Kurze Pause

Wie bei einigen Anderen gibt es auch hier eine kleine Blog-Pause bis zum Ende des Jahres. Wettkämpfe stehen im Moment keine an, über die man berichten könnte und das Training absolvieren wir nach Lust und Laune. Also keine Sorge, bald sind wir zurück.

Frohe Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr wünschen Helge und Karina

Ein Dankeschön…

…gab es heute nochmal für unseren Coach und unsere Supporter in Roth. Helge, Frank und ich schafften es endlich alle terminlich unter eine Hut zu bekommen und luden zum Frühstück und gemütlichem Beisammensein ein. Wir haben Helge sogar zu einer kleinen Rede “gezwungen” ;-), die sie bravourös gehalten hat. So konnte Gerd sich schon mal merken, was wir nächstes Jahr, wenn wir ihn bei seiner ersten Langdistanz in Roth supporten, erwarten, hihi. Es war schön alle zusammen mal wieder zu sehen. Es gab tolle Gespräche und schon erste Planungen für das kommende Jahr. Da alle Partner dabei waren, konnten diese schon mal direkt ihr Veto einlegen oder einfach nur abwinken :-) und sich dem Schicksal ergeben.

Nach dem stundenlangen Frühstück hatte sich auch der Nebel verzogen und der blaue Himmel und die Sonne riefen nach uns. Also nichts wie Heim, ab aufs Rad und noch eine lockere Runde mit GöGa gedreht.

Traumwetter und Traumgegend

Traumwetter und Traumgegend

Mit ultra wenig Aufwand zum Ultra Finish

Der Andi ist beim Sport ein Minimalist.
Das wußte ich ja schon immer.
Aber diesmal hat er selbst mich noch richtig verblüfft. Ich habe in Andis Trainingskalender mal recherchiert. In den letzten 8 Wochen ist der Andi exakt 1,5 mal pro Woche gelaufen. Das ansich ist ja kein Problem. Wenn es nicht in Vorbereitung auf seinen 1. Ultralauf gewesen wäre :lol:
Gestern also waren wir beim Uewersauer Trail in Luxemburg. Ich wußte gar nicht, welch schöne Wälder es in Luxemburg gibt. Und Berge. Oder zumindest ziemlich hohe Hügel. Wir befanden uns in den Luxemburger Ardennen. Wunderschöne Landschaft. Der Trail führte mitten durch diese Landschaft. 53 Km mit 2000Hm, Matsch, Kletterpartien die Felsen hoch à la Schweiz. Meist auf wirklich schmalen Trails. Entweder steil bergauf oder steil bergab.
Andi und Matze gingen also an den Start der 53 Km Strecke. Mareike, Tanja und ich ebenfalls, aber als Staffel.

Karina und ich beobachteten den Start. Dann fuhr ich an den ersten Wechselpunkt um Mareike abzulösen und Karina nahm den 10 Km Trail in Angriff. Und das, nachdem sie am Vortag den 7 Km Crosslauf in Wintrich gelaufen war :shock:
Karina im Lauffieber.
Ich wartete am 1. Wechselpunkt auf die flotte Mareike und ging dann auf die 16.3 km lange Strecke.
Wunderschöne Trails um einen Stausee herum, wirklich steile lange Anstiege, Matsch ohne Ende. Hammer!!! Das war wie Weihnachten und Ostern an einem Tag. Der pure Spaß. Einfach nur schön :-)
Am zweiten Wechselpunkt übergab ich an die charmante Tanja. Bevor ich zum Start/Ziel Bereich zurückfuhr wartete ich noch bis Andi am Wechselpunkt angekommen war. Ich hatte noch Gels für ihn eingepackt. Die nahm er auch dankend entgegen. Er wirkte noch frisch und munter und das, obwohl er ja schon bei Km 36 war.
Andi lief weiter und ich fuhr zurück. Karina, die nach ihrem 10 Km Trail ja schon längst fertig, geduscht und geföhnt war, hatte beschlossen, doch noch nicht nach Hause zu fahren, sondern mit mir gemeinsam dann auf Andi zu warten.  Das war ne wirklich coole Idee, so konnten wir uns gemeinsam Essen holen und die verbleibende Zeit bis zum Zieleinlauf war nicht so langweilig :-)
Erst kam Matze ins Ziel, dann kam unsere Schlußläuferin Tanja und dann kam Andi. Völlig fertig, völlig verdreckt und endlos glücklich.
Nun nenn ich Andi nur noch Ultra-Andi :lol:
Und nächstes Jahr wollen Andi, Karina und Matze dann einen flachen 100Km Lauf machen. :shock:
Vielleicht muss der Andi dann doch mal eine regelmäßige zweite Laufeinheit pro Woche einschieben? :lol:
Es war ein langer Tag gestern. Es war ein toller Tag gestern. Ich hatte viel Spaß beim Traillauf mit Tanja und Mareike. Und ich war sehr froh, das Karina noch geblieben ist. Karina hat zwei Wettkämpfe in zwei Tagen gemacht und Matze und Andi haben ihren ersten Ultra gefinished.
Es war also auch ein erfolgreicher Tag gestern :-)
Einfach ultra gut

