Wie ein Glühwürmchen…

habe ich mich am letzten Sonntag gefühlt. Wie ich ja schon angedeutet habe, ist es an der Zeit mal was Neues auszuprobieren. Der Start in die Triathlonsaison dauert ja noch. Und in der Zeit bis dahin “nur” an Laufwettbewerben teilzunehmen ist auch “langweilig”. Nein nicht wirklich. Aber ich bin immer für Neues offen. Und so hatte Julias Schwimmtrainerin Janina die irre Idee, wir könnten doch mal an den sogenannten Masters-Schwimmwettkämpfen teilnehmen. Ich schwimme ja total gerne und wie Helge behauptet im Moment sowieso allen anderen davon. Aber Janina musste doch ziemlich viel Überzeugungsarbeit leisten ;-). Sie hat einfach nicht locker gelassen und dafür bedanke ich mich :-) . Den Begriff Masters an sich finde ich ja schon mal toll. Das klingt nicht so sehr nach Senioren- oder Altersklasse, sondern irgendwie schnittiger. Interessanterweise darf man bei den Masters ab dem 20. Lebensjahr starten. Und deshalb komme ich mir jetzt wieder alt vor ;-) .  Die Hauptidee von Janina war es, als Staffel-Team bei den Deutschen Meisterschaften der Masters über die langen Strecken zu starten. Natürlich hat sie es schnell geschafft noch 2 Mitstreiterinnen zu finden :-). Und nun fahren wir tatsächlich nach Köln zur DM. Irre. Dann dachte ich mir, wenn ich schon mal da bin kann ich auch noch die 1500m schwimmen. Denn beim Triathlon fangen wir ja auch erst bei 750 oder 1500m an. Ich behaupte einfach mal so, dass ich das also schwimmen kann. Man muss dazu wissen, dass es sogenannte Pflichtzeiten gibt, die man schwimmen muss. Frau auch. Was passiert, wenn man die nicht schafft? Dann zahlt man ( und Frau ) satte 24 € Strafe. Aber ich bin mir sicher, dass ich die vorgegebene Zeit schaffe. Ansonsten fällt das Shopping in Köln halt etwas kürzer aus. Jetzt ist es natürlich total doof bei der DM zu starten und vorher noch nie einen Schwimmwettkampf absolviert zu haben. Allein zum Start vom Startblock hatte ich schon tausend Fragen :-) . Aber Janina war sehr geduldig und hat mit uns geübt. Wann man auf den Startblock darf, wann und wie man in Position geht, ab wann man nicht mal mehr zittern oder zucken darf und und und. Zwischendurch erzählte sie aus ihrer Jugend-Schwimmzeit  noch “lustige” Anekdoten, damit wir wissen, was alles so schief gehen kann. Super. Das trug jetzt nicht gerade zu meiner Beruhigung bei. Letzten Sonntag bot sich dann Gelegenheit, mal sein Können oder Nichtkönnen in einem Schwimmwettkampf zu testen. In Wittlich fanden die Bezirksmeisterschaften statt. Neben den 5 Kids waren auch 4 Masters ( Klingt gut, gell? ) von uns am Start. Es war super. Eine ganze Schwimmhalle voller Kids und wir Vier.  Neben uns “Alten” waren tatsächlich noch 2 Erwachsene am Start. Klar waren noch mehr ältere Semster in der Halle, aber das waren dann die Kampfrichter oder Trainer ;-) . Und jetzt kommen wir zum Glühwürmchen himself. Es war unglaublich heiß in der Halle. Ich habe geglüht ohne Ende. Voll den roten Kopf. Sehr zur Belustigung der Anderen. Kurz vor meinem ersten Start über 200m Freistil habe ich noch “rumgejammert”, das ich nicht starten kann, weil ich Fieber habe :-) . Aber im nachhinein glaube ich war es neben der Hitze einfach nur die totale Aufregung. Das war so krass. So aufgeregt war ich noch nicht mal beim Schwimmstart in Roth. Sobald ich im Wasser war, war die Aufregung wie verflogen und ich schwamm einfach so vor mich hin. Eine Bahn mal für sich ganz alleine zu haben ist auch ein tolles Gefühl, hihi. Danach hiess es wieder lange warten, da die 400m Freistil erst am Ende der Veranstaltung auf dem Plan standen. In der Zwischenzeit haben wir natürlich unsere anderen Starter lautstark angefeuert. Im “Lauf” über die 400m Freitil passierte leider dass, was ich im Vorfeld schon befürchtet hatte. Julia und ich mussten nebeneinander schwimmen. Mir ist das ja ziemlich egal. Sorgen machte ich mir um Julia, dass sie zu schnell angeht oder so. Wir haben ihr vorher bestimmt hundert mal gesagt, sie soll ihr Rennen schwimmen und nicht nach mir schauen. Das hat sie dann auch hervorragend gemacht. Und was mache ich? Ich schlage doch tatsächlich knapp unter der Pflichtzeit für die DM über 400m an. Und da Janina ihre Pflichtzeit auch schafft, schwimmen wir also in Köln auch noch die 400m. Ich sag doch: Irre. Was den familieninternen “Wettkampf” angeht, habe ich mich revanchiert. Über 50m und 100m hängt mich das Kind ja schon ab, über 400m wird es wohl noch etwas dauerm ;-) . Dafür hat sie noch ein neue Leidenschaft entdeckt – das Schmetterlings-/Delphinschwimmen. Das möchte sie jetzt unbedingt erlernen. Soll sie machen. Dafür bin ich definitiv zu alt :-) .

