Wo soll ich anfangen?

Am Besten am Anfang. Wie kann man seinen Urlaub besser beginnen, als mit einem Kurztrip nach München. Nach einer fast staufreien Anreise mieteten wir uns in einem hübschen Hotel ein und machten uns auf zur Shoppingtour in die Innenstadt. Allerdings hielten wir uns noch zurück, denn schliesslich wollten wir am nächsten Tag auf unserer Weitereise noch ein OutletCenter leer kaufen :-). Dazwischen lag nur ein klitzekleiner Termin beim Neurochirurgen, der sich meine Rücken widmen wollte und sollte. Nach einem leckeren Frühstück mit Weisswürsten und Laugenbrötchen ( Brezeln gab es leider nicht ) machte ich mich zu Fuss in die Kinik auf. Die lag nur 5 Gehminuten entfernt. Ich war gut 20min zu früh da, aber als ob man nur auf mich gewartet hatte, wurde ich direkt durchgeschleust und fand mich Minuten später schon auf der OP Liege wieder. Nach gut 30min war alles erledigt. Lustig war, dass der Arzt genau die gleiche Methode angewendet hat, um Patienten abzulenken, wie ich es auch immer mache – einfach die Leute zutexten, reden, reden nochmals reden ;-). Bis auf ein paar kurze Momente, war die Behandlung schmerzfrei. Mit der Aussicht auf die Münchner Vorstadt und ein wieder flexibleres, schmerzfreies Leben erträgt man so Einiges. Was man doch heute so alles machen kann in der modernen Medzin. Danach konnte ich noch meine „neue“ Wirbelsäule auf dem Röntgenbetrachter begutachten ;-). Es war toll, sich einfach so bücken zu können und Schuhe anzuziehen. Einfach so. Ohne Verrenkungen oder Überlegungen über eine Entwicklung einer Socken- und Schuhanziehmaschine. Nachdem ich dann noch gut verpflastert wurde, rief ich GöGa an. Die beiden waren gerade am zusammenpacken und erstaunt, dass ich schon fertig war. Zu Fuss machte ich mich dann auch wieder auf den Rückweg. Die Belastungsprobe Outlet-Shopping-Center hat der Rücken ohne Beanstandungen überstanden und endlich konnten wir in den „richtigen“ Urlaub starten. Laut Arzt sollte ich wenigstens 2 Tage die Füsse ruhig halten und keinen Sport treiben. Das war jetzt nicht so schwer, da wir die meiste Zeit im Auto auf der Autobahn verbrachten. Ursprünglich wollten wir nach dem Eingriff noch ein paar Tage in Bayern verbringen. Da aber so kurzfristig nichts zu finden war, also bezahlbares :-), schlossen wir uns Oma, Opa und den Neffen an, die eine Woche an der Ostsee verbringen wollten. Ostsee ? Da war doch was? Aber ja. Margitta wohnte doch irgendwo an der Ostsee. Kurzerhand schrieb ich sie an, ob sie vielleicht in der Nähe ist,  bzw. ich ja in ihrer  ;-). Und es klappte. Wir verabredeten uns zu einem gemeinsamen Lauf.

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Einen Tag davor machte ich einen kleinen Testlauf zusammen mit Julia, immer 2min laufen und 1min Gehpause. Nach ihrer Knieverletzung soll sie ganz langsam mit dem Laufen beginnen. Mein Rücken sagte nichts. Alles gut. Ich freute mich darauf, Margitta endlich selbst höchstpersönlich kennenzulernen. Man kennt sich ja nur virtuell, aber wie sollte es anders sein. Es passte. Ich erkannte sie sofort und dass lag nicht nur an den Laufshorts, die sie trug, hihi. Da ich nicht wusste, wie mein Rücken es findet, einigten wir uns auf einen nicht zu langen Lauf. Das es am Ende dann doch fast 10km wurden, lag einfach daran, dass wir uns prima unterhalten haben und gar nicht merkten, wie die Zeit verging. Einfach perfekt. Und da ich in den nächsten Tagen keine Nachwirkungen verspürte, verabredeten wir uns noch zu einem weiteren gemeinsamen Lauf.

Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen. Dann werden wir aber wohl im Herbst oder Winter an die Ostsee zurückkehren. Einfach, weil es dann viel viel ruhiger dort ist. Ich habe es nicht so mit Menschenansammlungen. Morgens, wenn die Urlauber und Kurgäste noch schlafen, kann man prima Laufrunden drehen. Aber später, wenn dann die großen Wanderungen und Radausflüge einsetzen, ist es kaum erträglich.  Auf einem Leihrad, dass zu unserem Mietbungalow gehörte , begleitete mich Göga, als ich meinen ersten längeren Lauf an der Küste entlang machte, 15km sollten es werden. Demnächst bekommt er allerdings ein Shirt oder eine Jacke mit dem Aufdruck „Coach“. Denn immer wieder kommen Kommentare, dass er Rad fährt, während ich laufen „muss“ :-).