Einmal 10 km schnell bitte

Schnell ist ja relativ. In Relation zu den Siegern des Deuluxlaufes in Langsur sind Karina und ich eher nicht so schnell. Man könnte schon fast langsam sagen. In Relation zu manch einem Couch Potato sind wir aber rasend schnell und in Relation zu unseren 10 km von vor ein paar Jahren sind wir blitzschnell.
Alles klar soweit? Wer das mit der Geschwindigkeit eines physischen Gegenstandes in Relation zu einem anderen physischen Gegenstand nicht verstanden hat, der kann jetzt getrost weiter lesen. Ich bin fertig mit dem wissenschaftlichen Teil des Vortrags. :lol:
Gestern also stand der Deulux Lauf (ein deutsch-luxemburgischer Grenzlauf) auf dem Programm. Kassandra und Karina wieder mit mir am Start. Und so ca. das halbe laufende Trier. Also gaaaaanz viele Leute, die man kennt.
Vor genau vier Jahren bin ich in Langsur das erste Mal mit Karina zusammen an den  Start eines Laufes gegangen. Die Mission war damals: Das erste Mal unter einer Stunde bei einem 10er ins Ziel. Nach für uns damals unglaublichen 58:26 kamen wir zusammen ins Ziel. Wahnsinn dachte ich damals. Genau zwei Jahre später bin ich in Langsur dann nach einem perfektem Vorbereitungstraining nach 49:59 über die Ziellinie gelaufen. Das stand damals genauso (49:59) auf dem Trainingsplan. Ich mach halt ganz genau was der Trainer sagt. :lol:
1 Woche später dann hatte ich einen Unfall beim Fußball spielen. :roll:
Man sollte halt einfach nicht alles ausprobieren. In meinem Fußgelenk war jedenfalls so ziemlich alles anders als normal. 4 Monate brauchte es um wieder die ersten Laufschritte zu tun. Und schnell laufen war 2013 nicht möglich. Lange Rede, kurzer Sinn: heute also der 1. schnelle 10er seit 2 Jahren wieder.
Jetzt habe ich zwar nicht gezielt auf diesen 10er trainiert. Aber so eine gewisse Grundfitness hat man nach so einem Sportjahr ja einfach. Und so war es das Ziel einfach nochmal in Richtung 50 Minuten den Lauf anzugehen. Karina, die nicht mehr so ganz genau weiß was ihre 10er Bestzeit ist (so irgendwas bei 56/57 Minuten), wollte einfach mal loslaufen und schauen was so geht. Und Kassandra, die vor ein paar Wochen sich das Ziel gesetzt hatte, unter einer Stunde zu laufen, war sich nicht sicher ob das was wird.
In den letzten Wochen hatte Kassandra als oberste Priorität das Retten und Versorgen von Labor-Versuchstieren. Und da wirft man der jungen Generation immer Gleichgültigkeit vor. :-|
Nee nee, die junge Generation zeigt hier nicht nur ganz großes Herz, sondern auch aufwendigen Einsatz um die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. :-)
Das relativiert ein sportliches Ziel wieder.
Nun gut, bei viel zu schönem Wetter für November (13 Grad und Sonne) gingen wir also zusammen an den Start. Andi gab mir folgenden Ratschlag mit auf die Strecke: “Quatsch doch einfach mal nicht mit jedem und da, wo kein Glatteis ist und keine Bäume stehen, kannst du auch mal was schneller laufen!” :???:

