Und den abschließenden Halbmarathon ? Letzten Sonntag nach den 155 km noch 16 gelaufen. Dann schaffst Du nach 82 die 5km mehr auch noch. Also, noch das ein oder andere Marmeladenbrot reingedrückt (genau, der Motor braucht Sprit :-) ) und dann sind um 5:30 Uhr Marius und Gerd auch schon, um mich einzuladen und gemeinsam loszudüsen.
Also eigentlich. Marius ist pünktlich. Gerd fast auch, dann ist auch noch der Sattel vom Rad zu hoch fürs Auto und so wird aus 5:35 Uhr 6:00 Uhr Abfahrtszeit. Laut Navi 2 ½ Stunden Fahrzeit. 9:15 Uhr Wettkampfbesprechung – PFLICHT ! Vorher noch Parkplatz suchen, Startunterlagen abholen, Räder wieder zusammen bauen und und und.
Da war es dann mit dem Entspanntsein vorbei. Wie gut, das auch Navis sich irren können (Frank, das Navi hat sich nicht geirrt. Das berechnet die Fahrzeit anhand von den erlaubten Geschwindigkeiten auf der Strecke. Da wissen wir jetzt wieder, wie Gerd gerast ist 😀 ). So waren wir doch pünktlich kurz nach 8:00 Uhr am Zielort und dann auch mit Startunterlagen bei der Wettkampfbesprechung. Um 9:45 Uhr ging es dann mit dem Rad zur ersten Wechselzone am See. Ich fand es total cool, dass gefühlt alle 350 Teilnehmer oder auch mehr zusammen mit den Rädern zum Schwimmstart gefahren sind. So ergab sich noch die Gelegenheit für das ein oder andere Pläuschen. So kamen wir, also ich, ziemlich relaxt am Start an, wo uns Claudi und Helges Göga Andi schon erwarteten.

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Start war um 11:20 Uhr, d.h noch viel Zeit zur mentalen Vorbereitung. Was will ich ? Alles geben ? Ich beschloss, erst einmal ruhig zu schwimmen. Ist bei mir einfach. Ich kann nur ein Tempo. Ach Frank. Und da der Neo erlaubt war, machte  ich mir auch keine Sorgen. Auf dem Rad etwa Langdistanztempo, um dann beim Laufen mal zu schauen, was noch so geht. Über die anfängliche Prügelei, kann Helge berichten :-). So ein Landstart war mal eine ganz neue Erfahrung.Dann ging es auch schon los. Ein paar Athleten links, ein paar rechts, die Bojen diesmal fest im Blick – verschwimmen war also ausgeschlossen. Bis auf ein paar harmlose Stupser war es dann gefühlt auch recht ruhig. Umso größer war die Überraschung, das der Spuk schon nach 35 min wieder vorbei war. (Also ich fand das Geprügel am Anfang der Schwimmstrecke schrecklich. Aber es war nur kurz. Aber das unser Schwimmsorgenkind Frank am Ende nur 2 Sekunden langsamer schwimmt als ich, das ist schon echt ein Hammer 😯 . Ohne Neo tut er immer so, als ob er gleich absaufen würde. Kaum hat er den Neo an, kann er schwimmen. Hammer! ) Neo aus, Schuhe, Helm und Brille ab, zum Rad und los. Ich wurde dann von einem netten Kampfrichterkollegen mit der Bemerkung, daß ich ich mir mit meinem modischen Accessoire eine Zeitgutschrift verdient hätte. Ich trage beim Radfahren Buff und der war dieses Mal gelb, passend zu den gelben Streifen unserer Einteiler. Natürlich reiner Zufall ! Aber wie heißt es so schön : wer nix draf hat muß wenigstens gut aussehen. Dem stimmen wir vorbehaltlos zu. Das ist ja quasi unser Motto unter dem wir unterwegs sind. Ich entschloss mich, eine leichte Windjacke überzuziehen, was eine gute Entscheidung war. Denn so ganz warm war es noch nicht. Ein- bis zweimal bin ich schön bis auf die Knochen nass geworden, aber durch den Wind war ich ruckzuck wieder trockengelegt.
Aber Hallo! Gut aussehen ist einfach wichtig ;-). Ich sehe in diesem Punkt haben wir einen sehr guten Einfluss auf Frank.
Ich habe Buff, Trikot, Weste und alles andere einfach in der Wechselzone zurück gelassen. Man muss einfach nur den Puls ordentlich nach oben treiben, dann wird einem auch nicht kalt. 

