Deichläufer meets Tridreamteam

Man nehme ein paar verrückte Läufer, eine Portion Anstiege gewürzt mit Matsch, etwas Wasser von oben und eine Prise Kälte, gebe noch reichlich Wind dazu und vermische das Ganze mit jeder Menge Spaß.
Und raus kommt ein ganz besonderes Laufvergnügen beim Uewersauer Trail in Luxemburg am vergangenem Sonntag.

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Die Protagonisten: Der Volker (bekannt auch als Deichläufer), Karina und ich als Staffel mit dem Namen „Deichläufer meets Tridreamteam“. Und Andi als DER verrückte Läufer nahm es gleich mit der ganzen Strecke auf. 😯
Am Samstag vor dem Rennen reiste Volker aus dem fernen Norden an und vom Bahnhof aus entführten wir ihn direkt mal in Andi’s Lieblings-Eiskaffee. Dort gab es den fast schon obligatorischen „Vor dem Rennen „- Eisbecher. Von Volker gab es keinen Einspruch 😆 Gemein. Ich konnte nicht mit, weil ich mich zu dem Zeitpunkt irgendwo auf der Autobahn zwischen Bochum und Köln befand. Ich neigte zwar kurzzeitig dazu auf einen Rastplatz abzubiegen und mir ein Alternativeis zu holen, beschloss dann aber weiter zu fahren und lieber ein paar Minuten früher zu Hause zu sein. Nach 2 Tagen mit 8 Stunden Rumsitzerei, leckerem Catering, mehrstündiger An- und Abfahrt und mehr oder weniger gutem Hotelbett freute ich mich darauf am Sonntag um 6 Uhr aufzustehen und bei schönstem Sonntagswetter Freunde zu treffen und durch den Wald zu rennen ;-). So der Plan meinerseits.
Beim anschließendem Abendessen konnten wir noch den Schlachtplan für den Tag des Rennens erarbeiten. Der sah genau so aus: Für die Staffel: Spaß haben! Für Andi: Durchhalten! Volker vermutete das er 2 1/2 Stunden für seinen Streckenabschnitt brauchen würde. Ich höre ja immer zu und hab das auch für voll genommen 😆
Am nächsten Morgen ging es früh, im Dunkeln, vom Hunsrück nach Heiderscheid in Luxemburg. Als wir dort ankamen wurde als erstes mal eines ganz klar: Es war sehr windig. Volker und Andi bekamen fast die Autotüren nicht auf 😯
Ich hatte da keine Probleme, ich saß hinten und da gibt es Schiebetüren :-)
Zum Glück ist das Ziel des Rennens in einer Halle, welche uns bis zum Start (und auch nach dem Lauf) Schutz vor Kälte, Wind und Regen bot. So konnten wir in aller Ruhe uns auf den Start vorbereiten und außerdem mit warmen Getränken versorgen. Und Fotos machen :-) „…in aller Ruhe“ – der war gut, Helge. Memo an mich: das nächste Mal Ohropax einstecken. Es gab nämlich in der Halle Musikbeschallung. Leider nicht leise im Hintergrund, so dass man sich noch gut unterhalten konnte, sondern mit aller Lautstärke, die die Boxen so hergaben. Na jedenfalls war es zum Wachbleiben ganz gut. Schliesslich hatte ich den letzten Part der Staffel und „musste“ trotzdem so früh anreisen.