In dieser Woche kam ich auf insgesamt 45 Laufkilometer. Keine Ahnung, wann ich das letzte Mal soviel gelaufen bin. Dafür gab es aber keine Rad- und keine Schwimmkilometer. Aber wir hatten ja noch eine weitere Woche Urlaub vor uns, in der wir dann Oma und Opa in ihrem zu Hause „belästigten“. Den Test auf dem Rad musste ich allerdings noch weiter verschieben. Warum? Ich hatte doch tatsächlich das erste Mal seit Jahren KEIN Rad im Urlaub dabei. Für Laufschuhe und Schwimmsachen ist aber IMMER Platz im Auto :-). In der Heimat gibt es tatsächlich noch ein Freibad mit einem 50m Schwimmbecken, in dem sogar 3 Schwimmbahnen abgeteilt sind. Es ist nicht beheizt. Es ist nicht modern. Es gibt aber einen 10m Sprungturm, auf dem ich noch nie war und auch nie sein werde. Es wird jedes Jahr im Frühjahr von teilweise bis zu einhundert Einwohnern meiner Heimatstadt gemeinsam auf Vordermann gebracht. Jeder packt mit an. Einfach so. Firmen spenden Farbeimer usw.  Als Dank gibt es dann ein großes Helferfest. Aber der absolute Knaller sind die Eintrittspreise. Für die Tageskarte zahlt man als Erwachsener 2€ und Kinder 1€, ab 18 Uhr kostet es nur die Hälfte! Ich habe keine Ahnung, wie sich das rechnet. Da das Wasser mit 19 Grad doch recht frisch war, hatte ich den Luxus, immer eine Bahn für mich alleine zu haben. Wegen der Kälte kamen aber nicht so viele Schwimmkilometer zusammen, denn den Neo hatte ich nicht noch mitgeschleppt. Vielleicht wäre ja doch Eisschwimmen mal was für mich. Zeitweise war Julia mit mir schwimmen, da sie für die Rettungsschwimmerprüfung übt. Ich musste als zu rettende Person herhalten und durfte während sie mich zog, schob und schleppte mich nicht bewegen und auch nicht singen ;-).

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Und da es in der Heimat genauso schön flach ist, wie an der Ostsee, gab es auch in dieser Woche fast täglich einen Lauf. Gefühlt hatte ich nicht nur das Schwimmbad für mich alleine, sondern den Wald als Laufrevier auch. Es war wunderbar ruhig. Der „Coach“ war natürlich wieder fahrradbegleitenderweise dabei. Es hat schon was, so seine regelmäßig Getränke angereicht zu bekommen :-). Da es inzwischen sehr sehr heiss war, bin ich kurzerhand samt Laufklamotten in den Pool gesprungen. Kaltes Wasser soll ja bekanntlich gut für die Muskelrgeneration sein ;-).

Ach, beinahe hätte ich es vergessen. Als Göga mich an der Ostsee begleitete, hatte ich ihn gebeten, mich doch zu unterhalten oder zu singen, damit der lange Lauf nicht so eintönig ist. Heraus kam dabei folgendes:

„Es war einmal ein Wandersmann,der wanderte den Deich entlang. Da kam ´ne schöne Läuferin. Und schon war´s mit dem Wandern hin.“.

Zum Abschluss des Urlaubs oder wie ich es nannte meine  Anschlussheilbehandlung/Reha, nahmen wir noch das „Sängerfest“ unserer Heimatstadt mit, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten, um nur ein paar Stunden später wieder im Alltagstrott zu sein. Na immerhin haben wir es dieses Jahr etwas früher geschafft. Im letzten Jahr sind wir am letzten Urlaubstag um 23:58 Uhr auf unseren Parkplatz eingebogen – Punktlandung sozusagen :-).

Ich kann NICHT singen! Ich bin TOTAL unmusikalisch. Aber ein Foto mit den Finsterwalder Sängern musste einfach sein.

Ich kann NICHT singen!
Ich bin TOTAL unmusikalisch. Aber ein Foto mit den Finsterwalder Sängern musste einfach sein.

Der Rücken hält weiterhin. Jetzt muss er sich noch im Arbeitsmodus bewähren und dann ist alles gut.

 

Inferno 2016

Ich hatte ja einen Plan. Einen guten Plan. Aber ich hatte ein paar Faktoren, die eine Rolle spielen könnten, nicht auf meinem Plan.
Aber das war ja zu erwarten 😆
Fangen wir mal von vorne an:
Donnerstag reisten Bergziege Frank, Andi und ich zusammen mit Verspätung wegen verstopfter Straßen in der Schweiz an. Wir bezogen unsere Ferienwohnung in Mürren, erlebten unser erstes Gewitter in den Alpen, konnten aber zu etwas späterer Stunde noch eine Runde durch den Ort drehen, um die lange Autofahrt aus den Beinen zu bekommen. Weiterlesen

Eine gute Nachricht, viel Training, ein Wettkampf und ein Plan

Die gut Nachricht
Karina hat alles gut überstanden und kann sich jetzt auch wieder ohne Schmerzen bewegen. Die OP war also ein voller Erfolg.  Laufen geht sie auch schon wieder. Sicher wird sie demnächst hier noch selbst darüber schreiben, aber im Moment hat sie natürlich besseres zu tun . Z. Beispiel hat sie jetzt mit dem Training für Olympia in 4 Jahren begonnen. Einer muss doch schließlich die Ehre der deutschen Schwimmer retten 😆
Da können sich die anderen Nationen mal schon warm anziehen 😉
Außerdem kann sie dann gleich auch noch im Bogenschießen und Triathlon antreten.  Wenn man dann einmal in Tokio ist, sollte man auch schon jede Start- und Goldmöglichkeit nutzen. Weiterlesen