Die Radstrecke beim Moret-Triathlon ist nicht so ganz ohne,. Entweder rauf oder runter. (Einfach nur ober-hammer-mega-geil 😀 )Flach ist schon sehr selten. Allerdings hat man uns auch vor dem Berg gewarnt. Hieß also Kräfte gut einteilen. Irgendwann ging es dann auf die zweite Runde, aber der Berg war nicht da. Es war doch eher ein langgezogener Anstieg. Auf Gran Canaria hieß so was Asphaltblase. Für mich war dieses ständige auf und ab ganz gut, da ich wegen des doofen Rückenproblems eh kaum auf dem Auflieger fahren konnte. Meine Hoffungen liegen jetzt auf den Docbesuch nächste Woche. Bisher hiess es immer, ich darf alles machen solange es nicht schlimmer wird. Nun schlimmer wird es nicht, es ist halt immer gleich schlimm :-). Deshalb mache ich auch alles weiter, etwas langsamer zwar, aber solange ich in Bewegung bin ist alles gut. So jetzt aber weiter mit Frank: Gut. Aber der Plan war ja auch, nicht alles zu geben. (also das war auch mein Plan. Aber die Strecke war einfach nur zu herrlich. 100% Helge-Strecke. Und die Beine so wunderbar locker und willig. Ich musste mich ständig bremsen um mich nicht komplett abzuschießen auf dieser Strecke. Es war soooo genial :-) ) Schließlich stehen ja noch ein paar lange Trainingseinheiten an. Nachdem die zweite Runde beendet war, ging es noch einige Kilometer zurück zur zweiten Wechselzone und plötzlich war ich alleine. Alle anderen waren entweder hinter mir verschwunden oder vor mir auf dem winkligen Kurs über relativ schmale Feldwege enteilt. Irgendwann bin ich dann wieder auf einen Mitstreiter aufgefahren und dachte jetzt hast Du das Schwimmen ohne große Umwege hinter dich gebracht und bevor Du Dich jetzt noch auf dem Rad verfährst, bleibst du mal besser hinter dem. Natürlich in regelkonformen Abstand. Wir sind dann auch gemeinsam in die Wechselzone. Schnell in die Laufschuhe, Helm und modischen Ballast abgeworfen und los. Ziel war den Kilometer etwa in 4:40 zu laufen. Mein Traum. Nach dem Blick auf die Uhr habe ich dann schnell festgestellt, daß das schief ausgehen muß. Also Tempo drosseln und bei etwa 4:35 einpendeln. (Da sag ich nur Edelprobleme 😆 . Ich wollte eigentlich einen 6er Schnitt laufen. Allerdings war ich so im Rennfieber, das ich auch viel zu schnell anfing. Die ersten 14 Km waren mit weit unter 6er Schnitt viel zu schnell und dann musste ich wegen Krämpfen und Kräftemangel zurück schrauben. Aber immer noch die beste jemals gelaufene Zeit bei einer Mitteldistanz :-) ).  Da vier Runden zu laufen waren und es ein Stück mit Gegenverkehr gab, konnte man auch immer Helge, Karina, Marius und Gerd sehen und sich noch gegenseitig anfeuern. Im Ziel angekommen, war ich durchaus mit dem Ergebnis zufrieden. Müde aber nicht total verausgabt. Ich habe mir zwar schon die Frage gestellt, wie ich in nur noch 4 Wochen die doppelte Distanz absolvieren soll. Da man es aber schon einmal gemacht hat, weiß man ja auch, daß man es kann. Ich habe dann erst einmal bei der Zielverpflegung die leeren Speicher wieder aufgefüllt und die anderen auf dem Weg durch den Zielbereich auf dem Weg in die nächste Runde angefeuert. Um mich herum lauter Athleten, die das gleiche getan haben. Lautstark ihre Vereinskollegen bejubelt oder sich selbst. Überall erschöpfte Gesichter, die aber schon nach kurzer Zeit zufrieden und glücklich gestrahlt haben. Nach und nach waren dann auch die anderen alle im Ziel. Und dann weiß man, warum man das alles macht. Mitten in der Nacht aufstehen, wochenlang jedes Wochenende auf den Rad oder in den Laufschuhen verbringen und all die anderen Entbehrungen. Weil einem dieses Gefühl und der Stolz darauf, dieses Ziel erreicht zu haben keiner mehr nimmt“. Und ich war einfach nur noch froh, einigermaßen gut durchgekommen zu sein. Trotz der ganzen kleinen Problemchen war es der schnellste Halbmarathon innerhalb eines Triathlons.