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Dann brachten wir die beiden Jungs zum Start (vor der Halle) und gaben ihnen alle guten Wünsche mit auf den Weg. Karina und ich gingen dann zurück in die Halle und saßen dort die Zeit ab bis wir dachten es wäre Zeit zum ersten Wechselpunkt zu fahren. 2 1/2 Stunden wollte Volker unterwegs sein, wir beschlossen, das es ja auch 20 Minuten weniger sein könnten und wir also so ab 2 Stunden nach Start am Wechselpunkt sein wollten. Und kaum kamen wir dort an, sah ich am Horizont einen gelben Punkt aufleuchten. Helge war tatsächlich gerade mit dem Schuhwechsel fertig.  „Karina? Ist das dort der Volker????“ … 😕 Natürlich waren auch weder Handy noch Fotokamera bereit :-).
Ja, er war es tatsächlich und ich war noch nicht fertig 😯 Er kam richtig leichtfüssig angeflogen.
Und Volker war total happy! 😎
Schnell die warmen Klamotten aus, schnell die richtigen Schuhe an, schnell noch …. Völlig überstürzt machte ich mich auf den Weg. Bloß gut, dass ich mir schon den Autoschlüssel gekrallt hatte. Sehr zum Leidwesen von Volker war es gar nicht so matschig, wie erhofft. Gut für das Auto ;-). Bei all der Hektik konnte mir Helge jetzt gar keine Einweisung in ihr Auto geben 😉 mit dem Volker und ich  jetzt zum nächsten Wechselpunkt fuhren. Gerade noch ein Küsschen für Andi der kurz nach Volker kam und aber noch an der Verpflegung Halt machte. Und dann ging es auch direkt den Berg hoch. Ich war noch völlig kalt, aber das gibt sich ja relativ schnell wenn man den Berg hoch läuft. Mir wurde auch schnell viel zu warm und ich musste meine Regenjacke ausziehen. Und dann kam es, wie es kommen musste: Es war einfach nur genial. Der mittlere Abschnitt bietet quasi nur zwei Wegvarianten: Hoch (z.Teil ganz schön steil) und wieder runter. Als Staffelläufer ist man natürlich wieder im Überholmodus. Dadurch lernt man aber auch wieder jede Menge Menschen kennen 😆
Mein Versuch Fotos während des Laufens zu machen mißglückte ordentlich und brachte nur mein Handy dazu, den Geist aufzugeben.

Das ist noch das Beste was geworden ist :-)

Das ist noch das Beste was geworden ist :-)

Also genoß ich die Landschaft und die Schönheit des Waldes, das Schnaufen der Läufer und überhaupt. Und schon war der Lauf auch schon vorbei und ich übergab an Karina, die wesentlich besser vorbereitet war als ich :-) Ich hatte sogar Zeit, mich warm zu laufen und mir Gedanken zu machen, was ich denn letztendlich anziehen würde. Mal regnete es mehr mal weniger, kalt war es auch. Ich entschied mich für die Regenjacke. Eine weise Entscheidung, wie ich später merken sollte. Helge kam natürlich mit einem Lachen im Gesicht zum Wechselpunkt. Ich fragte sie noch, ob viel Wind wäre. Sie verneinte. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, das Helges Teilstück ausschliesslich im Wald stattfindet. Tja und dann lief ich los. Das war bei etwa km 35 der Gesamtstrecke. Am ersten Anstieg überholte ich einige Einzelstarter, die schon ziemlich abgekämpft aussahen, teilweise mit Krämpfen. Bis km 41/42 lief es sich super. Schöne Waldwege oder Singletrails. Dann waren etwa 3km asphaltierte Strasse minimal ansteigend zu laufen. Zumindestens wäre ich gerne gelaufen. Aber ich konnte nicht. Es regnete mir horizontal von vorne ins Gesicht. Alle um mich herum gingen nach vorne übergebeugt gegen den Wind gestemmt. Etwas beängstigend war es schon und ich war froh, dass ich nicht alleine unterwegs war. Fotos gemacht habe ich leider nicht, denn mein Handy war sicher regendicht verpackt im Laufrucksack. Ich musste die ganze Zeit an Andi denken, dem das Teilstück noch bevor stand. Ich war ja erst ein paar Kilometer unterwegs und schon nass und durchgefroren. Wie konnte ich vorher nur stundenlang überlegen, ob ich nicht doch kurze Hosen anziehen sollte. Irgendwann ging es dann endlich wieder in den Wald hinein. Und dort bekam ich dann das, worauf ich schon die ganze Zeit wartete. Allerfeinste Matschgruben. Ich versank bis über die Knöchel und war froh, meine Schuhe vorher nochmal richtig festgezurrt zu haben. Dann ging es auch schon Richtung Ziel. Den Weg kannte ich noch vom 10km Trail vor 2 Jahren.  Volker und ich warteten dann noch am Auto auf Andi. So ohne Bewegung wurde es ziemlich schnell kalt. Zum Glück haben wir ein Auto unter dessen Kofferraumklappe man sich vor dem Regen schützen kann. Ich zog mich schnell um und dann dauerte es auch nicht mehr lange und Andi kam. Ich war die ganze Zeit in Sorge gewesen. Die kalte und windige Witterung, und überhaupt … 52 km … für mich unvorstellbar lang. Für mich übrigens nicht. Aber Andi war noch voll gut drauf. Vor zwei Jahren war er an dieser Stelle schon sehr viel fertiger gewesen. Er verpflegte sich, nahm eine frische, noch trockene Kopfbedeckung und als ich ihn fragte, ob ich ihm noch was gutes tun könne, sagte er ohne zu zögern: „Ja, Sex“.
:roll:
:roll:
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Männer ❗
Gut, ich wusste, der Andi hat noch Power, also schickte ich ihn wieder auf die Strecke und fuhr mit Volker zurück zur Halle.
Frisch geduscht und mit Zielverpflegung im Magen warteten wir auf Karina und Andi. Karina kam so ziemlich auf die Minute genau wie wir dank unserer Glaskugel voraus gesagt hatten und trotzdem verpassten wir sie fast 😆 Dabei hielt ich extra am Eingang der Halle an, konnte die Beiden aber nicht entdecken. Die Leute haben schon irritiert geschaut, weil ich 10m vor dem Ziel einfach so anhielt und rumstand :-). Man muss dazu aber sagen, dass man die Läufer nicht sieht, sondern erst, wenn sie in die Halle kommen.