Fotos folgen sobald ich sie bekommen habe ;-) .

Da wo viele Bäume stehen

Nach dem nun der X-Duathlon und die darauf folgende kraftlose Zeit (ich glaube, ich hatte Männerschnupfen) vorbei sind, konnte ich diese Woche doch wieder so mehr oder weniger dem Sport widmen. Oder sagen wir besser, der regelmäßigen Bewegung. Weil so richtig Sport wars halt noch nicht. Erst mal alles sehr langsam angehen :-)
Am Montag ging es mit dem MTB in den Wald. Da ich ja nach dem Radfahren immer etwas Laufen darf, packte ich meine Laufschuhe in einen Rucksack. Ebenso einen riesigen Kabelbinder und eine Schere. Aber dazu später mehr. Meine Runde mit dem Rad war immer noch sehr ruhig und langsam. Nicht weil ich mich schlecht fühlte, sondern weil ich einfach dachte, es wäre klug noch ein bisschen piano zu machen. Nach einer Stunde schob ich mein Rad vom Waldweg runter in den Wald rein. Ich suchte mir eine Stelle wo ziemlich viele Bäume standen und ging ziemlich weit waldeinwärts, bis ich einen perfekten Baum fand, an dem ich mein Rad mit dem riesen Kabelbinder festbinden konnte. Ich weiß bis heute nicht, wieso ich glaubte, das tun zu müssen. Mitten im Wald im Hunsrück. Mittags. Vor wem genau wollte ich mein Rad schützen? Keine Ahnung, aber es widerstrebte mir, mein Rad ohne Sicherung zurück zu lassen. Dann zog ich meine Laufschuhe an, hängte meine schwarze Radjacke so über das Rad, das auch kein Orange mehr zu sehen war. Perfekt getarnt.
Dann gings zurück auf den Weg auf meine Laufrunde. Laufen geht wieder ziemlich gut nach dem Radfahren. Meine Wade ist weich wie Butter und alles fühlt sich locker an. Nach ca. 1,2 km drehte ich und machte mich auf den Rückweg. Ja, und nach ca. 2,5 km wollte ich dann wieder aufs Rad steigen. Das Rad, ja, da war doch was. Wo nochmal war das? Na klar, da wo viele Bäume stehen. Hm!
Mir wurde mit einem Mal das Problem bewusst. Ich befand mich im Wald. Und dort stehen ÜBERALL viele Bäume. :roll:
Und welcher Vollpfosten nochmal kam auf die bescheuerte Idee das Rad auch noch zu tarnen? :???:
Na gut. So kann man auch seine Zeit verbringen. Ich lief also mitten durch den Wald um mein Rad zu finden. Ich hatte es wirklich gut versteckt. Kein Wildschein oder Reh, oder gar ein gefährlicher Hase, hätten es je gefunden :lol:
Ich fand es wieder. Sinnvollerweise hatte ich die Schere, um den Kabelbinder zu durchschneiden, auch direkt am Rad gelassen. :roll:
Ich sollte das alles mal einem Profi erzählen.
Am Dienstag beim Schwimmen ging es immer noch ruhig zu. Ich fühlte mich total gut, wollte aber einfach mal noch hohen Puls vermeiden. Das heißt, die 100m auf Zeit, die wir Vollgas schwimmen sollten, schwamm ich zwar etwas schneller, aber immer noch ziemlich ruhig. Interessant nur, das ich trotzdem nur 1 Sekunde langsamer war als zwei Wochen zuvor, als ich wirklich mit voller Kraft schwamm und es zum ersten Mal im Leben schaffte, unter 1:30 Minute zu schwimmen. Da war ich stolz wie Oskar. Und dann schwimme ich 2 Wochen später im Wohlfühlmodus kaum außer Puste nur 1 Sekunde langsamer? :shock:
Was lernen wir daraus?
Es öfter mal etwas ruhiger angehen lassen hilft offenbar :-)
Mittwoch habe ich dann bei strahlendem Sonnenschein und tollen Frühlingstemperaturen die Rennradsaison eröffnet. Wahnsinn! Wie schnell man da ist. Wie leicht es sich fährt. Einfach toll. Ich fuhr bis zur Mosel runter und wollte dann dort ein bisschen locker fahren. Allerdings fand ich dann doch das Bergfahren sehr viel spannender. Also fuhr ich dann wieder hoch. Und weil es so schön war, habe ich das einfach nochmal gemacht :lol:
So kamen nur 25 km, aber auch 500 HM zusammen und ein lachendes Herz.
Im Anschluss gab es wieder den obligatorischen kurzen lockeren Lauf.
Demnächst geht es ja wieder ins Trainingslager (leider ohne Karina :cry: )
Da kann ich dann jeden Tag Radfahren und anschließend Laufen. Ich denke, wenn ich wieder zurück komme, hat meine Wade vergessen, das da mal was war :-)