Also ist alles gut. Danke an die Anderen fürs Ausharren im Zielbereich :-) und vor allem Helges Andi fürs hin und her chauffieren. Denn immerhin musste er am Sonntag auch wieder zeitig raus, um als Kampfrichter beim Mittelmoseltriathlon zu fungieren. Merci!
Ja , alles jut, toller Tag, genialer Wettkampf und einen dicken Kuss für Andi :-)

Ja wo schwimmen sie denn?

Ganz genau genommen schwamm die Eine (Helge) im See und die Andere (Karina) im Schwimmbecken. Da Karina alles abräumen wollte und ich aber auch mal was gewinnen möchte beim Schwimmen, traten wir halt einfach bei unterschiedlichen Wettkämpfen an 😆
Voher hatte ich Karina darum gebeten, den Anderen doch bitte wenigstens so die eine oder andere Medaille übrig zu lassen. Der Anständigkeit halber.
Hinterher hatte ich sie gebeten, doch einen Bericht zu schreiben. Da Karina aber wieder gerne alle ihre Schandtaten verheimlicht, gehe ich jetzt in die Offensive und lade Karina zu einem Interview ein 😈
Und das wird alles schriftlich festgehalten.

Also Karina, jetzt erzähl mir doch mal, warum hast du mich ganz alleine die 5000 m im riesigen See schwimmen lassen.

Na eigentlich ist ja Schwimmtrainer Engel und das Wetter Schuld. Denn ich wollte schon gerne die 5000m im Losheimer See mit dir zusammen wieder synchronschwimmend absolvieren. Leider wurde das Schwimmen  wegen der Kälte von Pfingsten auf den Samstag verlegt an dem auch die Rheinlandmeisterschaften im Schwimmen stattfinden. Schuld haben also wie immer die Anderen :-). Ich kann nix dafür, dass du alleine schwimmen musstest. Obwohl, wenn ich mir die Ergebnisliste anschaue, warst du ja nicht ganz alleine. Und deine Zeit ist ja der Hammer. 5000m in 1:34h! Da bin ich mal gespannt, was da in Roth so noch geht.

Ist Frank eigentlich mit dir geschwommen oder musstest du alleine deine Runden drehen?

Ach Bergziege Frank hatte einen schweren Tag. Er war natürlich mit dabei, allerdings ist er ja Brillenträger und im Wasser arg benachteiligt. Wenn dann nur so ein paar Hanseln in einem großen See schwimmen, ist die Orientierung für ihn nicht ganz so leicht. Auf seiner zweiten Runde hat er dann das Rettungsboot des DLRG, welches sehr weit abseits der Strecke an der Staumauer stationiert war, für die Boje gehalten und ist schnurstraks drauf zu geschwommen. :roll:
Das Rettungsboot hat ihn dann wieder auf den richtigen Weg zurück geschickt. Zusätzlich plagte Frank sein Neo, so das er nach 3 Runden entnervt aufgab. Er hatte zu diesem Zeitpunkt aber schon weit über die Roth- Distanz hinter sich, schließlich war er ja fast an der Staumauer gewesen 😆
Aber zurück zu dir. Was waren denn das für Wettkämpfe an denen du teilgenommen hast?