Hauptsache Spaß :-)

Hauptsache Spaß :-)

Na gut. Glatteis war nicht zu befürchten. Allerdings Hindernisse. Jede Menge Hindernisse in Form von Läufern. Hätte der Andi mir mal besser geraten mich nicht ganz hinten im Feld von 1800 Läufern einzusortieren. :roll:
Der erste KM war ein Hindernislauf und ich brauchte dafür 5:20. Der zweite lief schon etwas besser und bei 10:28 hatte ich mich schon etwas frei gelaufen und konnte in meinem Tempo loslegen. Bei KM 3 dachte ich nur: was zum Henker mache ich hier eigentlich! Ich war bei knapp unter 5 Min/KM angekommen, aber es war anstrengend. :shock:
Da hilft nur eins, schnell ins Ziel damit das Gehetze aufhört. Gesagt, getan. Ich blieb bei meinem Tempo so ganz knapp unter 5. Es ist ja schon komisch das man 10 km lang nach dem Sinn des schnellen Laufens sucht und kaum ist  man im Ziel denkt man: Ohhh wie cool. Das war genial. Herrrrrrrlich so ein Lauf. :lol: Versucht DAS doch mal einem Nichtsportler zu erklären.
Am Ende standen 50:16 auf der Uhr. Das ist dann zwar keine neue Bestzeit, aber nahe dran. Und für mich eben ganz schön schnell :-)
Karina, egal ob ihre alte Bestzeit nun irgendwas mit 56 oder mit 57 vorne war, hat jetzt auf jeden Fall mal eine Neue. 55:29. Na da zeichnet sich das nächste Ziel für nächstes Jahr schon ab. Die 29 Sekunden schafft sie auch noch.
Kassandra erreichte ihr ursprüngliches Ziel zwar nicht, konnte aber ihre Zeit vom letzten 10er verbessern und musste auch schnell wieder nach Hause, um den Kampf für die Tierwelt wieder aufzunehmen. Ein Glück, dass es solche Menschen gibt :-)
Wir waren auf jeden Fall alle ganz schön schnell und Spaß hatten wir auch. Was ja immer Prio 1 hat.
Andi, der übrigens der Meining ist, Muskelkater kommt von ganz schnellen oder von  ganz langen Läufen, was also einen Musklekater für mich seiner Meinung nach ausschließt, da ich gestern weder das Eine noch das Andere gemacht habe, läuft nächsten Sonntag einen 53 Km Trailrun mit 2000 HM. Und ich denke, der Muskelkater wird ihm sicher sein :lol:
Nein …., ich bin kein bisschen schadenfroh :twisted:

Paris Marathon

Der eigentliche Paris Marathon findet ja im Frühjahr statt. Wir hatten ihn für Oktober geplant. Er dauerte 3 Tage plus 1 Tag Anreise und 1 Tag Abreise. Wie schon erwartet, war die Zeit viel zu kurz, um alles zu sehen. Bei unserem Besuch des Eiffelturms hatten wir richtig Glück, es war sage und schreibe T-Shirt Wetter! Wir waren von Morgens bis Abends auf den Beinen und dann auch ziemlich k.o. Aber alles Wichtige haben wir gesehen. Den Rest heben wir uns für unseren nächsten Besuch auf. Vielen Dank auch noch an die Deutsche Bahn, die zum Zeitpunkt unserer Reise die Streiks ausgesetzt hat.