Gestern gab es mal wieder keinen Sport. Also jedenfalls keinen anerkannten. Wobei ich schon sagen würde, das meine Muskeln ordentlich was getan haben.
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Ja, wieder spielten viele Bäume eine Rolle. Diesmal in unserem Garten. Und damit ich dort nicht mein Rad verlieren kann, haben wir das ganze ein wenig gelichtet. 2 Bäume wurden gefällt und alle anderen Obstbäume ordentlich zurück geschnitten. Hilfe hatten wir von einem jungen Profi. Und es wurde endlich Zeit, das wir unserem Garten mal etwas Aufmerksamkeit widmeten.
Und uns tut nun ordentlich alles weh.
Ja, so ganz ohne Sport :-)
Heute morgen hatte der Andi eine Laufverabredung in Trier und so nutze ich die Chance und verabredete mich mit der weltbesten Physiotherapeutin Gabi zum Radfahren. Sie hatte 4 Stunden MTB auf dem Plan stehen. Mit Bergintervallen. Weil bald ist ja der Ironman Lanzarote. Und da startet die weltbeste Physiotherapeutin.
Und so trafen wir uns im Weisshauswald und dann war auch schon Schluss mit locker für diese Woche :lol:
Ich wurde ganz schön gefordert bei den Bergintervallen. Gabi ist schließlich keine Pampelmuse. Die hat schon was auf dem Kasten. Da war dann nix mit rumtrödeln und Wohlfühlzone. Und es hat richtig Spaß gemacht :-)
Ich verlies Gabi dann irgendwann (4 Stunden sind ein bisschen heftig für mich) und hängte noch meine obligatorischen 2 Lauf KM an. Einfach Hammer wie locker und leicht es sich gerade läuft. Am liebsten wäre ich einfach weiter gelaufen.
Beim Einsteigen ins Auto hab ich mir voll die Birne gestoßen, was allerdings gar nicht weh tat, weil ich den Helm noch auf hatte. Das erklärte auch die seltsamen Blicke die man mir auf meiner Laufrunde zugeworfen hatte. Ich war mit Radhelm gelaufen :roll:
Ich bin schon eine ganz Clevere :lol:
Fazit: Eine wirklich tolle Woche. Ich fühl mich gut und habe Spaß beim Sport. Und ich bin und bleibe ziemlich verpeilt.