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Und bald danach kam Andi und nach Kaffee und Kuchen und ein paar frischen Klamotten wirkte er fast so, als wäre er nie gelaufen …
Ich denke, das ist der Eisbecher vom Tag davor 😆
Dann fuhren wir alle zusammen zu Karina nach Hause und dort trafen dann auch bald Rainer, Karin und Anne ein. Torsten hatte lecker Essen gekocht (Torsten hat man dir schon gesagt, das du der Beste bist? :-)( täglich natürlich ) und so konnten wir einen tollen gemeinsamen Abend genießen. Von dem wir tatsächlich nicht ein einziges Foto haben. Einfach vergessen.
Und am coolsten fand ich einfach, das der Volker richtig Spaß hatte. So sehr, das er gleich die Wiederholung für nächstes Jahr geplant hat.
So ein Team-Erlebnis ist eben doch was ganz besonderes.
Und auf dem Weg zurück nach Trier am nächsten Morgen konnte dann der Volker endlich auch mal den Hunsrück im Hellen sehen 😆

 

 

Der Versuch, davon zu laufen

endete in einer neuen Bestzeit über 10km :-). Nachdem die letzten Wochen das wöchentliche Tempotraining auf der Bahn so gut lief, kam die Überlegung auf, eine neue Bestzeit über 10km zu versuchen. Ich starte beim Laufen oder Triathlon ganz ganz selten mit dem Vorhaben, eine neue persönliche Bestzeit zu schaffen. Beim Schwimmen versuche ich das mit jedem Start. Helge erklärte sich bereit, mich zu begleiten und auf das entsprechende Tempo zu achten. Bei den letzten beiden Bahntrainings haben wir versucht, ein Gefühl für das Tempo von 5:30min/km zu Weiterlesen

Herbst

So, heute versuche ich es mal mit weniger Worten und mehr Bildern. Der Grund dafür ist ganz einfach: die Welt präsentiert sich mir gerade in einer unglaublichen Schönheit, da bleibt selbst mir manchmal die Sprache weg.
Die Worte in pink sind von Karina :-)

Die letzten Wochen waren bestimmt von Bewegung in der Sonne, Vorsorge für den Winter und Vorbereitung auf den nächsten X-Duathlon.
So waren wir die letzten 2 Wochen schon mehrmals im Trierer Weisshauswald um die Strecke neu zu vermessen, zu ändern, zu prüfen …

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