Wieder zurück blieben nur 2 Tage zum Füsse hochlegen, um vielleicht etwas ausgeruhter an den Start zum Wurzelweglauf zu gehen. Der findet direkt vor unserer Haustür statt und ich traute mich das erste Mal an den Start. Ich hatte mir die 10km Strecke ausgesucht. Das Wetter sollte zum Laufen ja perfekt werden. Ein bisschen angespannt war ich schon, da ich überhaupt nicht einschätzen konnte, wie die Beine sind. Nach dem Start bin ich bewusst langsam losgelaufen, ich wusste ja, da kommen noch ein paar nette Anstiege. Unter anderem der Wurzelweg, wo diesmal allerdings die meisten Wurzeln unter jeder Menge rutschigen Schlammes versteckt waren. Man ist quasi 2 Schritte vorwärts und einen rückwärts gelaufen, geruscht, wie auch immer. Aber ich bin im Gegensatz zu vielen Anderen vor und hinter mir durchgelaufen, auch wenn ich manchmal echt auf die Zähne beissen musste. Am Ende war ich 11 Minuten schneller als bei meinem Testlauf vor ein paar Wochen. Und einen dritten Platz in meiner Altersklasse gab es obendrauf – und nein, es waren nicht nur 3 Frauen am Start :-) .

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Das Ende

Letzte Woche ging es bei mir in vielerlei Hinsicht um ein Ende.

Das fing an mit dem Ende der Sport-Zwangspause.
Am Dienstag konnte mir Karina als meine Zahnärztin bescheinigen, dass meine körperliche Gesundheit wieder Sport zulässt. Nicht das ich vorher krank war, nur hatte man mir den Zahn, der schon im Juli kurz vor Roth für Ärger sorgte, endlich komplett entrissen. Und sowas macht ja nun wirklich keinen Spaß. Ein Grund für mich ein paar Tage zu jammern. Und Sportverbot hatte ich ja auch (nicht das mir nach Sport zumute war, aber trotzdem darf man ja wohl mal rumjammern :grin: )
Rauchen und Trinken darf man leider auch nicht  :lol: und Essen geht schon gar nicht, also bleibt ja nur Jammern. Und Shoppen. Shoppen kann so tröstend sein. Ein orangefarbener Badeanzug und eine Hose in Orange. Und neue Schuhe. :shock:
Aber Dienstagabend erklärte Karina die Jammer-Zeit für beendet.
Wurde auch Zeit. Das Konto war leer.

Dann beschäftigte mich das Ende meiner sportlichen Laufbahn.
Nein, ich bin nicht verletzt. Völlig gesund (zumindest körperlich). Aber eben bald nicht mehr in der Lage mich selbst fort zu bewegen. 300 Kg Menschen können das nun mal nicht. Und die machen auch keinen Sport.
Mein Untergang: Die neue Sorte Schokolade von Lindt. Vollmilchschokolade mit einer Creme Brulee Füllung. Das ist Folter. Folter von der allerfeinsten Art.
Ich kann nur hoffen, dass ich mich in ein paar Monaten an dieser Schokolade “überfressen” habe. Ansonsten werde ich demnächst hier über das Leben mit Fettleibigkeit berichten.

Und ganz am Schluss kam dann letzte Woche noch das Ende der Wettkampfpause :-)
Am Samstag ging sie los: Die Crosslaufsaison. Und Karina, Kassandra und ich standen in Gladbach bei Wittlich am Start der 7 Km Strecke. Eine wunderbare Strecke. Über die Wiese in den Wald, den Berg hoch und wieder runter und noch mal hoch und wieder runter, über die Wiese und ins Ziel. Genial. Trotz Trainingspause und körperlicher Unzurechnungsfähigkeit war ich doch fast 2 Minuten schneller als letztes Jahr. Und Karina kam kurz nach mir und war auch viel schneller als gedacht. Und Kassandra kam kurz nach Karina und sah noch total locker aus.
Alle glücklich. Alle zufrieden.
Das Leben kann so einfach sein :grin:
Nur das mit den Fotos haben wir vor lauter Freude total vergessen. :roll:

Moselsteig – die Zweite

Diese Trainingswoche begann am Dienstag. Da ich dienstags immer lange Mittagspause habe, beschloss ich nochmal die Strecke des Konzer Wurzelweges zu laufen. Diesmal nicht so zurückhaltend wie beim ersten Mal, aber auch nicht mit “Vollgas”. Es klappte schon viel besser und ich war 5min schneller. Da noch kein offizielles Schwimmtraining ist, bin ich Mittwoch Morgen ins Stadtbad, um ein paar Bahnen zu ziehen. Donnerstag Mittag war das Wetter so toll, dass ich kurzerhand beschloss in der Mittagspause ein Stündchen laufen zu gehen. Diesen Lauf habe ich dann aber ganz langsam und mit möglichst niedrigem Puls absolviert, quasi zur Regeneration mit einem Durchschnittstempo von etwa 8:30min/km. Es fiel zwar schwer sich zurück zu halten, aber ich weiss wie wichtig diese ganz langsamen Läufe zwischendurch sind. Freitag war im Prinzip dann Ruhetag, wenn man mal vom Bogentraining absieht ;-) . Samstag Morgen hiess es wieder früh aufstehen, da das Kind Schwimmtraining hatte. Wir sind natürlich mitgegangen, denn wann hat man schon mal eine Bahn für sich alleine. Das wird sich aber ab November wieder ändern, wenn das Vereinsschwimmtraining wieder beginnt. Zu Hause dann einen schnellen Snack eingeworfen und dann machte ich mich auf, um eine weitere Strecke des Moselsteiges zu erkunden. Diesmal bin ich in Wasserliesch gestartet und in Richtung Nittel gelaufen. Das Blöde war nur, dass zu Beginn gleich mal ein 1,5km-Anstieg mit 200HM bewältigt werden musste. Vielleicht sollte ich mich doch vorher im Flachen warmlaufen. An hochlaufen war nicht wirklich zu denken, da manche Abschnitte doch relativ steil und rutschig waren. Zwischendurch gab es aber kurze Abschnitte, die ich laufen konnte. Kalt war mir jedenfalls nicht ;-). Oben angekommen sah es so aus.

Jetzt ging es 3km bergab. Dabei dachte ich die ganze Zeit, oh man auf dem Rückweg bedeutet das 3km wieder berghoch. Allerdings war es nicht so steil, wie beim Einstieg. Im Wald sah es durch den Nebel schon faszinierend aus, aber etwas gruselig war es auch.

Zumal ich wieder keinen einzigen Menschen getroffen habe. Na gut es war Mittagszeit. Wahrscheinlich haben die ganzen Wanderer bis zum Nachmittag gewartet. Denn die Sonne kam nur sehr langsam durch. Nach einer Stunde bin ich dann wieder umgedreht. Die 3km Anstieg habe ich mit kleinen Pausen auch irgendwie hinter mich gebracht. Aber anstrengender war das letzte steile Stück bergab.

Die Schuhe mussten ganze Arbeit leisten, um nicht den Halt zu verlieren. Nach 12km – 450Hm – 1:52h war ich wieder am Ausgangspunkt.                                                         Der heutige Sonntag war dann wieder Familientag. Direkt nach dem Frühstück stiegen GöGa und ich aufs Rad. Um uns herum wieder dichter Nebel. Also machten wir uns direkt auf den Weg in die Höhe auf der Suche nach der Sonne. Wir mussten nicht weit aber hoch fahren ;-) .

Knapp 2 Stunden lies es sich in der Sonne prima fahren. Als wir zurück waren, war auch der Nebel im Tal verschwunden. Den Nachmittag verbrachten wir bei T-Shirt Wetter in der City, da das Kind im Kino war. Als Belohnung für das sportreiche Wochenende gab es lecker Kaffee, Kuchen und später noch ´ne Viezlimo ( der Film dauerte echt lange oder die haben wieder endlos Werbung vorher gebracht ).