Karina schwimmt heute in Wittlich bei den Bezirksmeisterschaften auf der 400m und 200m  Freistil-Strecken. Ich drücke ihr schon den ganzen Tag die Daumen. Wobei sie das gar nicht nötig hat. Sie ist ja top vorbereitet und schnell wie ein Fisch :-)
Sie wird bestimmt in den nächsten Tagen berichten.

Oma-Runde…

Eine Solche ist Helge diese Woche mit dem MTB gefahren. Ich musste so lachen, als sie mir schrieb. Sie hat bei der Tour nämlich noch nicht mal geschwitzt und konnte ihre Radjacke einfach so wieder in den Schrank hängen :-) . Aber so langsam wird sie wieder fit, nachdem der Stress der letzten Woche und eine komische Erkältung sie ausgebremst hatten. Deshalb erklärten wir gestern beim Schwimmtraining unsere Bahn zur “Rekonvaleszenz”-Bahn. Helge, weil sie noch nicht intensiv schwimmen wollte und ich, weil ich nicht sollte. Denn am Nachmittag standen noch die 5km beim “Schweicher Fährturmlauf” auf dem Programm. Nachdem die letzten Bahntrainings im Moselstadion erstaunlich gut liefen, sollte ich satt dem 10er zu laufen, einfach mal bei einem 5er Gas geben. Ok, bei den Meisten ist mein “Gasgebtempo” Einlauf- oder Auslauftempo, aber ich hatte mir diesmal fest vorgenommen, Bestzeit zu laufen. Das mache ich sonst nie. Meist gehe ich so heran, ich laufe los und dann schaue ich mal was so geht. Aber diesmal wollte ich von vornherein auf Tempo laufen. Der vorhergesagte Regen blieb aus, aber der Wind war doch recht eisig. Da beim 5er nicht soviele Starter waren, gab es quasi auch keinen Windschatten. Die ersten 3km liefen super. Die letzten 2km waren schwierig. Aber erfolgreich. Ich konnte meine Bestezeit um 1 1/2 Minuten verbessern. Gerne wäre ich noch so 5-10 Sekunden schneller pro Kilometer gelaufen. Mal sehen, was die Saison noch bringen wird. Auch beim Schwimmen merke ich die Fortschritte. Unser Schwimmcoach Engel hatte diese Woche ein besonderes Schwimmtraining für uns. Ich glaube, er hat das erste Mal nach einem Training Beifall bekommen :-). Wir sind nach einem längeren Einschwimmen 12x50m max mit Start vom Startblock geschwommen. Immer alle 5 Sekunden ging eine Gruppe ins Wasser. Das ging immer zack zack. Keine Zeit zum Nachdenken. Am Ende haben alle ganz schon nach Luft gejapst, aber irgendwie haben auch alle gestrahlt. Das hatte ich noch nie so erlebt. Bin mal gespannt, was er so in den nächsten Wochen noch für Ideen hat. Vielleicht werde ich dann doch noch ein paar Sekunden schneller. Denn inzwischen hat mich das Kind beim Schwimmen überholt :-) . Naja, irgendwann musste es ja so kommen – und das mit nur einmal Training pro Woche. Ich behaupte einfach mal, das sind die 3cm, die sie mich jetzt überragt ;-) . Inzwischen hat sie auch ihren ersten Schwimmwettkampf hinter sich und direkt den 2. Platz über 100m Freistil belegt. Jetzt hoffen wir, dass unser neues Schwimmbad bald fertig ist und die Kids dann mehr Wasserzeit haben. Julia jedenfalls wünscht sich schon mal eine Jahreskarte und die werde ich ihr gerne kaufen ;-) .