Es handelte sich um die offenen Rheinlandmeisterschaften der Masters. Geschwommen wurde in einem beheizten (Yippieee) 50m Becken direkt an den Salinen in Bad Kreuznach. Man konnte dort schon an diesen Salinen entlang spazieren oder auf der Wiese faul rumliegen und hat immer schön tief eingeatmet. Nase und Lunge waren sofort frei :-). Somit hatte dieser „Ausflug“ sogar gesundheitliche Effekte.

Wow, das klingt ja fast wie Urlaub. Warst du alleine dort?

Mit dabei war Schwimmtrainerin Janina, die uns im letzten Jahr auf die Idee brachte, überhaupt an Schwimmwettkämpfen teilzunehmen. Ricarda war auch dabei und schwamm von allen Starterinnen bei den Masters die schnellste Zeit über 800m.

Oh. Sieht so aus, als hätten die Triathleten sich richtig gut geschlagen bei den Schwimmern :-)
Welche Disziplinen hast du denn eigentlich gemeistert?

Damit sich so eine Anreise auch lohnt, habe ich mich für alles gemeldet, was ich so vermeintlich in der Lage bin zu schwimmen, ohne das es peinlich wird. Denn bis vor 1 Jahr konnte ich nur Kraulen. Gestartet bin ich über 50m Schmetterling, 200m Lagen ( also je 50m Schmetterling, Rücken, Brust und Kraul ), 50,100,200,400 und 800m Freistil. Mit Einschwimmen und Ausschwimmen kommen übrigen 3800m zusammen. Nicht ganz 5000 aber immerhin.

Ach du je. Das hört sich jetzt aber weniger nach Urlaub an. Das heißt, du musstest 7 mal zum Start antreten? Da warst du ganz schön fleißig.
Und? Hast du den anderen was abgegeben von den Medaillen?

Klar habe ich den anderen etwas ürbiggelassen. Ganz so gemein bin ich ja auch nicht. Oder was denkst du von mir, hihi. Aber natürlich habe ich alles gegeben, um vielleicht auch mal gegen die ein oder andere reine Schwimmerin zu gewinnen. Hat auch gut geklappt. Über 2 Strecken, wo ich gewonnen habe, waren sogar mehr als 3 Starterinnen dabei. Du hast ja der Konkurrenz auch nur die Hacken gezeigt.

Naja, ich hatte tatsächlich mal einen guten Schwimmtag. War auch ganz begeistert von meiner Schwimmzeit. Schließlich war ich 8 Minuten schneller als vor 2 Jahren. Wenn meine Leistung in den nächsten Jahren weiter so wächst, dann könnte ich, bei einer gleichbleibend linearen Verbesserung schon 2024 an den Olympischen Spielen über 5000 m Schwimmen mitmachen. Bei einer proportionalen Steigerung müsste ich noch bis 2030 warten. Aber so oder so. Olympia ich komme 😀
Aber du bist ja gleich 7 mal ins Wasser. Wie sieht es mit den Zeiten aus? Konntest du auf der einen oder anderen Strecke Bestleistung schwimmen?

Die Zeiten waren zum Teil echt überraschend und unerwartet. So habe ich meine Bestzeit über 800m um 15 Sekunden verbessert. Über 200m Lagen war ich um 5 Sekunden besser als beim letzten Mal. Wenn ich dann doch irgendwann Brustschwimmen und Rückenschwimmen lerne, geht noch was. Bei meinen sieben Starts gab es 5 neue Bestzeiten. Übrigens gibt es nächstes Jahr bei den Mastersschwimmweltmeisterschaften in Budapest auch Freiwasserwettkämpfe! Ich denke, ich schicke dir mal den Termin :-).