Schade, dass das Wetter ab Morgen schlechter werden soll. Aber an diesem Wochenende haben wir es ja ausgiebig ausgenutzt. Da kann ich nächste Woche auch ruhiger machen, zumal am Samstag der 1. Crosslauf der Mosel-Cross-Serie auf dem Programm steht.

Ugly Destinations?

Vor einiger Zeit rief Christian alle auf, ihre Ugly Destinations zu zeigen. Tja, bis heute habe ich tatsächlich Keine gefunden. Das liegt aber wohl daran, dass wir direkt am Wald wohnen und ich nicht durch irgendwelche Stadtteile oder Industriegebiete laufen muss um in eine Laufrevier zu gelangen. Aber ich suche weiter :-) .  Diese Woche versuchte ich mich zum ersten Mal an einem Teilstück des Moselsteiges.

IMG_4879 Direkt als es hell genug war, machte ich mich auf den Weg. Da ich nicht die Zeit hatte die komplette Strecke von Konz nach Trier zu laufen, beschloss ich nach 1 Stunde umzudrehen und den gleichen Weg wieder zurück zu laufen. Die Ausschilderung ist optimal. Ich hatte mir vorher noch eine Karte besorgt und auf die Garmin geladen. War aber überhaupt nicht nötig. Einen kleinen Schreckmoment gab es, als ein Bussard ziemlich nah über mir kreiste. Ich suchte mir im Unterholz einen langen Stock, wartete bis er weg war und lief mit dem Stock in der Hand ein Stück weiter. An sonsten war ich ziemlich alleine unterwegs. Ok. Es war auch mitten in der Woche morgens um 8 Uhr.

Ich denke ich werde sicher noch andere Abschnitte des Steiges testen. Es ließ sich sehr angenehm laufen und in diesem Bereich waren keine Kletterteile enthalten. Unangenehm waren allerdings die Abschnitte, wo der Weg aus grobem Schotter bestand. Trotz der etwas härteren Sohlen meiner Salomon Schuhe, war es wie eine Fussmassage.

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Am Samstag morgen hatten die Kids wieder Schwimmtraining und Göga und ich sind mit. Offizielles Schwimmtraining ist ja erst wieder ab November. Am Ende standen 2000m lockeres Schwimmen zu Buche. Am Anfang waren noch so langer Schwimmpause die Arme doch ganz schön schwer und das Wassergefühl war natürlich auch noch nicht wieder da. Aber Ende hat es sich schon viel viel besser angefühlt. Nachmittags waren wir mit Freunden verabredet und da nochmal die Sonne rauskommen sollte, beschloss ich, den Weg dorthin zu laufen. So kam ich noch zu einem schönen ruhigen langsamen 12km Lauf.

Fast zeitgleich mit dem selbstgemachte Pizza in den Ofen schieben, erfolgte der Start beim Ironman Hawaii. Wir waren schon den ganzen Tag ganz aufgeregt, den unser Freund Peter startet dort zu ersten Mal. Ganz ungastlich ließ ich den Livestream auf dem Tablet mitlaufen. Ohne Ton natürlich. So und jetzt sitze ich seit 6 Uhr vor dem PC und versuche ihn beim Zieleinlauf zu erwischen. Aber irgendwie hakt das Livetracking und ich verpasse ihn. Nach 12:09:57h hat er es geschafft. Platz 14 in seiner Altersklasse. Alles richtig gemacht. Nicht überpaced und an den Zeitplan gehalten. Vermute ich mal. Offizielle Rückmeldung habe ich natürlich noch nicht. Er hatte gehofft unter den ersten 15 zu sein. Perfekt. Auch Rebecca, die mit uns auf Gran Canaria war, ist inzwischen im Ziel. Jetzt ist auch Zeit für Frühstück und wenn das Wetter heute nochmal mitspielt, gibt es noch eine schöne Radrunde mit der Family.

 

 

 

Off Season?

Ich hatte ja unser Bogensporttrainerin mal versprochen, wenn ich die Langdistanz gemacht habe, komme ich wieder zum Schießen :-) . Damals hatte ich nicht im Traum daran gedacht, das ich jemals mehr als 500m schwimme, 20km Rad fahre und 5km laufe. Naja, Versprechen müssen ja gehalten werden. Also habe ich meinen Bogen wieder ausgepackt, zusammengebaut und bin zum Training gefahren. Im Moment habe ich ja Zeit, ist ja Off Season :-) . Aber da unsere Tochter im Sommer auch mit dem Bogensport begonnen hat und ich sie eh zum Training fahren “muss”, kann ich auch da bleiben und mittrainieren. Tja und heute stand dann schon der erste Wettkampf für Julia und der Erste für mich nach der 4jährigen Pause auf dem Programm.

IMG_4863Und die Ergebnisse? 2 weitere Pokale für die Sammlung :-) . Denn wir haben beide jeweils den dritten Platz in unserer Klasse belegt.

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Toll für Julia. Erster Wettkampf und gleich aufs Podest.

Gelaufen wurde in dieser Woche natürlich auch noch. Und dass sogar in Kurz Kurz. Wahnsinns Wetter diese Woche. Da konnte Frau gar nicht anderes als heraus und ab in den Wald. Zwischendrin gab es zwar ein paar kleine Hindernisse, die aber werder echte Läufer noch echte Mountainbiker aufhalten können.

Eigentlich eine offizielle MTB Wettkampf- und Trainingsstrecke. Irgendwer mag das wohl aber nicht.

Eigentlich eine offizielle MTB Wettkampf- und Trainingsstrecke. Irgendwer mag das wohl aber nicht.

1000 bewegliche Hindernisse. Da hilft nur warten.

1000 bewegliche Hindernisse. Da hilft nur warten.

Im Moment versuche ich auch so oft wie möglich den MTB-Singletrail hinaufzulaufen. Das sind 200m und 40HM. Ich hoffe nur immer, das kein MTB von oben kommt, weil ausweichen ist nicht ;-) . Und auch den “Wurzelweg” baue ich so oft es geht ein, falls ich im November doch beim Lauf starte.

Der Wurzelweg

Der Wurzelweg

Off Season? Viel zu langweilig :-) Und warum nicht noch ein paar Pokale und Medaillen mitnehmen.

Von der Zicke zum Triathlet (wie alles begann)

“Schatz, du fängst an zickig zu werden! Such dir doch eine Beschäftigung oder mach Sport!”
So sagte er. Der Andi. Irgendwann Ende August 2009.
Was war passiert?
Ich arbeitete seit 1 1/2 Jahren im Homeoffice. Meine Arbeit war (und ist es noch) toll und aufregend, aber das war dann auch schon alles.
Im Homeoffice arbeiten bedeutet sehr viel mehr Zeit als vorher (als ich noch 170 km pro Tag fahren musste) und Kontakt zu Kollegen nur über Telefon und Chats. Es bedeutet auch Haare kämmen und Schlafanzug ausziehen nur noch vor Videokonferenzen :lol:
Außer Arbeit gabs irgendwie nix spannendes in meinem Leben. Erschwerend hinzu kam meine bescheuerte Annahme, das Kopfarbeit viel Zucker benötigt. Sehr viel Zucker. Unmengen an Zucker in Form von Gummibärchen und Schokolade.
Ich mutierte also zu einer fetten (mein Gewicht ging straff auf die 90 Kg zu), langweiligen und zickigen Kuh. :roll:
Ich war unzufrieden, hatte mir gerade die 1. Hose in Größe 44 kaufen müssen, und beneidete den schlanken, gut aussehenden Andi um sein tolles Leben außerhalb des Hauses.
Und dann kommt dieser Kerl einfach mit so einem Spruch um die Ecke :cry:
Und was mache ich nun mit der ausgesprochenen Wahrheit?
Man sagt mir Pragmatismus hinterher, und genau so ging ich dieses Problem an. 2 Tage nach dem die Karten auf dem Tisch lagen, telefonierte ich mit dem damaligem Sportwart des Triathlonvereins in Trier.
2 Wochen später stand ich am Beckenrand des Nordbades zum 1. Schwimmtrainung.
Aber das ist eine andere Geschichte :-)