5 neue Bestzeiten???? Jetzt bin ich platt. 😯
Welche Strecke hat dir denn am meisten Spaß gemacht?

Die 100m und 200m Freistil haben echten Spass gemacht, weil ich da nämlich auch echte Konkurrenz hatte. Und wenn man im gleichen Lauf schwimmt und sieht, dass die anderen hinterherhängen oder man an jemanden von Bahn zu Bahn näher herankommt, dann macht das halt Laune. Die 800m waren auch super, irgendwann war ich dann so in einer Art Flow und es lief einfach. Die anderen Strecken haben auch Spass gemacht, sonst würde ich die ja nicht schwimmen. Vor allem die 50 Schmetterling und die 200 Lagen, denn das sind für Triathleten total untypische Schwimmstile, die normalerweise nur selten im Training geschwommen werden. Somit war es sehr interessant, wie es so im Wettkampf funktioniert.

Und am wenigsten?

Keine :-)

War ja klar 😆
Ich frage mich, wo das noch hinführen soll, wenn du weiter so machst. Wer im Wettkampf beim 800 m Schwimmen in den Flow kommt, der muss auch irgendwie … ganz besonders sein. Da wird deutlich, da geht noch was.
Was steht denn als nächstes so an? Hast du schon die Olympische Norm?

Ich glaube bei 5000m bist du doch auch irgendwann an dem Punkt, wo du einfach nur noch so vor dich hin schwimmst. Weil reden kannste da ja nicht,hihi.  Ich habe gerade mal die Pflichtzeiten gecheckt. Im Freiwasser musst du die 3km in 90min schaffen – das bekommste ja wohl hin.

Moment mal, du sollst jetzt hier nicht die Planung meiner Freiwasserschwimmkarriere vorrantreiben, du sollst meine Fragen beantworten 😕
Denkste du kannst mich hier ablenken, oder was?

Vergiss es 😛
Also: Was steht denn als nächstes so an?

Das werdet ihr hier nächste Woche lesen, wenn es nicht ins Wasser fällt :-). Apropo ablenken. Wie waren denn so die 150 bis 160km Radtouren mit anschliessenden Koppelläufen an den letzten Wochenenden? Nass geworden?

Oh die Radtour mit Frank und der anschließende Lauf am letzten Sonntag waren echt lang und …. echt nass. Wir sind glaube ich 5 mal komplett von oben nass geworden. Einmal war es so schlimm, das wir uns unterstellen mussten. Die Räder und wir sahen aus wie nach einer MTB Tour 😆
Aber wir haben das echt durchgezogen und am Ende waren wir beide echt froh, das die längste aller Einheiten vor Roth doch so gut über die Bühne ging. Ich hoffe jetzt nur, das Roth weniger nass wird. :-)
Aber irgendwie hat man sich ja dran gewöhnt. Ich würde glaube ich schon echt was vermissen, wenn ich im Trocknen Rad fahren würde.

Sag mal, eine Sache musste mir jetzt aber noch verraten: Du bist bei 7 Wettkämpfen gestartet und hast 7 Medaillen (davon 4 mal Gold 😯 ) mitgebracht.
Du bist 5 mal Bestzeit geschwommen und der Flow ist dir auch noch begegnet.

Sag mal, schämst du dich denn gar nicht? 😕

Nö! Warum?

Tja, das dachte ich mir schon 😆

Die spinnen, die Triathleten! (Anm. d. Red.)

 

 

Life is good

Beim Lesen von Margitta’s Beitrag fiel mein Blick auf das T-Shirt (zufälligerweise orange), welches ich an diesem Tag trug. Darauf steht mehrfach „Life is good“. Mal mit Blümchen, mal mit lachendem Gesicht.
Ich habe dann mal den Wahrheitsgehalt dieser Aussage in den letzten Tagen überprüft. Weiterlesen